P. O. V. AVERY
Was um alles in der Welt tat er hier!
Er hatte sich vorher noch nie um mich gekümmert und es war immerhin seine Idee mich endlich los zu werden und auf ein Internat zu schicken! Meine Mom war zwar für den Umzug und brachte Dad auf die Idee von diesem Internat, weil es wohl ziemlich bekannt sein muss hier, aber er war es der sofort begeistert war, weil er mich dann endlich 'nicht mehr ertragen müsse', wie er immer sagte.
Wofür ich ihn eigentlich dankbar sein müsste, da er mich endlich aus meiner Hölle geholt hatte.
Ich wusste nicht was ich tun sollte als es immer und immer wieder an meiner Tür klopfte, es gab nur eine Option bei der ich mir sicher sein konnte, dass mir nichts passieren würde und die war nunmal Aiden, der mich grade übrigens mehr als verwirrt ansah, fast schon geschockt.
Doch was mich grade am meisten verwirrt, ist dass Aiden meinen Dad anscheinend kannte. Er nannte ihn Mr. E, so nennen ihn sonst nur seine Patienten.
"Hallo kleines. Tag Aiden."
Ich spürte an Aiden's Oberarm, den ich noch immer umklammerte, wie sich seine Muskeln anspannten. Er mochte ihn wohl genau so sehr wie ich.
"Was tun sie hier verdammt?! Und warum zum Teufel klopfen sie an Avery's Tür?!" Fauchte Aiden ihn an.
Mein Dad lachte amüsiert auf.
"Man darf doch wohl noch seine Tochter besuchen."
Aiden sah zu mir runter als ich seinen Arm losließ. "Ich habe mich also doch nicht verhört.." Murmelte er sich selbst zu.
"Was machst du hier? Und vor allem, woher kennst du Aiden?!"
Dad würdigte mich keines Blickes, bis jetzt. Seine Augen funkelten mich böse an, genau wie früher.
"Ein wunderbarer Zufall euch beide hier anzutreffen. Ich habe Aiden Jahre nicht gesehen und freue mich mal wieder mit ihm reden zu können!"
Er klang so nett, so falsch.
Ich sah zu Aiden und bemerkte erst jetzt wie nah wir uns waren, mir wurde sofort warm und ein kleines kribbeln zog sich durch meinen Magen.
Ich wusste langsam echt nicht mehr was mit mir los war, meine weiblichen Hormone gingen glaube ich mit mir durch. Nur weil er attraktiv war, einen unglaublich heißen Körper hatte, seine Augen wie die unendliche Tiefe des Meeres schienen oder wie sich bei Gefahr und Aufregung jeder Muskel in seinem Körper verspannte oder er mit seinen unzähligen Tattoos ein wahres Kunstwerk darstellte, bedeutete doch noch lange nicht, dass ich auf ihn stand!...
"Okay hört zu". Meinte Dad plötzlich als er wieder in meiner Türschwelle stand. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass er weggegangen war. "Ich wurde angerufen, ich muss zu einem wichtigen Termin, ich komme in circa vier Stunden wieder und dann möchte ich, dass wir was zu dritt unternehmen, kein wenn und aber!"
Er kam einen Schritt auf mich zu um mich zu umarmen, aber das ließ Aiden nicht zu und stellte sich beschützerisch vor mich. "Bis dann". Zischte er nur zwischen zusammengebissenen Zähnen, woraufhin Dad nach einem kurzen Nicken einfach verschwand.
Ich ging davon aus, dass Aiden jetzt auch gehen würde, was sollte er auch weiterhin hier...?
Doch zu meinem Erstaunen schloss er die Tür und drehte sich seufzend zu mir. "Ich denke wir müssen über einiges reden." Er klang nicht ernst oder bestimmend, eher sanft, schon fasst liebevoll.
Ich nickte nur und ging auf mein Bett zu um mich zu setzen, vergaß dabei aber blöderweise, dass meine Rippen total wehtaten, weshalb ich schmerzerfüllt das Gesicht verzog und leise aufstöhnte.
In nichtmal einer Sekunde lagen sofort große warme Hände an meiner Taille um meinen Körper grade zu halten und mich dann langsam auf der Matratze nieder zu lassen. "Alles okay?" Seine Nähe machte mich auf irgend eine Weise nervös. Unsere Gesichter waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, meine Atmung wurde unregelmäßig und mein Herz schlug schneller. Erst jetzt sah ich die Wunde an seinen Lippen.
„Was ist passiert?" Ich wollte sie sanft mit meinen Fingern berühren, doch er schaute weg, entfernte sich von mir und räusperte in seine Faust, um sich kurz darauf neben mir fallen zu lassen.
Ich sagte nichts weiter dazu. Noch nicht.
Wir waren uns erneut nah, jedoch störte es mich nicht. Ganz und gar nicht. Ich lag an der Wand, und er lehnte abgestützt auf seinem linken Ellenbogen direkt parallel zu mir.
"Mr. E ist also dein Dad..." Begann er. Ich nickte "Ja, leider."
Er sah mich jetzt eindringlich an, so dass ich seinem Blick nicht mehr entweichen konnte. "Du hast erwähnt, dass du ihn nicht magst, aber du hast mir nie erzählt warum."
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Only Yours, Honey
Fiksi RemajaIhre Eltern warnten sie vor den Gefahren die draußen auf sie lauerten, aber nie vor denen, mit blauen Augen und einem Herzschlag. Ich hoffe ihr habt Spaß beim lesen!<3 Best ranking: #1 In Jugendliteratur
