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Als wir in der Klinik angekommen und mich an der Rezeption angemeldet haben bringt mich eine Schwester auf mein Zimmer. Meine Eltern haben sich am Eingang schon verabschiedet, da sie noch einen Termin haben. Ich folge also der Schwester zu meinem Zimmer. Hier ist alles behindertengerecht, so dass ich mit dem Rollstuhl überall hin kann. Gerade kommen wir an meinem Zimmer an. Ich habe die Nummer 276. Die Schwester öffnet die Türe, lässt mich hinein, stellt meinen Koffer ins Zimmer und geht dann auch wieder. Ich schaue mich um. Alles ist aus Holz, wirklich alles. Direkt links vom Zimmereingang ist das Badezimmer mit Dusche, Toilette und Waschbecken. Wenn man gerade aus weiter geht kommt man in den größeren Raum. Auf der linken Seite steht das Bett und gegenüber eine kleine Couch und ein kleiner Fernseher. Vor dem Bett an der Wand steht noch eine große Kommode für meine Klamotten. Und direkt gegenüber der Zimmertüre ist noch eine Türe auf die kleine Terrasse auf welcher ein Tisch und ein Stuhl stehen. Ich fahre von der Terrasse ins Zimmer und hole meinen Koffer. Ich mache ihn auf und sofort sehe ich das kleine Geschenk von Joshua. Am liebsten würde ich es gleich öffnen aber ich denke an seine Worte und lege es in die unterste Schublade, ganz nach hinten. Danach räume ich noch den restlichen Koffer aus und setze mich dann ins Bett. Kaum sitze ich, klopft es an der Zimmertüre und herein kommen ein Mann und eine Frau. "Hallo Marie, ich bin Dr. Gruber und das ist Frau Dr. Müller. Ich bin für ihre Krankengymnastik zuständig und meine Kollegin für die Physiotherapie." Die beiden sagen mir noch die ganzen Zeiten, wann ich was habe und gehen dann auch wieder. Jetzt habe ich zum ersten Mal etwas Zeit allen zu schreiben, vor allem Josh.
I: Hey, bin jetzt gut in meinem Zimmer angekommen. (16:47)
J: Freut mich! Ich vermiss dich jetzt schon :( (16:48)
I: Ich dich auch :( (16:51)
J: Lust zu skypen? (16:55)
I: Klaro! (16:56)
Ich hole meinen Laptop, der auf dem Nachtkästchen liegt und fahre ihn hoch. Joshua ist schon online und so rufe ich ihn an. Wir reden und ich zeige ihm auch mein Zimmer. "Du Marie ich muss dann Schluss machen, weil jetzt dann noch ein paar von meiner Mannschaft vorbeikommen. So ne kleine Party." "Ja kein Ding. Aber trink nicht zu viel." "Niemals!" Dann verabschieden wir uns und legen auf. Ich surfe noch ein wenig im Internet und schaue YouTube bis dann auch schon mein Abendessen kommt, welches echt gut schmeckt. Danach lese ich noch ein bisschen, aber gegen 22 Uhr mache ich mich dann Bettfertig weil ich morgen schon um 7:30 Frühstück bekomme.

In der Früh werde ich um 7:00 von meinem Wecker geweckt und mache mich, noch etwas verschlafen auf den Weg ins Badezimmer. Dort wasche ich zuerst meine Haare und mache mich dann komplett fertig. Als ich wieder aus dem Bad komme, kommt gerade eine Schwester ins Zimmer wünscht mir einen Guten Morgen, gibt mir mein Frühstück und verschwindet dann auch wieder. Nachdem ich die beiden Semmeln, eine mit Marmelade und eine mit Nutella gegessen habe, checke ich noch mein Handy und muss sofort lächeln.

J: Hey meine kleine :* Die Jungs sind jetzt grad weg und ich geh jetzt ins Bett. Ich hatte auch nur 2 Bier also keine Sorge. Ich denke du bist schon im Bett aber ich wünsch dir trotzdem eine Gute Nacht und träum süß (von mir;) Vermiss dich :( (01:27)

I: Morgen Josh! :* Ich vermisse dich auch und ich weiß noch nicht wie ich diese restliche Zeit überstehen soll. Jetzt bin ich gerade mal den 2. Tag da :(). Naja ich hab jetzt dann meine erste Behandlung. Ich wünsch dir noch einen wunderschönen Tag! :* (8:03)

Unfall mit FolgenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt