Mama! Erzähl uns eine Geschichte!

122 10 6
                                    

POV Neo

,, Vor vielen, vielen Jahren gab es eure heutige Welt nicht. Oder andere Welten-", begann Astoria.

,, Moment. Welten? Was soll das heißen?", unterbrach Percy die Erzählung, worauf Sie lediglich lächelte.

,, Das, mein Lieber, erzähle ich dir nicht. Du wirst es irgendwann selbst herausfinden. Jedenfalls existierten zwei Welten. Meine Welt war ein Ort des Lichts, wo ich unbeschadet aufwuchs. Doch jedes Licht wirft Schatten. Die andere Welt war die Welt der Finsternis.
Dessen König begann bald, uns den Krieg zu eröffnen. Bis heute wissen wir nicht, was der Auslöser war. Mein Vater sah sich gezwungen, eine Armee aufzustellen, um die Finsteren zu vertreiben. Es gelang ihm. Jedoch... war sein Herz voller Angst. Er befürchtete einen erneuten Angriff und wollte Feuer mit Feuer bekämpfen. Er griff die Finstere Welt an, und zerschlug einen Großteil der Armee. Aber auch viele Unschuldige verloren ihr Leben. Alles wegen eines Krieges, von dem keiner wusste, weshalb er ausbrach.

Die Angriffe von beiden Seiten hielten an. Es dauerte Jahrzehnte. Jahrhunderte."

Während Astoria sprach, erschienen in meinen Gedanken Bilder. Eine Stadt, die im Golden Licht strahlte, wurde von Monster geplündert. Ein anderes Szenario zeigte einen Engel, wie er einer Frau den Speer in den Rücken rammte. Dann war ich auf einem Schlachtfeld. Um mir herum gab es ein Gemetzel. Man konnte nicht erkennen, wer gegen wem kämpfte.

,, Die Kämpfe brachten jedem der Seiten große Verluste. Niemand wusste, wann das Ende kommen würde. Jedoch-."

Ich war auf einmal in einem Wald. Vor mir lief Astoria.
Sie rannte.
Zunächst wusste ich nicht wieso, doch dann sah ich die Monster, die sie verfolgten. Alle bis auf die Zähne bewaffnet. Meine Mutter rannte, doch ihre Verfolger waren ihr dicht auf den Fersen.
Sie erreichte eine Lichtung und stoppte kurz, rannte dann aber weiter. Mein Körper spannte sich an. So auf offenem Gelände war sie ein leichtes Ziel! Einer der Dämonen spannte seinen Bogen. Ich wollte helfen, doch ich konnte mich nicht bewegen.

,, Ja. Ich dachte auch, dass mein letztes Stündlein geschlagen hätte. Doch zum Glück tauchte er auf."

Er?

Aus den Unterholz tauchte plötzlich eine Gestalt im langen schwarzen Mantel auf. Mit gezielten Schwerthieben hatte er die Verfolger besiegt. Er ging nun gemächlich zu Astoria und reichte er ihr die Hand.

,, Mephisto. Der Prinz der Finsternis. Dein Vater", erklärte-

WAS?! Das ist mein Vater?! Wurde mir nicht gerade erklärt, dass beide Völker verfeindet waren?!

,, Wir gelobten uns ewige Treue und zeugten bald ein Kind. Astral."

Die Szene wechselte. Ich sah Astoria mit einem Kind in den Armen. Und... Dieses Baby sah mir verdammt ähnlich. Es lächelte und brabbelte irgendwas vor sich hin. Mephisto stand neben seiner Frau und streichelte den Kopf seines Sohnes.

,, Wir hätten eine glückliche Familie werden können. Doch... Unsere Völker waren immer noch verfeindet."

Die Szene wechselte erneut. Ich sah Mephisto in voller Rüstung und dem Schwert in der Hand. Vor ihm ein Riese aus Licht, der eine große Hellebarde in der rechten hielt. Ich ahnte Schreckliches.

,, Als mein Vater davon erfuhr, wurde er rasend vor Wut und wollte meinen Gatten töten. Dieser versuchte, den Kampf zu umgehen. Vergeblich. Ein Kampf entbrannte zwischen den Beiden, doch mein Vater war einfach zu mächtig."

Beim nächsten Bild zog sich mein Herz zusammen: Mephisto, mein Vater, lag schwer atmend und verwundet am Boden. Langsam streckte er seine Hand aus, lächelte ein letztes Mal, bevor er sich in Luft auflöste.

,, Mit seiner letzten Kraft erschuf er ein Schutzschild, der mich und Astral schützen sollte.

In den darauf folgenden Jahren trainierte ich ihn. Er wurde mächtig. Mächtiger, als alles was ich bis dahin gesehen hatte. Als die Zeit reif war,  beschloss er den ewigen Konflikt zu beenden."

Die nächste Szene jagte mir einen kalten Schauer über den Rücken. Ich sah mich mit erhobenen Schwert in der Luft. Links der Riese aus Licht mit seiner goldenen Hellebarde und rechts ein Koloss aus purer Dunkelheit. Wie sollte er denn beide gleichzeitig besiegen?!

,, Astral war mächtiger, als seine Großväter. Er siegte über beiden. Er wollte, dass sie niemals wieder Unheil anrichteten. Mit all seiner Macht vereinigte er Licht und Finsternis. Bei dieser Reaktion wurde eine gewaltige Kraft freigesetzt, deren Kraft niemand in Worte fassen kann.
Durch diese entstanden alle Welten. Aber der Sieg hatte meinem Sohn zu viel abverlangt.
Er starb jedoch nicht. Seine Seele wanderte hoch in den Himmel und blieb dort oben als Licht in der Dunkelheit.
Astral wurde der erste Stern. Und Wann immer die Welt einen Retter bräuchte, so würde er wiederbelebt werden. Und wir, als das älteste Geschlecht sahen, dass unsere Zeit abgelaufen war.
Wir hatten zu viele Schlimmes gesehen.
Zu viel Schreckliches zugelassen.
Zu viel Grausames praktiziert.
Wir wollten den neuen Welten ein Geschenk machen. Wir gaben all unsere Macht auf und schickten sie in alle Himmelsrichtungen. Sie sollten den Welten helfen, zu neuen Leben zu finden. Alles, was noch von unserer Existenz zeugt, sind die Sterne. Sie stehen hoch oben am Himmelszelt und erinnern, dass es immer Hoffnung gibt. Denn das war Astral. Er brachte uns Hoffnung.

So Märchenstunde zu Ende. Hoffe es hat euch gefallen.

Ära des Astralen ( Percy Jackson FF) [ABGEBROCHEN]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt