Kapitel 9 - Alte Freunde

1.9K 79 33
                                        


Endlich geht es mir gesundheitlich wieder besser. Ich kann wieder zur Uni. Freudestrahlend springe ich aus dem Bett und mache mich für meinen Unterricht fertig. Ich ziehe mir eine hellblaue Jeans mit Löchern drin und ein weißes Shirt. Über mein Shirt ziehe ich mir eine cremefarbene Strickjacke an. Ich binde meine Haare zu einem Zopf, schminke mich leicht. Einen letzten Blick in den Spiegel. Perfekt!

Ich gehe zur Tür und schnappe mir unterwegs meine Tasche. Ich hüpfe quasi in die Küche und springe auf den Stuhl. Meine Eltern und mein Bruder starren mich verwirrt an. „Wieso bist du so gut gelaunt am frühen Morgen?", möchte mein Bruder wissen und hängt fast noch am Tisch vor Müdigkeit.

Ich grinse ihn an. „Weil es mir gut geht und ich wieder zur Uni gehen kann", antworte ich ihm und will mir ein Stück Speck nähmen, doch meine Mutter schnappt sich den Teller schnell weg. Ich sehe sie an. „Du darfst es nicht essen. Es hat zu viel Fett mein Küken. Nimm dir lieber die Teigtaschen. Die sind mit Gemüse gefüllt", meint sie zu mir.

Ich ziehe eine Schnutte. „Lass das. Du musst auf deine Ernährung achten. Du weißt ganz genau was der Arzt gesagt hat", tadelt sie mich. „Aber er hat auch gesagt, ich soll etwas Gewicht zu nähmen und wenn ich nur Gesunde Sachen esse, dann nehme ich nicht zu", beschwere ich mich.

Meine Mutter kneift die Augen zu kleinen Schlitzen zusammen. „Ich weiß was er gesagt hat, aber fettige Sachen sind nicht gut. Jetzt iss einfach das andere und nehme deine Tabletten." „Ne", sage ich und gebe einfach nach. Ich würde eh gegen sie nicht gewinnen und bevor sie den Kühlschrank absperrt, ertrage ich es lieber.

Mein Vater schaut auf die Uhr. „Oh ich muss schon los, sonst komme ich noch zu spät", stellt er fest und steht auf. Er stopft sich noch ein Stück Speck in den Mund und schnappt sich seine Tasche. Er geht zu uns und gibt meiner Mutter und mir einen Kuss auf die Stirn. „Bis dann meine schöne Familie", ruft er und verlässt die Wohnung.

„Viel Spaß Appa", rufe ich ihm noch zu und esse weiter. Nach dem Frühstück bringt meine Mutter, Minho und mich zur Schule. Eher gesagt meinen Bruder zur Schule und mich zum College.

Ich verabschiede mich von ihr. „Hast du deine Tabletten mit genommen?", hackt meine Mutter nach. Ich nicke. „Ja habe ich. Bis dann Eomma", antworte ich ihr und mache mich auf dem Weg zum Kurs. Ich habe heute Theater mit Miss Wong. Sie ist meine Lieblingslehrerin geworden.

Ich setzte mich auf meinen üblichen Platz. „Rena!", ruft eine bekannte Stimme und rennt auf mich zu. Taehyung umarmt mich ganz stürmisch. „Du bist wieder da! Ich hab dich so sehr vermisst", fährt er fort und drückt mich noch mal. „Ich dich auch TaeTae", sage ich. „Jetzt lass sie los oder du zerdrückst sie noch", äußert sich Jin und lächelt mich an. Taehyung löst sich von mir und wir sehen uns lächelnd an.

„Und wie geht es dir? Hast du deine Grippe gut überstanden?", möchte Jin wissen. Ich nicke. „Ja mir geht es wieder gut", antworte ich und lüge. Ich hatte keine Grippe. Mir ging es so wie immer aus Gesundheitlichen Gründen nicht so gut und dann hatte ich noch einige Arzttermine. Meine Behandlung hat angefangen und das Resultat dieser Behandlung ist, das es mir verdammt dreckig ging. Schlimmer als sonst.

„Das ist ja schön, also brauchen wir keine Angst haben das du uns hier noch ansteckst", äußert sich Taehyung. Ich muss sofort grinsen. „Wieso hast du diesen Gesichtsausdruck? Du machst mir angst", will er wissen. Ich huste ihn mit Absicht ins Gesicht. „Oh TaeTae. Mir geht es doch nicht so gut", und huste ihn noch mal an. Jin fängt an zu lachen.

Miss Wong kommt in den Raum. „Ruhe meine Lieben. Seit ruhig, Ich möchte euch einen neuen Studenten vorstellen. Er ist von Ulsan nach Seoul umgezogen. Seit bitte nett zu ihm", ruft sie in die Klasse und sofort wird es ganz still.

Remember me (BTS  Min Suga FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt