Uns trennten nur noch wenige Millimeter und ich konnte bereits seinen warmen Atem auf meiner Haut spüren, was mir eine leichte Gänsehaut bereitet. Doch bevor sich unsere Lippen verbinden konnten, ertönte ein “Mark ich bin zu Hause“ was uns auseinander fahren lässt. Derjenige der nachhause gekommen war, war mein Vater. Schnell setzte sich Jackson nach hinten an die Wand und schnappte sich seinen Kontroller. Auch ich versucht mich schnell wieder zu fassen und versuchte so normal wie möglich zu wirken. Doch das war echt schwer. Mein Herz klopfte noch wie verrückt und ich hatte angst, dass es mein Vater hören würde. Ich hörte die schweren Schritte meines Vaters die immer näher kamen. “Mark deine Mutter kommt heute später und-“ er brach mitten im Satz ab als er Jackson sah. “Und wer bist du?“ “Mein Name ist Jackson Wang. Ich bin Marks bester Freund“ stellte sich Jackson vor und mein Vater sah ihn skeptisch an. “Mark du musst noch einkaufen gehen, also verabschiede dich von Jackson“ sagte mein Vater und sah uns beide nochmal mit einem prüfenden Blick an, ehe er verschwand. Erleichtert atmete ich aus und ließ mein Kopf aufs Bett fallen. “Das war knapp“ murmelte ich und Jackson stimmte mir zu. “Aber irgendwann musst du mit deinem Vater darüber reden. Spätestens wenn du dich in einen Jungen verliebst und ihn mit nach Hause bringen möchtest“ “Du hast ja recht...aber das ist bei dem Sturkopf nicht einfach..“ seufzte ich und Jackson legte eine Hand auf meine Schulter und lächelte mich aufmunternd an. “Das wird schon“.
Als ich mich schnell umgezogen hatte, gingen Jackson und ich zur Tür und zogen unsere Schuhe an. “Hier sind 20€ und dein Einkaufszettel. Das müsste reichen. Und beeil dich“ ich nickte ihm zu und sofort gingen Jackson und ich raus. Draußen angekommen wollte ich mich von ihm verabschieden, aber er bestand darauf mit mir einkaufen zu gehen. Da ich keine Lust hatte alleine zu gehen, war ich einverstanden. So machten wir uns auf den Weg zum Supermarkt. Auf dem Weg dahin redeten wir nicht viel. Irgendwie wusste ich auch nicht so recht was ich sagen sollte. Am liebsten hätte ich ihn auf die Situation von vorhin angesprochen, aber die Angst davor, dass er es nicht ernst meinte und das es aus der Situation einfach entstanden ist, hielt mich davon ab. Nachdem wir stillschweigend den Laden erreicht hatten, suchten wir auch schon die gewünschten Sachen. Diese waren dank Jackson auch schnell gefunden, da er ja hier arbeitete und wusste wo was stand. Als dann auch alles bezahlt war, packten wir alles in eine Tüte und gingen wieder. “Ich lauf dann von hier aus nach Hause. Meine Mutter fragt sich bestimmt auch schon wo ich bleibe. Ach und bevor ich es vergesse Mark. Hast du vielleicht Lust mit mir und den Jungs was trinken zu gehen nächste Woche? Ein paar aus der Gruppe die etwas weiter weg wohnen kommen auch“ “Klar wieso nicht. Ist bestimmt schön die anderen auch mal kennen zu lernen“ “Super! Ich sag dir dann noch in den nächsten Tagen genaueres. Bis dann“ sagte Jackson, zog mich kurz in eine Umarmung und lief dann los. Ich sah ihm noch so lange hinterher bis er verschwunden war.
Plötzlich legte sich eine Hand auf meine Schulter und ließ mich zusammenfahren. “Hiiii Mark“ “Verdammt Luhan erschreck mich doch nicht so!“ schnauzte ich ihn an und verschrenkte meine Arme vor der Brust. “Ich kann doch nichts dafür das du so schreckhaft bist. Aber sag mal, wem hast du den da so hinterher gestarrt?“ schlagartig wurde ich rot und wäre am liebsten im Boden versunken. Bitte rettet mich! “Ist da jemand verliebt~?“ grinste er mich breit an und mein Rot nahm einen tieferen Ton an. “Nawwwww Markiiii ist verliebt“ rief Luhan freudig und strubbelte mir durch die Harre. “Nein!“ “Lüg dir doch nichts vor. Also was genau läuft zwischen euch“ “Ich weiß es nicht..“ seufzte ich. “Wir haben uns zwar fast wieder geküsst, aber ich weiß nicht ob er es ernst meinte oder weil es sich einfach so ergeben hat...“ “Mach dir nicht so viele Gedanken. Warte einfach noch etwas ab und guck wie es sich weiter entwickelt“ “Du hast recht Luhan“
“Ich bin wieder da“ rief ich meinen Eltern zu, als ich wieder daheim war. Ich brachte das eingekaufte in die Küche und half noch etwas beim kochen. Da das meiste aber schon erledigt war, waren wir auch schnell fertig und konnten essen. Wie üblich hab ich kaum Hunger, aber da meine Mutter ein Auge auf mich und meine Essgewohnheit geworfen hatte, aß ich fast alles auf, damit sie sich keine Gedanken machte. Nach dem Essen half ich noch schnell abräumen und verzog mich danach in mein Zimmer. Dort ließ ich mich sofort in mein Bett fallen, aber schlaf werde ich wahrscheinlich die ganze Nacht keinen finden, denn mit meinen Gedanken war ich nur noch bei meinen Gefühlen und Jackson. Wieso musste ich mich auch in ihn verlieben?
Völlig übermüdet schaltete ich meinen Wecker aus. Ich hab wie schon erwartet die Nacht kein Auge zu getan. Nicht nur wegen Jackson, sondern auch wegen Kai. Die Angst davor auf ihn zu treffen ließ mir keine Ruhe. Fertig und kaputt schleifte ich mich ins Bad. Nachdem ich das nötigste erledigt hatte, zog ich mich an und machte mir dann unten in der Küche einen Kaffee. Meine Eltern waren anscheinend schon beide an der Arbeit, denn ich fand nur einen kleinen Zettel von meiner Mutter wo drauf stand, dass sie mir einen schönen Tag wünscht und das Essen im Kühlschrank steht.
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“Tuan jetzt bist du fällig!“ brüllte mir Kai hinterher und kam mir immer näher. Scheiße scheiße scheiße! Wieso musste er mich auch bemerken?! Beinah hätte ich es geschafft die Schule zu verlassen ohne das er mich bemerkte. Doch das Leben meinte es echt nicht gut mit mir. Ich versuchte noch schneller zu rennen, aber ich konnte einfach nicht mehr. Dadurch das ich die Nacht nicht geschlafen habe und auch noch nichts gegessen habe, fehlt mir jegliche Kraft. Plötzlich schnappte sich Kai meinen Arm, ich stolperte und fiel hin. Und der erste Schlag ließ nicht lange auf sich warten. Immer wieder boxte er ins Gesicht und seine Freunde, die mittlerweile dazu gekommen sind, machten natürlich mit. Es gab keine Stelle die sie nicht traten oder schlugen.
Nach gefühlten Stunden ließen sie endlich lachend von mir ab. “Das hat der Pisser verdient!“ “Ja was legt der sich überhaupt mit uns an?! War wiedermal Zeit, dass wir ihm gezeigt haben, dass er gefälligst Respekt vor uns haben sollte!“ “Genau! Soll der doch verrecken! Vermissen und brachen tut den eh keiner!“ sie brachen im Lachen aus und verschwanden dann endlich. Der letzte Satz traf mich mehr und härter als ihre Fäuste. Ich rappelte mich auf und versuchte die Tränen weg zu wischen, die mir über mein Gesicht liefen. Schließlich gab ich es auf und ließ ihnen freien lauf.
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Ich war wütend und traurig. Wieso passierte das mir? Wieso konnte jetzt Jackson mich nicht einfach in den Arm nehmen? Oder Luhan? Wieso war ich jetzt alleine?
....“Mark?!“
_________________ Ich hoffe es hat euch gefallen ^^ eine Frage ist es okay wenn ich im nächsten Kapitel mal was neues ausprobiere? Ich würde nämlich gerne mal versuchen aus der Erzählerperspektive zu schreiben :3