Legolas
"Hilfe!", schrie ich lauthals.
Niemand reagierte, ich lief in die Burg.
"Wir brauchen Hilfe! Sofort!", schrie ich. Tränen rannen wie Wasserfälle über mein Gesicht. Ich legte Anaria sanft auf einen Tisch.
"Es kommt gleich Hilfe. Ich verspreche es dir!", flüsterte ich ihr zu.
Gimli trat in den Raum, entgeistert betrachtete er mich. "Was ist los, Herr Elb?", fragte er verwirrt. Seine Augen schweiften weg von mir, zu Anaria. Er ließ seine Axt fallen und lief zu ihr.
„Anaria! Wie ... Du hast mir so einen Schrecken einge-" Gimli sah sie genauer an. Er schien die Welt nicht mehr zu begreifen. "Tot und ... und wieder tot? Wie kann das sein?" Tränenüberströmt fauchte ich ihn an: "Hol Hilfe! Wir brauchen Athelas! Hol es! Sofort!" Gimli schlug sich auf die Beine: "Bei Durin, was ist das?" "Königskraut", erklärte ich. Gimli rannte los.
Inzwischen waren ein paar, jedoch wenige, Frauen eingetroffen. "Ich brauche Hilfe! Meine Gefährtin liegt im Sterben, sie braucht Königskraut."
Die Frauen schüttelten die Köpfe. "Hier wächst keines", meinte eine. Es musste welches geben! Ich konnte Anaria nicht noch einmal dem Tod überlassen. Es war meine Aufgabe sie zu beschützen, denn sie würde kein zweites Mal aus dem Schatten zurückkehren.
Gimli stürzte herein: "Der König hat mir bestätigt, dass es kein Königskraut in diesen Landen gibt." Still verzog er sich in eine Ecke, wandte seinen Blick ab und schluchzte."Legolas, le suilon!" (Legolas, ich grüße Euch!), rief eine mir bekannte Stimme. Nein, um der Valar Willen, nicht er! Langsam drehte ich mich um und schirmte Anaria so gut es ging ab.
"Grayjan, glass enni." (Grayjan, es ist mir eine Freude.), meinte ich gelangweilt.
"Ich kann sie sehen, so sehr du sie auch verstecken möchtest, sie ist ebenso ein Teil meines Lebens, wie eines deines Lebens. Lass mich ihr helfen!" Seine Hände wedelten aufgeregt umher. Schänder seiner Art!
"Hast du etwa Athelas? Wir können ihr wohl nicht helfen! Das ist keine gewöhnliche Wunde, sonst würde sie jetzt nicht so hier liegen: Das war ein Morgulpfeil! Eca, a mitta lambelya cendelesse orcova!" (Geh und küss einen Ork!)
Grayjan trat vor und zeigte auf mich: "Áva quete! (Sprich nicht!) Du sagst sie ja tot! Und jawohl, wir Elben haben auch Heilkräuter mitgeführt! Ich kann sie heilen!", meinte er arrogant.
"Gebe es mir! Ich werde sie heilen!", sagte ich äußerst höflich.
"Es ist mein Kraut, also werde ich sie heilen!", schrie er.
"Wen ihr euch so lange weiter streiten möchtet, könnt ihr ein totes Mädchen heilen! Lindert ihre Schmerzen!", wandt der Zwerg ein.
Ich ging direkt auf Grayjan zu und nahm ihm das Athelas aus der Hand. Er schlug nach mir, doch ich wich dem Schlag aus.
Vor Anaria stehend, flüsterte ich:
"Ich mache dich wieder gesund. Nai naicelya autuva." (Möge dein Schmerz vergehen.)
Natürlich war ich kein elbischer Heiler, doch meine Cousine, Nén, hat einst, nicht viele Tage vor der großen Schlacht am Erebor, ihren heutigen, na ja, ... Liebhaber Kili geheilt. Ich zupfte die Heilkräuter zurecht und legte sie auf Anarias Oberschenkel.
"Á tule ninna! Malya manyasse. Antanyel melmenya! Nai naicelya autuva!" (Komm zu mir! Deine Hand in meiner Hand. Ich gebe dir meine Liebe! Möge dein Schmerz vergehen.)
Ich presste das Athelas auf ihre Wunde, sie regte sich und quetschte die Zähne schmerzverzehrt zusammen. Die Heilkräuter zerfledderten auf ihrer blutigen Haut und ich spürte Anarias Lebensatem, wie er in sie zurückkehrte und ihr wieder Stärke und Wille gab.
Grayjan eilte herbei: "Anaria! Wie froh bin ich, dass du wieder unter uns weilst!" Ich wirbelte über den Tisch und packte Grayjan am Kragen seines Hemdes, das er unter seiner Rüstung trug.
"Sie ist eben dem Tod entronnen und du fängst an ihren Geist zu verwirren, nur damit du deinen Willen bekommst!", zischte ich gegen sein Ohr. "Ich würde sie gehen lassen, wenn sie danach verlangen würde, doch du hältst an ihr fest, wie an einer liebgewonnenen Rüstung. Lass deine Finger von ihr, solange sie es will und wenn es für immer ist, dann respektiere das. Auch in dir fließt mehr als genug Elbenblut, um einer Elbin ihre Freiheit zu gewähren!"
Als ich von ihm abließ, schlug er in mein Gesicht. Er schien beeindruckt, gar ungläubig und ängstlich, da ich mich nicht gerührt hatte.
"Ist es das was du willst? Mir ins Gesicht schlagen?! Tu was du nicht lassen kannst!", bereitwillig hielt ich ihm mein Antlitz hin. "Worauf wartest du?"
"Du fühlst dich allem gänzlich überlegen, Waldelb. Doch dein Kaninchenbau, in dem du lebst, den ihr "Waldlandreich" nennt, hat dich krank gemacht. Du bist ein ekelhafter, alter Elb, der sich an einer jüngeren Frau zu schaffen macht und sie sein Eigen nennt. Legolas, Sohn von Thranduil, Prinz der Waldlandelben, ist nichts mehr als ein arroganter, besitzergreifender, sich selbst überschätzender Elb, wie es die meisten aus dem Düsterwald sind."
Ich lächelte. "Jetzt wissen wir beide wenigstens, was wir voneinander denken. Sei so gut, Grayjan, lass mich und Anaria in den nächsten Stunden in Ruhe. Wir lieben uns, gegenseitig, und ich habe meine Liebe für tot gehalten. Gönn uns die Zeit! Sobald sie dich zu sehen verlangt, werde ich dich benachrichtigen."
Der Elb kam näher an mich heran und setzte an weiter zu reden, als sich hinter uns etwas regte."Lebe ich noch?", fragte Anaria krächtzend, beinahe sich selbst bemitleiden. Ich lächelte.
Gimli kam jauchzend und lachend angesprungen: "Jaaaa! Der Elbenherr hat dich geheilt!"
"Achso." Anaria gähnte müde. Geschockt und irgendwie beunruhigt schaute ich auf sie hinab. Kein danke? Wer weiß, vielleicht hatten die Kräuter eine drogenartige Wirkung auf sie.Ich ging zu ihr und legte ihre Hand in meine. Sie blieb immer noch mit geschlossenen Lidern und dem gleichen, gelangweilten Gesichtsausdruck liegen.
"Geht es dir gut?", fragte ich zaghaft.
"Wunderbar. Ich bin zweimal gestorben und lebe immer noch. Wo ist das Bier, wo ist der Rum? Lasst uns feiern!", sagte sie, in einem Ton, der mir vorkam, als hätte sie etwas getrunken, so wie ein ... wie ein ... Mensch.
Sie schwang sich hoch und blickte sich um.
"Wäre es nicht besser ... Lege dich hin, Anaria!" Ich nahm ihren Körper hoch in meine Arme und trug sie weg vom Trubel.
"Wenn du deine eigene Feier haben möchtest, na gut, na gut! Ich wusste ja nicht, dass du auf einmal so ein Bedürfnis hast ... na ja, du hast der Sache ...", meinte sie.
"Keine Angst, Anaria. Ich möchte dich nicht ausziehen und mit dir schlafen. Das einzige, was ich will ist deine Wunde zu versorgen und dir beim Schlafen zuzuschauen."
Sie zuckte mit den Schultern: "Gut, dann nicht. Ich weiß ja, dass sexuelles Verlangen den meisten Elben nach der Zeugung von Kindern verloren geht, aber bei den meisten existiert diese vorherige Verlangen ja gar nicht. Sehr schade, dass du offenbar einer der bist, bei denen es erst gar nicht existiert."
"Sei nicht besorgt Anaria, mein sexuelles Verlangen existiert."
Ich lächelte sie an und legte sie auf ein Bett in dieser Höhle, die sie Helms Klamm nannten.
Zufrieden schaute ich Anaria dabei zu, wie sie schnarchte.
Helllooo!
Na Freunde??? Ich hoffe bei euch ist alles wunderbar. Eigentlich wollte ich das Kapitel schon solange hochladen und hatte es immer fast fertig und heute habe ich es fertig gemacht. Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr könnt ja mal eure Meinung zum Bitchfight von Leggy und Grayjan abgeben. Ich sage nur: Seid keine Schwarzleser(👅)!
Und übrigens für alle Harry Potter-fand unter euch, hm, na ja eher Draco-Fans gibt es eine neue FF!!!
Jaaaaa! Es lohnt sich hineinzuschauen auch für alle Menschen, die Draco nicht mögen oder gar nicht erst kennen. Sie heißt
My father won't hear about this
Also guckt einfach rein, dann beendet ich meine Dauerwerbesendung jetzt.
Ihr bekommt auch eine Umarmung von Leggy.LG
Amelie😘
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Home is behind the world ahead
FanfictionWidersacher und Anderlinge. Als diese werden die Dracaster-Elben in ganz Mittelerde verurteilt. So denkt auch Legolas. Nachdem er den Düsterwald nach der Schlacht der fünf Heere verlassen hat, streift er jahrelang durch die endlosen Länder von Mensc...