Hallo :)
Ja, ich habs auch endlich mal wieder geschafft, an einer Geschichte weiter zu schreiben und wie jetzt hochzuladen.
Der externe Link an der Seite führt euch zu meiner Hompage, genauer zu einer Unterseite davon, die ein paar nützliche Zusatzinformationen über Winters Welt enthält...
Lasst mich wissen, was ihr davon haltet.
Lg LaMoRi
__________________
[Kapitel 4]
Sobald sein Blut meine Zunge berührte und ich ihn schmecken konnte, war es, als ob ein Blitz in mich fahren würde. Meine Wolfsaugen weiteten sich und meine Sicht verschärfte sich. So entging mir nicht, wie sich die Augen des Hexers vor mir minimal weiteten, ehe er einen harschen Befehl zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor knurrte.
Die Stimmen meiner Ventonen verklangen, Angst überkam mich, ich war so lange nie alleine gewesen, zumindest nicht ohne meine Ventonen. Wimmernd rief ich nach ihnen, ohne eine Antwort zu erhalten. Plötzlich wurde mir ganz heiß, obwohl mein Körper vor Kälte zu schütteln begann und ich verlor die Orientierung, wo oben und unten war. Die Welt verschwamm vor meinen Augen und ich verlor langsam das Bewusstsein.
Wirklich zur Besinnung kam ich nie, nur Schmerz und Schreie, die ich irgendwann als meine eigenen ausmachen konnte, standen mir in der Dunkelheit bei. Wie viel Zeit verging, ich wusste es nicht zu sagen.
Alles was ich bisher durchgestanden hatte, war nichts im Vergleich, mit diesen Schmerzen: Sie benutzten Magie um mich zu verletzten. Und Tag zu Tag wurde ich mir der Magie um mich herum bewusster. Ich spürte sie, schmeckte sie und ich begann zu verstehen. Ich konnte sie einteilen, einzelne „Geschmäcker“ heraus lesen und verstand, wie sie sich bewegte.
Aber was nutzte mir das alles? Meine Ventonen waren fort und mit ihnen meine Kraftreserven. Jetzt war ich kaum mehr als ein einfacher Mensch, der die Tortur der Ranoff Hexer nicht lange durchzustehen vermochte. Dunkelheit und dumpf pulsierende Schmerzen waren gut, es hieß ich war alleine. Auch wenn alleine sein mir schmerzlich bewusst machte, dass sie fort waren. Ich begann zu hoffen, dass es bald vorbei war.
Blut rann mir gerade wieder übers Gesicht. Hexer standen da, Magie pulsierte um sie herum, verformte sich, ehe sie peitschengleich auf mich niedersauste. Licht biss in meinen Augen, sie hatten sich an die ständige Dunkelheit gewöhnt.
Ich heulte auf, rollte mich zusammen, schütze meinen Kopf und drehte ihnen den Rücken zu. Plötzlich verdichtete sich die Magie, Macht erfüllte jede Ritze meiner Zelle. Sofort erkannte ich ihn, auch wenn unser letztes Treffen eine Weile zurück lag, er war niemals hier herunter gekommen. Ich sah auf und blickte ihn grimmig an. Woher diese plötzlichen Kraftreserven kamen, wusste ich nicht, aber auf einmal war ich nicht mehr leer, sondern von Hass erfüllt.
„Raus!“, befahl er knapp, seine Augen fest auf mich gerichtet, „sie greifen das Harlott-Anwesen an. Seht zu, wo ihr gebraucht werdet!“
Ein Lächeln glitt über mein Gesicht, Ricarda hatte es geschafft, sie war entkommen und hatte Bericht erstattet.
„Lasst sie und uns umbringen, Graham“, knurrte einer der Hexer, seine Fäuste geballt, alles an ihm schrie Aggressivität aus, „Dieses Miststück hat bestimmt etwas damit zu tun!“
„Ich sagte geht!“, knurrte Graham und warf ihm einen Blick zu. Wütend starrte der Mann mich an, während die anderen sich aus der Zelle drängten. Ich bedachte ihn mit einem eisigen Lächeln und dann, ganz langsam wie ich es früher oft in meiner Wolfsform getan hatte, wenn Candis beinahe die Kontrolle hatte, entblößte ich meine Zähne, indem ich langsam meine Oberlippe hochzog.

DU LIEST GERADE
Machtschimmer
FantasyMein Name ist Winter Barksley, ich bin eine Arventone. Wir sind als Fantasiefiguren der spannendsten Roman bekannt, als Gestaltwandler. Werwölfe haben ihre Berühmtheit der traurigen Tatsache zuschulden, dass sie sich kaum unter Kontrolle haben. Die...