Menschen über Menschen.
So kurz vor dem neuen Schuljahr schien sich gefühlt die halbe Zaubererschaft hier zu versammeln.
Viele liefen mit ihrem Pergamentstück umher und studierten dessen Inhalt genau, um möglichst nichts zu vergessen. Auch Hermine war eine von ihnen, denn vor wenigen Tagen hatte auch ihre alljährliche Hogwartseinladung endlich den Weg zu ihr gefunden.
Da ihre Eltern arbeiten mussten und die Weasleys nicht auf ihr Schreiben geantwortet hatten, war die junge Hexe allein in die Winkelgasse gegangen.
Als Hermine gerade in ein Café gehen wollte, da sie zuvor die Worte von Mrs Weasly im Kopf gehabt hatte, welche fragte, ob jemand Hunger habe und Ron begeistert zugestimmt hatte, was sie wie immer alle zum Lachen gebracht hätte, stieß sie in Gedanken versunken gegen einen Körper.
Hermine konnte gerade noch so das Gleichgewicht halten, um nicht nach hinten auf die Straße zufallen. Als Unterstützung legte die Person einen Arm auf ihren Rücken und erzeugte so einen Widerstand.
Vor Schreck musste die Hexe erst einmal kurz durchatmen, um dem Helfer schließlich ein erleichtertes Danke auszusprechen.
»Du solltest trotzdem nächstes Mal besser deine Augen aufmachen,
bevor du gegen so einen Prachtkörper läufst«, erwiderte die Person ihr machomäßig.
Hermine war diese Stimme nur zu gut bekannt.
Malfloy.
»Tja, dann solltest du mich wohl besser das nächste Mal fallen lassen, anstatt deinen Prachtkörper mit meiner Muggelanwesenheit zu beschmutzen«, schnaubte Hermine verächtlich, verdrehte die Augen und ließ Malfoy wie einen nassen Hund stehen.
Dieser sah ihr mit einer hochgezogenen Augenbraue nach. Er hätte nicht gedacht, dass die kleine Streberin so viel Biss haben konnte.
Erst beim rasanten Davongehen viel Hermine auf, dass es so absolut nicht Malfoys typische Art gewesen war.
Kein Beleidigen, kein angewiderter Blick, lediglich seine machomäßige Art.
Außerdem hätte er sie normalerweise fallen gelassen und sich dann schließlich über die ganze Situation prächtig amüsiert.
Mit einem Kopfschütteln versuchte die Hexe diese bizarre Situation aus ihrem Kopf zu verbannen.
Malfoy wollte sie garantiert nicht in ihrem Kopf haben. Schon allein die Vorstellung an ihn, ekelte sie an. Er war nunmal ein Kotzbrocken.
___
Wenige Tage später fand Hermine sich im Hogwartsexpress wieder. In diesem sie war auf der Suche nach dem Abteil mit ihren Freunden.
Nach wenigen Minuten hatte die Hexe die beiden Weasleys und Harry endlich gefunden und setzte sich schließlich zu ihnen. Dann folgte das gleiche Prozedere wie in jedem Jahr.
Zuerst freuten sie sich über das Wiedersehen, dann wurde über die Ferien und Neuigkeiten geredet und letztendlich war die Zeit wie im Fluge vergangen und das Quartett fand sich in den Kutschen in Richtung Hogwarts wieder.
Als Hermine die Treppe hinauf stieg und Hogwartspforten erblickte konnte, begann ihr Herz schneller zu schlagen.
Hogwarts war Zuhause.
Hogwarts war Familie.
Hogwarts war Verbundenheit.
Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, da sie sich sehr nach diesem Ort gesehnt hatte.
Nachdem schließlich alle Schüler an ihren Haustischen platz genommen hatten, begann die alljährliche feierliche Willkommenszeremonie mit der involvierten Verteilung der Erstklässler, bei der Gryffindor einige neue Mitglieder bekam, Dumbledores Rede und dem riesigen Festessen.
Zu diesem Zeitpunkt spielten sich an zwei der Haustische unabhängig von einander, aber dennoch irgendwie zusammenhängend, zwei Gespräche statt.
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Verbotene Liebe
FanfictionEin Malfoy. Stolz, arrogant und kaltherzig. Eine Granger. Treu, intelligent und warmherzig. Zwei Menschen die sich Jahre lang nur verachtet, beschimpft und alles getan haben um dem Anderen aus dem Weg zu gehen. Doch was wenn, die Liebe stärker ist...
