f o r t y s e v e n

235 8 2
                                        

  "Was zur Hölle machen sie hier?", fuhr ich Namjoon an, als ich ihn um kurz nach 7 endlich mal alleine von den anderen Gästen fern halten konnte.
"Keine Ahnung, okay? Jin hat heute morgen einfach verkündigt, dass er einen Tisch in irgendeinem Restaurant bestellt hat und ich hab es auch nicht kapiert wo, bis ich hier war, okay?", Namjoon hob verlegen seine Hände hoch. "Aber warum regst du dich so darüber auf? Sie aind ja nicht direkt auf der Party hier, oder?"
"Schon... Aber trotzdem...", ich sah weg, zu Jongup, der sich gerade mit Händen und Füßen mit meinem Dad unterhielt.
"Sag mal... Gibt es da etwas das ich wissen sollte, dass du jetzt auf einmal so an der Decke klebst?", Namjoon stieß mich in die Seite.
"Was sollte es da geben?"
"Ich weiß nicht. Sag du es mir... Ich bekomme gerade nur das Gefühl das irgendetwas zwischen dir und Min Yoongi vorgefallen ist."
  Ich sah auf. Namjoon musterte mich genauer.
  "Da ist nichts passiert, nur es nervt mich tierisch ihnen öfters über den Weg zu laufen gerade. Taehyung benimmt sich wie ein Kleinkind mir gegenüber, das ist echt ätzend. Und mit Min Yoongi rede ich doch so oder so nicht, also was soll der Mist?", ich seufzte und sah wieder weg.
  Wo waren Jongin und Baekhyun wenn ich sie mal brauchte? Baekhyun hatte doch immer das Talent in den unmöglichsten Momenten zu kommen und zu "nerven".
  "Aria?"
"Was Namjoon?"
"Sei ehrlich zu mir. Bitte."
"Ich bin ehrlich..."
"Im Moment nicht", er schüttelte seinen Kopf.
"Vielleicht... Nini!", ich sprang eilig Jongin hinterher der gerade wieder in den Saal lief und direkt an uns vorbei kam.
  Meine Chance zur Flucht.
  Jongin sah mich überrascht an als ich mich auf einmal an ihn schmiss und mich an ihm festhielt. Kurz sah ich nochmal zu Namjoon, dessen Gesichtsausdruck Bände sprach. Er wusste es.
  "Alles okay?"
"Schon. Bleibst du bei uns sitzen, eine Weile zumindest?", ich sah zu Jongin auf.
"Sicher. Ich sitz so oder so an eurem Tisch", er lachte amüsiert.
  Ich schnitt nur eine Grimasse und ließ mich von meinem Besten Freund zu meinem Platz schieben.
  "Dein Dad kann mich glaube ich ziemlich gut leiden", meinte Jongup amüsiert als ich mich neben ihn setzte.
"Verständlich", ich lächelte ihn an.
  Jongup lehnte sich zu mir und küsste mich dann kurz. Anschließend sah er neben mich zu Jongin. Ich folgte seinem Blick.
  "Und was ist mit dir los?", fragte Jongup neugierig.
"Nichts besonderes", nuschelte der nur und starrte allerdings nur in eine Richtung.
  Mit hochgezogenen Augenbrauen sah ich in die selbe Richtung. Einen Moment später grinste ich los.
  "Gib mir eine Minute", meinte ich zu Jongup und leerte meinen Sekt auf Ex bevor ich aufstand und Jongin an der Hand nahm und ihn mit mir zog.
"Eh... Aria? Was genau soll das jetzt?", er hielt mich zurück und drehte mich so, dass ich ihn ansehen musste.
"Hör zu", ich zog ihn etwas runter damit ich nicht so laut sprechen musste, "ich schaffe es gerade -wie es scheint- eine wirklich perfekte Beziehung zu ruinieren, weil sich immer wieder jemand einmischt den ich eigentlich zutiefst hassen sollte. Deshalb wirst du dich jetzt zusammen reissen, und wirst diese bescheuerte Sache mit Baekhyun jetzt für ein und alle Mal aus der Welt schaffen! Ihr steht nicht aufeinander. Schön, aber dann sei nicht eifersüchtig, wenn du einmal keine Aufmerksamkeit von ihm bekommst. Ist wie im Kindergarten mit euch beiden."
"Warte... Von was redest du gerade?!?"
"Ich hab deinen Blick gerade gesehen und ich bin jetzt die ganzen letzten Tage immer um euch herum gewesen, also tu nicht so... Du wirst egal bei wem grundsätzlich immer so schüchtern und teils eifersüchtig wenn du keine Aufmerksamkeit bekommst", ich griff nach seiner Hand.
"Aria... Du hast zu viel getrunken!"
"Und du redest dich zu oft raus", kurz lächelte ich ihn an, dann zog ich ihn weiter.
  Ich hatte gewonnen, so oder so.
  "Hey Momo, kann ich dich kurz ausleihen?", ich lächelte meine beste Freundin an. "Baekhyunnie, ich lass dir auch Jongin-ah hier."
  Völlig überrascht sah Momo mich an, aber ließ es zu, dass ich sie mit mir weg zog. Beim nächsten Tisch nahm ich mir ein neues Glas von einem der Tabletts, dann sah ich wie Jackson mich von weiter weg besorgt musterte. Neben ihm Namjoon. Na super.
  "Ich glaube du hast schon ein paar zu viel davon erwischt, kann es sein?", Momo kicherte los.
"Ist... Eh... Vielleicht. Hat Jongin auch gesagt, als ich ihn gerade angemault habe, dass er nicht si eifersüchtig sein soll wegen Baekhyun oder sonst wem", ich seufzte und leerte dieses Glas auch.
  Mein Blick flog dabei auf Jongup der mittlerweile bei Yongguk und Youngjae saß und sich mit einem Dauerlächeln mit den beiden unterhielt. Er wirkte so glücklich und in mir tobte ein Krieg. Ich bekämpfte mich gerade selber. Ich bekämpfte Gefühle die nicht da sein sollten, bekämpfte das was ich wahrscheinlich andauernd gewollt hatte. Es war einfach wieder greifbar nah.
  "Gosh dang it, ich muss hier raus. Fünf Minuten, ich brauche Frischluft!", ich stellte das leere Glas wieder hin.
  Momo wollte noch etwas sagen, aber ich war schneller. Meine Füße trugen mich nach draußen und verließen das Gebäude. Eine angenehme Brise schlug mir ins Gesicht und ich schloss für einen winzigen Moment meine Augen.
  "Solltest du nicht eigentlich da drin sein?", meldete sich eine Stimme hinter mir.
  Ich zuckte zusammen, dann drehte ich mich um und sah Yoongi direkt in die Augen.
  Jetzt war alles zu spät.
  Ohne ein Wort lief ich auf ihn zu, umfasste sein Gesicht und presste meine Lippen auf seine. Ohne auch nur einen Moment zu zögern küsste er mich zurück und zog mich an meiner Taille näher an sich.
  Das Gefühl in mir war wieder so vertraut. Bittersüß und perfekt. Denken konnte ich gar nicht mehr. Keine Sekunde mehr. Alles was noch zählte war Yoongi.
  Mein Min Yoongi.
  Ich löste mich von ihm und sah ihn direkt an.
  "Ich will dich, Yoon. Ich brauche dich..."
  Er gab mir einen weiteren Kuss und zog mich dann mit sich. Es dauerte nicht mal eine Viertelstunde bis er mich in eine vertraute Wohnung zog. Irgendwie streifte ich meine Schuhe ab und schlang dann wieder meine Arme um ihn. Yoongi nahm mich hoch und trug mich in sein Zimmer.
  Ich ließ es einfach zu. Ich wollte nicht mehr kämpfen. Wollte meine Gefühle micht mehr unterdrücken; wollte wieder ich sein. Wer auch immer das war. Meine Hände zogen Yoongi sofort wieder näher als er mich auf seinem Bett abgesetzt hatte. Unsere Lippen fanden sich wieder automatisch, als wären wir nie jahrelang getrennt gewesen, als hätte es nie diesen Schmerz, diese Wut gegeben. Alles war wie weggeblasen. Wirklich alles.
  Da war nur noch er.

1118 Wörter

Hey meine liebsten Kekse ♥
Ich denke, dass ich es jetzt wirklich jeden Tag was hochlade. Versprechen tue ich es aber nicht. 🙊 Nun denn. Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen und vielen Dank für alles und habt einen schönen Tag. ♥
xoxo eure Luna ♥

Lost & FoundWo Geschichten leben. Entdecke jetzt