Nachdem die schlimmsten Fragen von Youngjae und Daehyun hinter mir waren, nahm der Dienstag seinen Lauf. Ich war nicht besonders begeistert von dem Stapel Arbeit, den ich von den Managern bekommen hatte, allerdings war es auch eine neue Herausforderung. Vor allem, da sie mir ein komplettes Konzert in Verantwortung gegeben hatten. Ich war mehr als nur ein bisschen glücklich darüber. Klar, es war mehr Arbeit jetzt, aber es machte alles auch interessanter.
Am Abend hatte ich dann soweit die Besprechungstermine festgelegt. Da der Konzerttermin schon ausgemacht wurde hatte ich Glück, dass mir wenigstens diese Verhandlungen mit dem Management und dem Inhaber der Halle erspart blieben. Alles was ich in dem Bereich noch machen musste, waren die Pläne mit den Leitern die alles aufbauten, oder für Styling und Technik zuständig waren. Sobald diese Pläne alle fest waren konnte das Konzert in zwei Wochen ohne Probleme über die Bühne gehen. Und ich war froh darüber.
Schließlich steckte ich die Termine noch in die Mappe und legte sie Juwoon auf den Tisch, damit er nochmal drüber schauen konnte und es dann an Manager Kang weiter geben konnte. Zufrieden verließ ich die Büroräume und eilte durch das Treppenhaus. Wahrscheinlich wartete Jongup schon auf mich. Wobei mir ein Blick auf meine Smartphone Uhr verriet, dass ich eigentlich noch zehn Minuten hatte.
Vor dem Tanzraum blieb ich schließlich kurz stehen und lauschte. Jongup übte Mal wieder an einem der älteren Lieder. Mit einem Lächeln trat ich ein und lief an den Rand um meine Tasche abzustellen. Sobald sie auf dem Boden lag wandte ich mich an Jongup. Natürlich hatte er mich bemerkt und hatte aufgehört zu tanzen.
"Mach weiter...?", ich setzte einen Schmollmund auf und sah ihn damit an.
"Nein... Ich meine ja, aber was willst du machen? Sollen wir nochmal die Choreographie von letzter Woche durchgehen?", er sah mich nicht an und lief zum Laptop.
"Klar, ich Wechsel nur schnell meine Schuhe", ich ließ mich auf den Boden fallen und zog meine Stiefel aus und schlüpfte in meine Turnschuhe, die bis jetzt an meiner Tasche gebaumelt hatten.
Dabei sah ich Jongup die ganze Zeit an. Allerdings erwiderte er meinen Blick keine Sekunde. Kritisch musterte ich ihn.
"Ist was?", fragte er mich trocken, als ich nach einer Minute immer noch auf dem Boden saß.
Ich stand ohne ein Wort auf und lief zu ihm. Irgendetwas sagte mir, dass etwas war. Sein Verhalten war ja auch ein Leuchtschild dafür. Es schrie förmlich danach, dass ich fragen sollte was los war, auch wenn ich eigentlich wusste, dass er es nicht wollte.
"Was ist mit dir? Den ganzen Tag gehst du mir schon aus dem Weg. Was ist passiert?", fragte ich leise und stellte mich vor ihn.
"Es ist nichts. Und ich gehe dir auch nicht aus dem Weg. Können wir anfangen?", er schob mich leicht zur Seite um wieder an den Laptop zu gehen.
"Nein. Ich meine theoretisch ja, aber so? Ich tanze nicht, wenn du mich so aussperrst! Das geht nicht. Erzähle mir was los ist!"
"Aria, ich bin einfach nur müde, okay? Mehr nicht! Also bitte, lass uns tanzen, dann können wir nach Hause..."
"Wenn du gehen willst, dann sag es einfach, dann gehen wir eben?"
"Nein, du willst tanzen, also tanzen wir", er schüttelte seinen Kopf.
Mir reichte es. Er war so stur im Moment. Kurz schnappte ich nach Luft, dann lief ich zu ihm und schob mich zwischen ihn und der Anlage. Meine Hand an seine Wange gelegt, dass er mir nicht mehr ausweichen konnte.
"Rede mit mir Jongup. Bitte! Was stört dich? Was habe ich falsch gemacht? Bitte! Sag es mir!", verzweifelt sah ich ihn an.
Jongup war etwas überrascht von meiner Tat. Sein Blick lag aber endlich auf mir. Ich konnte für einen Moment immer noch diese Verwirrung sehen, dann wich sie und wurde ersetzt durch etwas, dass ich erst nicht deuten konnte. Irgendetwas verriet mir allerdings, dass er verletzt war mehr oder weniger.
"Uppie? Bitte...", flüsterte ich leise.
Bevor einer von uns mehr sagen konnte klingelte mein Geschäftshandy und ich zuckte erstmal zusammen. Für einen Moment sah ich Jongup noch an, allerdings schob er mich vorsichtig von sich.
"Geh besser ran. Ich kenne deinen Klingelton für das Geschäft. Es könnte wichtig sein. Ich renne auch nicht weg", murmelte er leise.
Kurz warf ich ihm noch einen Blick zu, dann huschte ich wirklich zu meiner Tasche. Das Display verriet mir, dass es sich um Juwoon handelte.
"Annyeonghaseo, Juwoon Oppa. Ist alles okay?", meldete ich mich sofort.
"Gut, dass ich dich noch erwische, Aria. Hol einen Sekt und gehe feiern, ich habe große Neuigkeiten für dich!" Juwoon schrie fast ins Telefon.
Mit großen Augen drehte ich mich um. Jongup sah mich nur fragend an, aber alles was ich tun konnte war mit den Schultern zu zucken.
"Erzähl. Was hast du jetzt an Land gezogen?", fragte ich etwas beunruhigt.
"Was hältst du von einem vollen Studium, mit Wohnung und Nebenjob während der Prüfungsfreienzeit?"
"Wie bitte?"
"Aria Brooks, ich habe heute Abend einen Vertrag für dich ausgehandelt. Wenn du es wirklich willst, dann kannst du hier bleiben. Bei uns, mit deiner Wohnung, mit dem Job, und mit der Chance auf eine feste Stelle bei uns!"
Mir klappte der Mund auf. Ich registrierte im ersten Moment überhaupt nicht was er von mir wollte und warum und weshalb. Erst im zweiten Moment, als Jongup schon besorgt zu mir getreten war schnallte ich es ganz.
Mit meiner Hand griff ich nach Jongup's T-Shirt und krallte mich darin fest.
"Oh my gosh! Das ist jetzt nicht war oder? Ich kann bleiben?!?", schrie ich fast ins Telefon.
Es kam ein lautes Ja zurück und Jongup umarmte mich einfach.
Ich könnte bleiben!
Hey meine liebsten Kekse 💕
Ein weiteres Kapitel für euch. 💕 Ich hoffe euch gefällt es. Vielen Dank für's lesen, kommentieren und voten, und ahhh. Ich gehe mich mal vergraben... Bin krank. Yeah~ ich hoffe ihr hattet einen schöneren Tag!
Hab euch lieb! 💕
xoxo eure Luna 💕
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Lost & Found
FanfictionTeil 3. von "Lost" Im Leben von Aria Brooks ging es rauf und runter, und vergangene Geschichten scheinen an ihr zu kleben. Dennoch startet sie ein neues Leben und lässt alles hinter sich. Doch kann man wirklich seine Vergangenheit hinter sich lassen?
