t w e n t y f o u r

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Zuhause warf ich alles von mir. Ich rannte in der Wohnung umher, machte Tee, machte mir essen, aß, gab es von mir, machte neuen Tee, räumte meine Tasche um, eilte ins Bad putzte mir meine Zähne, wieder Tee, putzen... Nach einer Stunde brach schließlich alles aus mir heraus.
Ich brach im Wohnzimmer zusammen und griff nach einem der Kissen auf dem Sofa und heulte in den roten Stoff.
Ich heulte bis ich kein Gefühl mehr in mir hatte. Meine Fingerspitzen wurden schon taub. Alles tat weh, aber ich konnte mich nicht beruhigen. Der Schmerz Yoongi verloren zu haben war so real wie nur einmal zuvor.
Ich wusste nicht Mal wie ich überhaupt wieder auf die Idee gekommen war, dass wir eine Chance hätten...
Wahrscheinlich die Nachrichten... Seine Versuche mit mir zu reden, unsere Treffen Backstage... Das alles war schuld daran. Nur das.
Ungeschickt tastete ich auf dem Wohnzimmertisch nach dem meistens dort liegendem Taschentücher-Päckchen. Meine Finger fanden es und ich griff danach. Taschentuch um Taschentuch heulte ich voll und es war kein Ende in Sicht. Wer sollte auch schon kommen und alles wieder in Ordnung bringen?

Zwei Stunden waren vergangen und ich lag mit verheulten Augen und schmerzenden Fingern auf dem Sofa und rührte mich nicht mehr. Kraftlos und schwach lag ich da und hoffte auf so etwas wie eine Erlösung von meinem Schmerz.
Ein Klingeln an der Tür ließ mich aufschrecken. Kerzengerade saß ich auf dem Sofa und hoffte er könnte es sein und alles zurück nehmen was er gesagt hatte. Dann fiel mir ein, dass er nicht Mal wusste wo genau ich jetzt wohnte.
Erneut klingelte es.
Wie in Trance stand ich auf und stolperte aus dem Wohnzimmer raus in den Miniflur. Mit zitternden Händen schloss ich die Tür auf und öffnete sie langsam.
Jongup.
"Ich hab mir Sorgen gemacht...", murmelte er leise und zog mich in eine Umarmung.
Ich sagte einfach nichts. Er schob mich sachte nach drinnen, zog seine Jacke aus und hängte sie an die Garderobe. Jetzt war ich es die ihm um den Hals fiel. Meine Nase vergrub ich in seinem Pullover.
"Warum haben wir uns nicht schon nach diesem einen Tag richtig kennengelernt? Warum musste deine Nummer verloren gehen? Warum?", ich klammerte mich an Jongup fest und sah auf.
"Es hat wohl nicht sein sollen... Aber Aria, ich bin jetzt für dich da und ich lasse dich nicht gehen. Versprochen!"
"Verspreche nicht so etwas. Bitte."
"Ich werde mich aber daran halten", Jongup strich mir durch meine Haare.
Ich sah ihn nur noch für wenige Sekunden an, dann nickte ich leicht. Jongup lächelte schwach, dann hob er mich leicht hoch und ich schlang meine Beine um seine Hüfte.
Im Wohnzimmer setzte er mich auf dem Sofa ab, drückte mir einen Kuss auf die Stirn, deckte mich zu und ging dann wieder mit einem Satz der "Tee" und "Essen" enthielt. Mir war aber nicht nach Essen. Das wusste ich jetzt schon. Als Jongup wieder zurück kam hatte ich meine Augen schon leicht geschlossen. Er setzte sich neben mich und ich rappelte mich auf.
"Ich weiß, du willst wahrscheinlich nichts, aber dann teilen wir eben", Jongup hielt mir eine Schüssel Ramyeon hin.
"Danke", krächzte ich nur und nahm sie entgegen.
Nach zwei Bissen gab ich allerdings schon wieder auf. Jongup nahm mir die Schüssel ab und stellte sie auf den Tisch und gab mir die Tasse. Ich hauchte nur ein Danke und nippte an dem Tee. Minuten vergingen die wir einfach nur da saßen. Irgendwann wanderte mein Blick schließlich zu Jongup. Warum hatte ich ihn nicht vor Yoongi kennengelernt? Er hätte mich mit Sicherheit nie so verletzt. Nie. Da war ich mir sicher wie nichts zweites.
"Aria?"
"Mh?", ich stellte meine Tasse weg und sah wieder zu Jongup.
"Geht es dir besser?"
"Magst du mich?"
Jongup sah mich überrascht an.
"Ich... Keine Ahnung warum, aber ich brauche dich... Ich... Daehyun hat wahrscheinlich recht. Ich hab Gefühle für dich, aber ich war zu dumm sie zuzulassen. Zu stur. Weil ich geglaubt habe, dass es alles wieder so werden kann wie es einmal war, und ich hab es immer ausgeschlossen, dass du Gefühle für mich hast... Ich wollte dich nicht verletzten...", ich starrte auf meine Hände.
"Ich weiß", gab Jongup nur leise von sich.
"Und was machen wir jetzt?"
Jongup schwieg. Langsam sah ich auf. Sein Blick ruhte auf mir. Ich wusste genau, dass ich ihm mehr bedeutete, und ich gestand mir ein, dass ich ihn gern hatte. Es war endlich Zeit ganz loszulassen. Mich auf etwas neues einzulassen.
Einen Moment später zog ich Jongup an mich und blind fanden meine Lippen seine. Er erwiderte den Kuss ohne zu zögern. Eine Hand lag auf meiner Wange mit der anderen zog er mich näher. Was ich in diesem Moment spürte war pures Glück im Vergleich zu dem was ich den ganzen Tag schon erlebt hatte. Ich hatte einen neuen Grund gefunden warum sich die Welt wieder drehte. Warum alles wieder gut sein konnte. Warum ich vergessen konnte. Und warum ich nach Ewigkeiten endlich loslassen konnte.

Jongup war mein Grund.

Hello meine liebsten Kekse 💕
Pünktlich! 🙈 Ich hoffe euch geht es gut. 💕 Vielen Dank für's Lesen und Voten und Kommentieren. 💕 ich hoffe euch hat auch dieses Kapitel. 💕 Kleine Vorwarnung schonmal für das Kapitel von nächster Woche: Es wird einen Zeitsprung geben. 💕 Außerdem:

Das ist mal das Cover zu dem OS

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Das ist mal das Cover zu dem OS. Die Geschichte ist auch fast schon fertig. Hochladen werde ich es dann wann ich die Story abgeschlossen habe. 💕 Vielleicht gebe ich hier vorher einfach nochmal schnell Bescheid. 🙊
Ich wünsche euch einen schönen Freitag! 💕
xoxo eure Luna 💕

Lost & FoundWo Geschichten leben. Entdecke jetzt