Drei

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P.o.V Chan

Ich saß immer noch auf meiner Couch, nur hatte ich mir schnell meinen Laptop geschnappt. Ich suchte im Internet nach irgendwelchen ansatzweise helfenden Erklärungen, für das, was vor ein paar Stunden mit mir passiert war. Mir war bewusst, dass das Internet in einem solchen Fall eher mäßig glaubwürdige Sachen ausspucken würde. Aber das war mir gerade lieber als, dass ich tatenlos rumsaß oder einfach meinen Tag lebte, als wäre nichts gewesen.

Gegessen hatte ich vorhin auch nichts, aber ich hatte auch keinen Apetit mehr. Schon allein wenn ich daran dachte etwas zu essen, wurde mir noch übler, als es mir ohnehin schon war.

Nach gefühlten Jahren der Suche hatte ich immer noch nichts Hilfreiches gefunden. Mein Blick fiel auf die Uhr an der Wand und ich schreckte hoch. Es war 15:56 Uhr und ich müsste eigentlich vier Minuten später bei der Arbeit sein.

Schnell schnappte ich mir mein Handy, meinen Geldbeutel und meine Schlüssel. Bevor ich aus der Tür raus hastete, schlüpfte ich noch in meine Schuhe und riss meine Jacke von dem Haken.

Ich schmiss die Tür hinter mir zu, schloss so schnell wie möglich ab und sprintete das Treppenhaus hinunter. Meine Wohnung lag im 5. Stock. Manchmal fragte ich mich, warum ich eine Wohnung so weit oben genommen hatte.

Als ich endlich auf der Straße stand, wagte ich nochmal einen Blick auf meine Uhr. Es war 15:59 Uhr. Der Weg zum Café kostete mich normalerweise sieben Minuten. Ohne lange zu überlegen, lief ich so schnell ich konnte los. Mein Chef war, was Pünktlichkeit anging, sehr genau und ganze 10 Minuten Verspätung waren für ihn völlig inakzeptabel. Ich konnte mich also jetzt schon einmal, auf eine ordentliche Standpauke gefasst machen.

Leider hatte ich gerade keine Möglichkeit, schneller zum Café zu kommen als zu Fuß. Es fuhr zwar ein Bus auf dieser Strecke, aber leider nur alle halbe Stunde. Wenn ich aber pünktlich losging, konnte ich auch mal mit dem Bus fahren.

Schon nach sechs Minuten hatte ich das besagte Café erreicht und sah draußen auf der Terrasse auch schon eine Kollegin von mir. Als sie mich sah, warf sie mir einen fragenden und warnenden Blick zu. So wie es schien, hatte unser Chef sich schon zu meiner Verspätung "geäußert", um es mal gepflegt auszudrücken.

Ich ging durch die Eingangstür herein und auf den Personalraum zu. Als ich diesen betrat, sah ich auch schon meinen Chef, Herrn Lim, der aufgeregt durch den Raum ging und meinen Kollegen anmotzte.

„Es tut mir Leid für die Verspätung", sagte ich schnell und daraufhin drehte er sich zu mir um. Er ging auf mich zu und sah mich mit einem strengen Blick an. Ich senkte unterlegen meinen Kopf. „Du weißt, was ich von Pünktlichkeit halte", betonte er erneut und ich nicke nur kurz. „Blöd ist das ganze nur für Woojin, der jetzt erst später gehen kann, dank dir." Er betonte das „dank dir" besonders und damit war der Vortrag, zu meiner Verwunderung, auch schon beendet.

Als der eben Genannte, mein Kollege, an mir vorbei ging sagte ich noch schnell Entschuldigung. Er beließ es bei einem "Schon gut" und lächelte freundlich. Schließlich wollten wir uns mit einem Handschlag verabschieden, aber als ich seine Hand festhielt durchströmte mich auf einmal ein mir sehr bekanntes Gefühl. Doch dieses Mal war es angenehmer.

Woojin hingegen ließ ein kleines „Autsch" los und sah mich nur verwirrt an, ehe er auch den Raum verließ. Ich blieb stehen und war in Gedanken immer noch bei diesem Gefühl.

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20/1/10 heyo sorry dass das chap erst hetzt kommt 😅 ich habs gestern echt vergessen... ups haha

Btw: omg i miss woojin 😕

who is in control? ♱ JeongchanGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt