P.o.V Chan
Das kann ich nicht einfach so tun! So kann das nicht weitergehen!
Fest entschlossen sprang ich vom Bett auf, sodass es kurz knarzte. Ich ging, ohne viel zu überlegen in den Salon. Eigentlich war ich mir ziemlich sicher, dass er dort war, aber ich sah ihn nicht. Vorichtig trat ich einen Schritt weiter in den Raum hinein und spähte links um den Kamin herum. Und tatsächlich, da saß er.
Er hatte sich eines der Sofas vor das Fenster geschoben, saß im Schneidersitz darauf und betrachtete das triste Wetter durch die undurchsichtigen Scheiben. Ich konnte nicht anders und musste einfach lächeln, als ich ihn da so sitzen sah. Er sah einfach nur unglaublich niedlich aus. Ich bemerkte seinen traurigen und enttäuschten Blick. Man konnte erkennen, dass er in Gedanken versunken war, weshalb er mich auch nicht bemerkte. Erst, als ich auf ihn zuging, schreckte er zusammen und sah zu mir auf.
Er schaute mich fragend an, bis ich nach einer Weile dann doch dazu ansetzte etwas zu sagen: "Sorry... ich... ähm... Darf ich mich setzten?"
Was ist los mit mir? Ich war noch nie so! Habe ich gerade wirklich das gesagt, was ich mir gedacht habe?
Er nickte leicht auf meine Frage und beobachtete mit großen Augen ganz genau, wie ich mich neben ihn setzte. Mein Blick ging nach draußen und nach einer Weile konnte ich im Augenwinkel erkennen wie auch er wieder nach draußen sah. Wir beide saßen einfach nur da. Es war still, aber es war nicht unangenehm. Im Gegenteil eigentlich. Ich unterbrach die Stille nur ungern, aber ich schuldete ihm noch einige Antworten.
"Dieser Fluch... er schnappt sich die, die alleine sind. Menschen, die sich abgrenzen, alleine leben, keine Freunde oder Familie haben. Es macht aus ihnen das, was sie eigentlich schon ihr ganzes Leben sind: einen Niemand. Ich hatte keinen Kontakt zu meiner Familie, sie mögen mich nicht und ich sie auch nicht. Und Freunde hatte ich nie, ich ging davon aus, keine zu brauchen.
Ich kann keinen Menschen berühren, ohne ihm die Lebensenergie zu rauben. Ich bekomme quasi das Leben der anderen Menschen. Sie sterben und ich lebe. Somit werde ich auch nicht älter. Ich bin immer noch so alt, wie ich es vor über 21.000 Tagen war. Ich bin 20 Jahre alt und ein Monster."
Es war wieder still, aber dieses Mal war es unangenehm. Ich wusste nicht, was er jetzt dachte. Er saß einfach nur weiterhin da und blickte nach draußen.
Jetzt habe ich alles kaputt gemacht. Toll! Aber er wollte es ja wissen... Also ist es nicht meine Schuld! Er hätte damit rechnen sollen, dass die Geschichte von einem Monster nicht schön mit rosa Blümchenwiesen ist.
So ist die Welt nunmal nicht.
Ich würde gerne wissen, was er jetzt von mir denkt... Was denkt man, wenn man so etwas hört? Ich würde es nur zu gerne wissen. Aber ich kann ihn nicht fragen.
Meine Überlegungen gingen hin und her, ob ich ihn danach fragen sollte, was er nun dachte. Einerseits wollte ich es unbedingt hören, andererseits hatte ich Angst vor seiner Antwort. Als er aber dann nichts sagte und ich mich nicht dazu durchringen konnte, meinen Mund aufzumachen wollte ich gehen. Ich drehte mich weg und wollte aufstehen. Jedoch hörte ich dann doch plötzlich seine Stimme neben mir:
"Du bist Schuld."
"Wie bitte?!"
"Es ist nicht die Schuld von deiner Familie von vor Tausend Jahren. Du bist kein Niemand und du musst auch nicht alleine sein. Aber du hast dich abgewandt von deiner Familie und du hattest auch keine Freunde. Du hattest dich dafür entschieden. Wie sollte man da auch ein schönes Leben haben? Das geht ja gar nicht... Du solltest dich nicht wund-"
"Stopp!"
Was denkt der sich dabei??
Ich wurde sauer. Wie konnte er sich so etwas nur erlauben? "Sei gefälligst leise! Du hast ja keine Ahnung, was du da sagst!" Ich wurde immer lauter und war mittlerweile auch von dem Sofa aufgestanden. Nun erhebte er sich ebenfalls. Wir waren ungefähr auf Augenhöhe und er blickte mir sauer und vielleicht auch ein wenig enttäuscht in die Augen.
Ich wollte noch etwas sagen, aber ich wusste nicht, was. Und ich konnte nichts mehr sagen. Meine Gedanken waren viel zu durcheinander. Ich war so aufgewühlt in dem Moment. Und genau deswegen bemerkte ich nicht, wie er aus dem Raum verschwand. Schlussendlich stand ich alleine dort und versuchte immer noch, meine Gedanken zu sortieren.
Hat er vielleicht Recht?
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20/05/10: heyyy (hoffe ihr mögt des chap, weil mir gefällts eig echt gut ^^)
anyways: ich wollte mich mal bedanken, weil ich schon seit ner Weile ziemlich weit oben in #straykids bin... thanks guys! <3 das ist alles immer noch ein bissl schwer zu glauben für mich ^^' aber thanks für die ganzen reads und votes und auch die kommentare <3<3<3<3<3
byeee <3
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who is in control? ♱ Jeongchan
Fanfiction"Tag 1 Ich habe Angst. Keine Ahnung was jetzt passieren wird. Alleine in diesem riesigen Haus. Und ich weiß nichts. Weder über mich, noch über das was jetzt kommen wird. Eine Sache weiß ich: ich will nie wieder jemanden verletzten müssen." So etwas...
