Ein Rasierer, große Wirkung

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Die Stille tat mir gut, denn endlich konnte ich in Ruhe nachdenken. Mein Zimmer hatte eine angenehme Temperatur aber es war recht dunkel. Ich sank zurück ins Kissen, darauf bedacht, mich nicht zu schnell zu bewegen. Mein zahlreichen Wunden machten mir am meisten Angst. Wo hatte ich die nur her? Ich wand mein Kopf zu Seite und mein Blick viel auf einen Rasierer, der auf einem Tisch lag. Auf dem Tisch lagen ebenfalls noch Klamotten von mir. Irgendwas in mir verlangte, bettelte und schrie nach dem Rasierer. Ich befreite mich von den Anschlüssen, zu den verschiedenen Maschinen und setzte mich auf. Mir wurde leicht schwindelig, jedoch wollte ich aus einem, mir unergründlich Grund diesen Rasierer. Was war bloß los mit mir? Ich wankte zu dem Tisch und griff nach dem, wonach es mich verlangte. Bei der Berührung strömten Bilder vor meinem inneren Auge vorbei. Ich sah mich irgendwo sitzen und mich mit einer Rasierklinge ritzen, Blut quoll aus den schnitten. Ich lächelte dabei. Dann sah ich, wie ich mich mit zwei älteren Personen stritt, es mussten meine Eltern gewesen sein. Zuletzt sah ich diesen Jungen, grinsend und Knochen berechnend über mich laufen. 

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