„Ich dachte schon, du bist verschollen.", sagte Rezo neckend, als er sie in die Wohnung ließ.
„Ach komm, wie lang hast du mit TJ noch gesessen? Ich glaube nämlich, dass ich ihn auf seinem Fahrrad kurz vor mir wegfahren sah.", stellte sie mit triumphierendem Blick fest.
„Die zwei Minuten Einsamkeit waren sehr prägend.", sagte er theatralisch.
„Oh nein." Rena legte ihre Hände auf seine Schultern und schüttelte ihn. „Gib dich nicht auf, die Welt braucht dich."
Er griff nach ihrer Taille und fing an, sie zu kitzeln. Rena quiekte auf und versuchte sich aus seinem Griff zu winden.
„Stop, stop.", rief sie lachend. Plötzlich hob er sie hoch und warf sie über seine Schulter. „Was wird das?"
„Ich will dich jetzt zum Essen einladen.", erklärte er.
Während er sie trug, stieg ein leichter Geruch von Chlor in seine Nase.
„Warst du bei Ju baden?", fragte er und ließ sie im Wohnzimmer wieder runter.
„Ja.", antwortete Rena. Bloß nicht rot werden.
„Hat er Badesachen für Frauen da?", fragte Rezo nachdenklich und stutzte dann. „Oder warst du nackt baden?"
Rena hielt in der Bewegung inne. Sie starrte ihn an und verzog dann ihre Lippen zu einem Grinsen. „Und das geht dich was genau an?", fragte sie möglichst locker.
„Das hieße, dass ich dich Mal einladen muss, während meine Eltern in Urlaub sind, damit wir bei ihnen baden gehen können.", antwortete er schelmisch und zwinkerte ihr zu. Die großen Fragezeichen, die vor seinem Inneren Auge herumtanzten, versuchte er so gut es ging, zu ignorieren.
„Pfff, träum weiter." Sagte sie lachend und boxte ihn gegen den Arm.
„Mache ich.", erwiderte er grinsend. „So und jetzt lass uns losgehen, sonst gibt es nichts Warmes mehr."
Rezo führte sie in ein kleines italienisches Restaurant, das fußläufig erreichbar war. Sie bestellten Pizza und Pasta, dazu einen Wein für Rena und eine Sprite für Rezo.
„Wann erfährst du, wohin du versetzt wirst?", fragte er sie beim Essen.
„Ich denke, in der nächsten Woche wird es bekanntgegeben. Ich habe jedoch keine Ahnung, welche der Tochterfirmen überhaupt beteiligt ist."
„Ich hoffe, dass es nicht so weit weg sein wird. Wäre echt schade, wenn wir uns nicht mehr sehen könnten, weil du auf einmal in München bist.", eröffnete er ihr.
„Finde ich auch. Der Job ist aber wirklich klasse. Ich hoffe, dass ich ins Projektmanagement komme und dann Teamleiterin werden kann. Das würde gehaltstechnisch echt nochmal einiges mehr geben, wurde mir zumindest am Anfang versprochen."
Rezo machte große Augen „Das klingt definitiv super. Ich hoffe, das klappt."
„Ich auch.", erwiderte sie. „Sag Mal, was ich dich schon immer fragen wollte..."
„Ja?", fragte er neugierig.
„Was lief eigentlich zwischen Toni Pirosa und dir, was ihr immer in den Tonia Videos angeteasert habt und nie erzählen wolltet?", fragte Rena lachend.
Rezo starrte sie mit offenem Mund an. „Und das geht dich was genau an?", erwiderte er grinsend und zitierte damit Renas Antwort auf seine Nackbaden-Frage.
„Ne ne ne. Erzähl!", drängte sie.
Der Kellner kam und räumte die leeren Teller ab. Rezo bat ihn um die Rechnung.
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Unter dem selben Mond (Rezo & Julien Bam & OC) | Abgeschlossen
FanficBeendet am 16.04.2019 Auf einer Influencerparty trifft die 27-jährige Medienstudentin Rena auf den YouTuber Rezo. Die Party endet für die Gäste anders, als gehofft, es entsteht jedoch zwischen Rena und Rezo eine Freundschaft. Kompliziert wird es, al...