»Gute Nacht Taehyung« flüstere ich leise, da ich denke das er bereits schläft. Grund für diese Annahme ist sein ruhiges atmen. »Tae. Nenn mich Tae.« gähnt er halb schlafend, so als würde er im Schlaf reden. Da ich ebenfalls tierisch müde bin, beschließe ich meine Augen zu schließen und genau wie Tae auch ein wenig zu schlafen. Doch gerade als ich sie sich schon von alleine versuchen zu schließen, sehe ich im Augenwinkel wie etwas lila aufleuchtet. Mit halb geöffneten Augen schaue ich nach links, dorthin wo das Licht seinen Ursprung nimmt.
»Tae..« Ich warte einen kurzen Moment, aber er rührt sich nicht, keine Bewegung oder sonst ein Lebenszeichen. Ich wusste gar nicht das jemand so schnell einschlafen kann. Langsam strecke ich meinen Arm nach oben, um an seiner Hand zu rütteln. Müde und gähnend öffnet er seine Augen wieder. »Was ist los Lana, hattest du einen Alptraum? Kannst dann ruhig zu mir hoch kommen« nuschelt er, während er sein Kopf in seinem Kissen vergräbt, wodurch das restliche unmöglich zu verstehen ist. Süß, wie er sich um mich sorgt und das selbst im Halbschlaf. »Nein Tae, schau mal zu unseren Ketten« Wir hatten bevor wir uns schlafen gelegt hatten beide unsere Ketten auf seinen Nachttisch gelegt, damit wir uns nichts im Schlaf wünschen können. Immerhin weiß niemand ob wir nicht nur eine bestimmte Anzahl an wünschen frei haben.
Schlapp hebt Tae den Kopf und schaut zu dem kleinen Tisch neben ihm. Als er sieht wie beide Ketten Lila leuchten reißt er seine Augen weit auf. Er nimmt seine weg und sofort hören beide auf zu leuchten, als er sie jedoch wieder hinlegt wird der Raum erneut in ein Lila Licht gehüllt. »Ich glaube das passiert weil die Ketten zusammen gehören und sich gegenseitig gefunden haben« murmelt er leise. Seine Stimme ist so tief und rau, richtig verschlafen. Das ganze reden muss ihn wohl erneut müde gemacht haben.
»Gute Nacht Tae« Allerdings ist er bereits wieder eingeschlafen, wodurch er das nicht mehr mitbekommt. Ich wusste das er süß beim Schlafen aussieht, denn immerhin bin ich ein Army und kenne die Bilder, aber ihn so in echt zu sehen ist noch viel schöner. Vorsichtig, bedacht keine zu lauten Geräusche zu machen, schiebe ich meine Decke beiseite. So gut wie ich es kann öffne ich seine Nachttischschublade um beide Halsketten beiseite zu legen. Sie leuchten noch immer, jedoch nun in der Schublade, damit das Zimmer nicht hell erleuchtet ist. Mich persönlich würde das Licht nicht stören, aber vielleicht ihn, also packe ich sie lieber beiseite.
Vorsichtig lege ich mich wieder zurück unter meine Decke, um diesmal wirklich einzuschlafen. Erstaunlicherweise ist es heute kein Problem einzuschlafen. Es ist die erste Nacht, in der ich ohne Probleme einschlafen kann.
•*•*•*•*•*•*•*
Durch ein Kribbeln in meinem linken Arm werde ich aus meiner Traumwelt gezogen. Wie spät es ist kann ich nicht genau sagen, auf jeden fall ist es schon der nächste Morgen, soviel ist klar.
Aus dem Kribbeln, welches mich eben geweckt hat, ist nun ein stechender Schmerz geworden. Mit einem halb offenem und einem zu gekniffenden Auge mustere ich meinen Arm und stelle fest, dass er voller Abdrücke ist und etwas blau angelaufen ebenfalls. Ich muss wohl schon längere Zeit auf meinem Arm gelegen haben.
Mein Schmerz wird immer toller, wodurch ich mich unbewusst hin und her bewege. Das umhergerolle hat allerdings Tae geweckt, der sich gerade gähnend seine Augen reibt und mich lachend beobachtet. »Du siehst aus wie ein Fisch der gestrandet ist« lacht er mich mit seiner tiefen Morgen-stimme aus. Seine Stimme ist genauso verschlafen wie gestern Abend, seine Augen genauso klein wie gestern, der einzige Unterschied zum vorherigen tag ist das jetzt seine Haare in alle Richtungen abstehen, was dem ganzem Aussehen etwas knuffiges hinzufügt. »Also wenn ich ein gestrandeter Fisch bin, dann bist du ein Bär mit Struwwelpeter-Frisur« murre ich zurück während ich kräftig meinen Arm ausschüttle. Allerdings macht es das ganze nur noch schlimmer. »Das wird so nichts Lana« lacht er mich schon wieder aus.
Amüsiert über mich und meinen kläglichen Versuch den Schmerz zu vertreiben steht er auf und hält meinen Arm fest. Sofort kribbelt es noch mehr, jedoch nur an der Stelle an der er mich berührt. »Du musst ihn still halten, dann geht es schneller weg« Erstaunlicherweise hat er Recht, es dauert nicht lange und schon ist das Kribbeln verschwunden.
Ich bedanke mich bei ihm und fange an mein Bett zu machen. »Ist doch kein Problem Kleine« Sofort halte ich in meiner Position inne. Hat er mich wirklich gerade klein genannt, oder habe ich mir das eingebildet? »Ich bin nicht klein« Hinter mir ertönt sofort ein kichern seinerseits. Mit meinem Killer-blick drehe ich mich zu ihm um, doch er scheint mich nicht ernst zu nehmen, denn er stellt sich neben mich und fährt mit seiner Hand, von meinem Kopf zu seiner Schulter, um mir zu demonstrieren das ich in der Tat kleiner als er bin.
»Ich würde sogar sagen das du kleiner als Micky Mouse bist« lacht er, während er sich wieder von mir entfernt. Ok, jetzt hat er es übertrieben. »KIM TAEHYUNG!« Wütend renne ich auf ihn zu, allerdings ist er schon längst verschwunden. Natürlich muss er auch noch schneller sein als ich..
»Das ist mein Name benutz deinen eigenen du Schnecke!« ruft er mir aus einem der anderen Zimmer zu. Ich renne sofort in die Richtung aus der ich meine ihn gehört zu haben, womit die Verfolgungsjagd durch seine Wohnung beginnt.
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𝙼𝚊𝚐𝚒𝚌 𝙽𝚎𝚌𝚔𝚕𝚊𝚌𝚎 - 𝙸'𝚖 𝚒𝚗 𝚝𝚑𝚎 𝚜𝚝𝚊𝚛𝚜 𝚝𝚘𝚗𝚒𝚐𝚑𝚝
FanfictionIn einer Welt voller Verlust und Sehnsucht kreuzen sich die Wege zweier junger Seelen. Lana, die ihre Eltern verloren hat und sich mit ihren Geschwistern allein durchschlägt, trifft auf einen faszinierenden Unbekannten, der ihr Leben auf den Kopf st...
