Am nächsten Morgen schlug ich meine Augen auf, doch Damon war wieder nicht zu sehen. Ein Klumpen bildete sich in meinem Magen und ich machte mich im Bad fertig. Da es heute ziemlich kalt war, zog ich einen braunen Pulli und eine enganliegende dunkelblaue Jeans an. In der Küche sah ich in den Kühlschrank, doch ich konnte jetzt einfach nichts essen. Ich schlüpfte in meine schwarzen Boots und wickelte meinen Schal um den Hals. Drüber zog ich meine schwarze Stoffjacke. Als ich aus dem Haus ging zitterte ich schon am ganzen Leib, doch ich wollte Damon suchen. Im Auto machte ich die Heizung an und fuhr los. Langsam bewegte ich mich fort. Wo konnte er nur sein? Ich blickte aus dem Fenster, doch ich sah nicht mehr als die bunten Herbstblätter auf dem Boden. Ich parkte mein Auto am Straßenrand. Während ich aus dem Auto stieg betrachtete ich den dunklen Wald, in den ich anschließend ging. Es war Nachmittag und trotzdem war der Wald so schwarz und finster wie Kohle. Jedes Mal hörte ich knackende Äste, und jedes Mal schreckte ich auf. Die Zeit verging und ich ahnte nicht, dass es schon Nacht geworden war. Erst als meine Beine schlapp machten, und ich den Rückweg antreten wollte, merkte ich, dass ich keine Ahnung hatte, wo ich war. Panik stieg in mir hoch und mein Herz klopfte wie wild. Panisch sah ich um mich, doch die hohen Bäume versperrten mir die Sicht. "Hallo?" schrie ich, doch als Antwort bekam ich nur mein Echo zurück. "Hallo!" schrie ich erneut. Doch wieder bekam ich keine Antwort. Weiterlaufen wollte ich nicht, die Angst, mich noch tiefer im Wald zu verirren, war zu groß. Doch was sollte ich jetzt machen? Ich hatte keine Ahnung wo ich war, und nirgendwo war jemand. Vor lauter Verzweiflung kullerten mir Tränen runter, und ich sackte zu Boden, wo ich mein Gesicht in meinem Schoß vergrub. Aber auf ein Mal hörte ich ein Schluchzen. Ich hob meinen Kopf vom Schoß und wischte mir mit der Hand die Tränen weg. Der Baum hinter mir gab mir Halt, als ich mich mühsam aufrichtete und dem Schluchzen folgte. Doch als das Schluchzen am Lautesten war, sah ich ein Mädchen, das gerade von einer Person angebissen wurde. Geschockt hielt ich meine Hand vorm Mund, um keinen Laut von mir zu geben. Dies war ein Werwolf. Meine Füße liefen langsam nach hinten, aber ich konnte doch das Mädchen nicht alleine lassen. Auf der Suche nach was nützlichem sah ich einen großen Ast. Schnell nahm ich ihn und schlich auf den Werwolf zu. Mit einem lauten Schrei schlug ich auf den Rücken des Monsters, doch der Ast brach einfach ab. Knurrend drehte sich der Wolf zu mir. Ich lief nach hinten und ließ das andere Stück vom Ast auf den Boden fallen. Der Werwolf war ziemlich groß und seine gefletschten Zähne und seine gelben Augen ließen ihn noch furchteinflößende aussehen. Ich drehte mich um und rannte so schnell es ging. So schnell war ich noch nie gerannt. Mein Atem wurde immer schwerer doch ich rannte weiter. Man konnte schon die schnellen Schritte des Werwolfes hören, was mich nur noch mehr anspurnte. Aber das Schicksal meint es nicht gut mit mir, denn mein Füß stolperte über eine Baumwurzel und mit einem schmerzerfüllten Schrei landete ich zu Boden. Ich saß mich hin und hielt mein schmerzendes und pochendes Bein, während Tränen runterkullerten. Der Wolf stand aufrecht vor mir und roch das Blut, was aus meinem angeschlürften Bein kam, und meine Hose färbte. Ich versuchte so gut es ging Abstand zu halten, aber mein Rücken drückte gegen einen Baum, was mich aufstöhnen ließ. Plötzlich hörte ich ein Jaulen, und der Werwolf drehte seinen Kopf in die andere Richtung. Er sah mich noch einmal an, bevor er davonrannte. Vor lauter Adrenalin und Schmerzen beschleunigte sich mein Atem und um mich herrum wurde es immer schwärzer, bis ich ganz weg war und zu Boden rutschte.
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Vampire Diaries - Welchen Bruder will ich wirklich?
VampireElena zweifelt: Es kommt gar nicht in Frage dass sie mit Stefan Schluss macht aber was ist mit Damon? Elena fühlt etwas... Aber das macht ernsthafte Probleme....
