Es dauerte nicht lange bis ein Song spielte, den Mary und ich beide mochten und sie mehr als begeistert anfing mit mir zu tanzen, mich hin und her zuziehen und ziemlich glücklich zulachen.
Ich war froh, dass das hier als Ablenkungen dienen konnte. Sie so glücklich zusehen ließ Erleichterung in mir aufsteigen.
Das Ganze wäre auch schön und gut gewesen, wenn wir nicht nach einer kurzen Weile gestört wurden wären.
Quinn hatte sich durch die Menschen einen Weg gebahnt und wie immer zierte ein Grinsen sein Gesicht.
Aber irgendwas war anders?
Bevor ich mehr Zeit hatte darüber nachzudenken, zog er mich auch schon mit einem Arm näher und legte diesen über meine Schulter, während er mit der anderen Hand etwas ungenau gestikulierte.
»Und? Wie gefällt es euch soweit?«
Als er anfing zureden konnte ich den Alkohol quasi schon riechen.
»Sehr gut! Die Anlage ist echt gut!« Mary schien nichts an Quinn's Verhalten zu stören.
Langsam nickte er, bevor er dann zu mir rüber blickte.
»Und dir?«
Ja... und mir? Ich hatte es mir um einiges schlimmer vorgestellt, aber eigentlich amüsierten wir uns doch recht gut. Zumindest bis jetzt. Vielleicht war ich auch nur misstrauisch, aber irgendein Bauchgefühl verriet mir, dass sich das noch ändern würde.
»Ganz gut.«
Damit wurde sein Grinsen nur noch breiter und seine Hand bewegte sich von meiner Schulter, in Richtung meiner Haare, nur um diese dann zu verwuscheln.
»Super!« Und scheinbar hatte er nicht vor zu stoppen bis meine Haare gänzlich zerzaust waren.
Generell kein Problem, aber eigentlich wollte ich meine Frisur für den Rest des Abends noch behalten.
»Mhm, ja, super. Reicht jetzt auch langsam« beschwerte ich mich, während ich versuchte mich weg zu ducken. Doch Quinn zog mich einfach wieder zurück.
»Lass mich doch erstmal zu ende stylen.«
Der Größere sah traurig auf mich herab als ich ihn nicht gerade begeistert musterte.
» 'Stylen'?«
Er nickte ein breites Grinsen in seinem Gesicht und mit einem Seufzen sah ich zurück zu Mary. Sollte er halt seinen Spaß haben.
» Na gut...« es klang nicht sonderlich begeistert, aber jetzt war es ja sowieso schon zu spät.
Und mit einem glücklichen Geräusch, was fast wie ein betrunkenes Quietschen klang, löste er seinen Arm und fing nun ernsthaft an meine Haare, scheinbar mit einem Plan, hin und her zu ‚kämmen'.
Ein weiterer Seufzer meinerseits, aber mehr kommentierte ich das Ganze nicht.
Während er inne hielt und wohl meine neue Frisur betrachtete, linste ich zu ihm nach oben, musterte sein Gesicht, wie er zufrieden das Chaos auf meinem Kopf ansah, und als ich ihn so anblickte, brachte sein dummer Gesichtsausdruck mich dazu meine Augen zurollen, bevor ich lächeln musste. Was ein Idiot. Und ein wahrscheinlich ziemlich betrunkener noch dazu.
Endlich trat er einen Schritt zurück, Arme verschränkt und ein breites, glückliches Lächeln.
»Ich bin fertig!«
Mein eigenes Lächeln unterdrückend, sah ich zu Mary rüber. »Und? Wie furchtbar sieht es aus?«
Die Rothaarige blickte mich liebevoll an, als sie näher trat und nun auch ihre Hand nach meinen Haaren ausstreckte.
»Es sieht ganz wundervoll aus!« bevor sie sich nach vorne lehnte und mir einen kurzen Kuss gab, nur um mir dann ebenso durch die Haare zu wuscheln.
Gekonnt ignorierte ich den Verrat und grinste sie einfach nur glücklich an. Ja.
Bis mein Blick wieder auf Quinn fiel, dessen Ausdruck sich komplett verändert hatte. Das glückliche Lächeln war weg und es war auch nicht das typische, breite Grinsen auf seinem Gesicht. Stattdessen wirkte sein Ausdruck eher bitter und irgendwie traurig.
Verwirrt von wo ich hinsah, folgte Mary meinem Blick und landete schließlich auch bei Quinn, nun ebenso stutzig wie ich.
»Hey, ist alles in Ordnung..?« fragte sie etwas besorgt.
Für einen Moment war er starr, bevor er blinzelte und einen Schritt zurück trat, scheinbar vollkommen in Gedanken.
»Ja. Jap. Klar. Aber mir ist eingefallen wie diese Party noch besser wäre.«
Mary legte ihren Kopf leicht schief, als sie ihn fragend musterte. »Ja? Wie denn?«
Und im nächsten Moment war das Grinsen auf seinem Gesicht zurück. Doch irgendwas war seltsam an diesem Grinsen, es fühlte sich so falsch an.
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Fuck you, Idiot
RomansaWenn die Freundin mit einem Schluss macht, die Eltern strenger werden, man beinah nicht versetzt wird und das alles mit einer Begegnung anfängt, schiebt man schonmal gern die Schuld auf diese Situation. Und so wurde mir der braunhaarige Typ, samt s...
