Warum? Warum zur Hölle? Bitte nicht. Ich hatte wirklich Lust Andrews Band beim Proben zuzusehen, aber doch nicht wenn Quinn dabei wäre, das würde das Ganze bloß nervig und unangenem machen.
»Uhm wieso nicht. Wenn du wirklich daran interessiert bist, dann kannst du auch gern vorbeikommen.«
Für ein paar Sekunden musste ich mich zurück alten nicht irgendeinen miesen Kommentar abzugeben, da fiel mir wieder ein, was Marry gesagt hatte. Ich musste mich wegen Quinn doch gar nicht aufregen und genauso wenig musste ich ihm irgendwelche Aufmerksamkeit schenken.
Schnell fand ich wieder zu meinem begeisterten Gesichtsausdruck zurück und Andrew strahlte ebenso zurück.
Mittlerweile war auch Alex im Schlepptau mit Marry, Eli und Max wieder auf. »Da seid ihr ja! Andrew, das ist der Rest unserer bescheidenen Freundesgruppe. Eli, Max, und Marry. Und das da ist Quinn« Nach dem ich nach dieser Aussage in die Gesichter meiner Freunde sah, schienen sie alle nicht wirklich begeistert von der Art wie ich es gesagt hatte.
Marry sah mich so an, da ich nur sie als Teil unserer Freundesgruppe bezeichnet hatte.
Elena sah mich so an, da ich Marry überhaupt als Teil unserer Freundesgruppe bezeichnet hatte.
Max sah mich so an, da er sich wohl nicht als Teil dieses Freundeskreises integriert fühlte.
Und nun ja, Quinn sah mich so an, da ich ihn gesondert genannt und damit impliziert hatte, dass er kein Teil unserer Freundesgruppe war.
Schnell folg mein Blick wieder zu Andrew, welcher bloß schmunzelnd die Gesichter der Vier betrachtete.
Also nahm er es mit Humor, sehr gut. Er war sowieso sympathisch.
»Also uhm hey, schön euch alle kennen zu lernen. Ich hab Louis und... uhm... Quinn! Ich hab Louis und Quinn eben vorgeschlagen, dass sie ruhig mal bei einer Bandprobe dabei sein können, wenn sie wollen. Also falls ihr Bock habt kommt mal rum«
Mehr oder auch teilweise weniger begeistert kam ein simples »Danke« von den anderen zurück.
»Wollen wir noch irgendwo hingehen?« fragte der Blonde und mit grübelndem Gesichtsausdruck sah ich Alex an und nickte leicht.
»Wir könnten uns bei mir zuhause in den Garten setzen! Wir haben letztens die Pergola renoviert und jetzt ist das alles so schön und bequem« schwärmte Eli und schien ziemlich begeistert von der Idee.
»Sind alle dabei?« Hakte Alex nochmals nach und bei einstimmiger Zusage und der Tatsache, dass sich die Veranstaltung hier langsam auflöste, hatten wir uns zu Eli aufgemacht.
Eine halbe Stunde später saßen wir an einem Tisch, verziert mit kleinen Schnitzereien und einer blauen Tischdecke.
Jeder unterhielt sich mit jedem, und manchmal wurde auch bloß einer Person gelauscht, wenn es grad besonders Interessant war. Zu meiner rechten saß Marry und zu meiner linken Andrew.
Natürlich war unser aktuelles Thema seine Musik und interessiert nahm ich jedes einzelne seiner Worte auf.
Dadurch, dass ich so fokussiert auf die Worte des anderen war, bemerkte ich anfangs nicht, die gleich drei musternden Blicke.
Erst als ich mich kurz aus meinem Tunnelblick löste bemerkte ich wie Alex, Quinn und Marry mich ansahen.
Etwas verwirrt blickte ich kurz fragend zu Marry, welches dies allerdings gekonnt übersah und so versuchte ich genauso die Blicke zu ignorieren.
»Louis, gehst du mit mir neue Getränke holen?«
Alex war aufgestanden und sah mich abwartend an.
Mit einem kurzen Nicken war ich aufgestanden und mit dem anderen mit nach drinnen.
Während ich dabei war neue Getränke einzusammeln, war Alex musternder Blick zurück gekommen.
»Ist was?«
Überlegend sah mich Alex an und nickte dann »Andrew scheint dich sehr sympathisch zu finden« wobei er das 'sehr' betonte.
Mein einziger stiller Kommentar war ein verwirrter Blick.
»Sag mir nicht, dass du nicht bemerkt hast, wie er mit dir geflirtet hat?«
Bitte was? War Alkohol in Alex' Getränk geraten, dass er jetzt so etwas redete?
»Was ein Unsinn, der ist nett und merkt, dass ich seine Musik toll finde. Leute können auch nett mit einander umgehen, ohne direkt zu flirten«
Mit einem sarkastischen »Sicher, ist bestimmt bloß ein netter Umgang« ließ mich Alex allein in der Küche.
-Samstag-
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Fuck you, Idiot
Storie d'amoreWenn die Freundin mit einem Schluss macht, die Eltern strenger werden, man beinah nicht versetzt wird und das alles mit einer Begegnung anfängt, schiebt man schonmal gern die Schuld auf diese Situation. Und so wurde mir der braunhaarige Typ, samt s...
