»Ich hab langsam keinen Bock mehr darauf, wie du dich aufführst! Ich hab nun mal nicht immer Zeit, jeden Donnerstag hier aufzukreuzen und dann sechs Stunden zu proben. Manche Menschen haben ein Leben und können sich nicht zu 100 Prozent auf ihre ach so tolle Musikkarriere verlassen.« Der junge Mann, der Andrew mit einem wütenden Blick scheinbar zu ermorden versuchte, war wohl der Sänger der Truppe.
»Ich hab dir von Anfang an gesagt wie die Dinge hier laufen.« Quinn und ich standen am Rande des Raumes und uns beiden war das Ganze mehr als bloß unangenehm. Glücklicherweise schritt Rebecca ein, bevor der Streit noch weiter eskalieren konnte.
»Vielleicht könnt ihr weiter streiten, wenn wir keinen Besuch mehr haben und jetzt endlich mal proben?«
Vielen Dank Rebecca an dieser Stelle.
»Was auch immer.« Und damit wand er sich ab und Andrews Aufmerksamkeit lag nun auf uns.
»Hey! Schön dich zusehen! Euch- es ist schön euch zusehen!« Er begrüßte uns beide mit einer Umarmung, die auch nur mehr oder weniger unangenehm von statten ging.
Wenn ich ehrlich sein sollte, dann war ich sogar froh Quinn mit mir hier zuhaben, denn all diese Leute strahlten eine enormes Selbstbewusstsein aus, welches mich auf gewisse Art und Weise, einschüchterte.
»Klar! Du hast uns ja eingeladen« lächelte Quinn den anderen an. Leicht schüttelte ich meinen Kopf. Quinn war so ein Idiot. Und was für einer!
»Ja, das hab ich wohl.« verschmitzt lächelte Andrew.
»Auf jeden Fall sind das unsere Mitglieder! Und wir würden jetzt gleich schon anfangen zu proben, dafür seid ihr ja auch da.«
Andrew stellte uns die anderen vor.
Rebecca, die uns hierhin geführt hatte, spielte Bass und ihr Partner, Luca, saß am Schlagzeug. Der Sänger hieß Shawn.
Es dauerte nicht lange, bis alle bereit waren und endlich anfingen zu proben.
Quinn und ich saßen auf zwei Stühlen am Rand und sahen tatsächlich ziemlich gespannt zu, wie die Probe voran ging.
»Ziemlich beeindruckend, oder?« sagte ich, während ich mich ein Stück weiter zu Quinn rüber lehnte, damit dieser mich verstehen konnte.
Der Dunkelhaarige nickte begeistert.
Er war ziemlich sicher nur mitgekommen um mich zu nerven, aber jetzt schien er tatsächlich interessiert daran zu sein. Das brachte ein Lächeln über meine Lippen. Ich gab es ungerne zu, aber vielleicht wuchs der Idiot mir langsam doch ans Herz.
Die Probe verlief weiterhin reibungslos, bis Andrew alle zu einer kurzen Pause aufforderte und sich dann zu uns gesellte.
»Und? Was denkt ihr?« Er strahlte uns an, während er gespannt auf unsere Meinung zu warten schien.
Ich nickte begeistert » Es ist echt cool euch alle so nah in Aktion zusehen. Ich mag eure Musik ja sowieso.« Das Lächeln auf Andrews Gesicht schien immer breiter zu werden.
»Das freut mich! Also wenn du willst dann könntest du auch öfter mal vorbeischau-« Doch bevor er seinen Satz zu ende bringen konnte, wurde er unterbrochen.
»Nein! Du musst jetzt nicht dein Date zu jeder Probe einladen. Dann kriegen wir ja gar nichts mehr geschafft, weil du dann sowieso die ganze Zeit nur damit beschäftigt bist zu flirten.«
Date?
»Shawn, was ist heute eigentlich dein verdammtes Problem? Du bist die ganze Zeit am rumnörgeln und jetzt das?«
Date??
Doch bevor sich mein Gehirn weiter an dem Wort aufhängen konnte, übernahm das Geschehen vor mir meine ganze Aufmerksamkeit.
Shawn, der wohl einen besonders dramatischen Abgang machen wollte, rempelte Andrew an, welcher nicht damit gerechnet hatte, denn dieser stürzte mit viel zu viel Schwung nach hinten, geradewegs auf das Schlagzeug.
Unter tosendem Geschepper krachte ein Teil des Schlagzeugs nach hinten weg und mit entsetztem Ausdruck, sprang Luca ein Stück zur Seite. Hastig und mit Sorge half ich dem Jungen auf »Geht's?« Mit leicht verzogenem Gesicht ließ Andrew sich aufhelfen.
»Ja- ja es geht schon.« murmelte er, während er sich wie ein alter Mann den Rücken hielt.
»Ich glaube du solltest dich entschuldigen Shawn.« Rebecca verschränkte ihre Arme, doch der andere schien gar nicht erst daran zu denken.
»Ihr könnt mich mal! Ich verschwinde!« Und damit knallte er die Tür hinter sich zu.
Andrew sah mich bedrückt an und auch Luca und Rebecca konnte man die schlechte Stimmung nun deutlich ansehen.
»Wir sollten das Ganze glaube ich lieber beenden. Luca, Rebecca, guckt ihr euch an, ob dem Schlagzeug irgendetwas fehlt? Wir würden uns dann hoffentlich nächste Woche sehen.« Mit einem kurzen Nicken und einem Abschied von beiden, verließen wir zu dritt das Gebäude.
Quinn ging ein paar Schritte vor uns und jetzt, wo wir an der frischen Luft waren, fiel mir wieder etwas ein, was ich zwischenzeitlich verdrängt hatte.
»Stimmte das eigentlich? Also was Shawn gesagt hat- meintest du das hier als...« das Wort blieb in meiner Kehle stecken.
Man sah auf Andrews Gesicht, wie er einen Moment brauchte, um zu realisieren, worauf ich hinaus wollte.
Verlegenheit überkam ihn.
»Ja- ich dachte eigentlich du uhm- du hättest das auch so wahrgenommen.«
Das war jetzt unangenehm.
Ich erinnerte mich an die Konversation, die ich mit Alex hatte.
»Sag mir nicht, dass du nicht bemerkt hast, wie er mit dir geflirtet hat?«
»Was ein Unsinn, der ist nett und merkt, dass ich seine Musik toll finde. Leute können auch nett mit einander umgehen, ohne direkt zu flirten«
Ach verdammt- Alex hatte doch recht gehabt.
»Andrew ich-«
Jetzt reiß dich zusammen Louis
»Ich bin in einer festen Beziehung.« Mein Magen zog sich zusammen, als ich es aussprach und Andrew schien sich nun genauso unwohl zu fühlen, wie ich es gerade tat.
»Oh«
Donnerstag
A/N:
Imagine man aktualisiert seine Geschichte Monate lang nicht- eww cringe
guilty
Anyways- Ich hab's geschafft und bin tatsächlich schon am nächsten Kapitel dran, also wer weiß. Vielleicht ignoriere ich die Story ja jetzt nicht für ein halbes Jahr.
DU LIEST GERADE
Fuck you, Idiot
DragosteWenn die Freundin mit einem Schluss macht, die Eltern strenger werden, man beinah nicht versetzt wird und das alles mit einer Begegnung anfängt, schiebt man schonmal gern die Schuld auf diese Situation. Und so wurde mir der braunhaarige Typ, samt s...
