Heftiger Schlag

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Bevor Ihr dieses Kapitel lest wollte ich folgendes anmerken: Es werden sowohl verbale als auch körperliche Auseinandersetzungen aufgrund von Homophobie in diesem Kapitel vorkommen. Hassrede etc.
Ich möchte niemanden triggern oder ähnliches, also überspringt dieses Kapitel bitte falls euch so etwas triggered oder unwohl fühlen lässt.
Ich werde es nicht zu stark ausführen, aber sicher ist sicher.

»Hey, hey, hey« Alex stürmte auf mich zu und wenn mich sein lautes rufen nicht rechtzeitig alarmiert hätte, dann wäre ich glatt samt Alex umgeworfen wurden.
Aber wenn sich jemand mit Anlauf auf einen drauf stürzt, dann kann man auch schonmal umgeschmissen werden.
Nachdem Alex und ich wieder sicher standen, löste ich mich aus der Umarmung.
»Was ist denn Heute mit dir los? Sonst bist du nicht so... zutraulich?«
Alex runzelte die Stirn, bevor er mir einen schwachen Schlag gegen den Arm verpasste.
»Was bin ich? Ein Hund?«
Er schüttelte seinen Kopf.
»Zutraulich« äffte Alex mich nach.
»Ich kann doch wohl mal n bisschen Liebe gegenüber meinem besten Freund zeigen.
Du Hund«
Leicht musste ich daraufhin grinsen.
»Ach, jetzt bin ich der Hund?«
Kurzerhand schnappte Alex sich meinen Arm und zog mich mit.
»Jaja, halt deine Klappe Louis«
»Was ist aus 'Liebe gegenüber deinem besten Freund' geworden?«
Mit einem »Man, jetzt sei doch leise« und einem Lachen meinerseits, wurde ich weiter gezogen.

Wir waren auf dem Weg zum Park. Das Wetter war gut und Alex und ich wollten endlich mal wieder Zeit miteinander verbringen und so sehr ich Eli auch liebte, ohne die Gefahr am Ende wieder von Max oder eher Quinn, genervt zu werden. Und um das zu vermeiden, war es einfach sicherer ohne sie zu gehen. Nur dieses eine Mal.
Alex ging zügig voraus, ich beeilte mich hinterher zu kommen. Doch irgendwie war er ein Ticken zu schnell. Ohne groß darüber nachzudenken schnappte ich mir seine Hand, einfach nur um ihn ein bisschen zurück zuziehen und weil ich keine Lust hatte nachher noch zu sprinten. Immerhin hatten wir den ganzen Rest des Tages Zeit und mussten uns nicht hetzen.

Mit einem verwirrten Blick auf dem Gesicht, drehte er sich zu mir. »Du sprintest ja schon fast. Komm mal 'n bisschen runter.«
Ich grinste ihn an und er nickte, bevor er etwas langsamer wurde. Bequemlichkeitshalber nahm ich seine Hand nun richtig in meine. Wieso auch nicht?
Beschwingt gingen wir also weiter.
Alex war gerade über irgendeine neue Punkrock Band am erzählen, die er letztens gefunden hatte und wie cool denn all die Mitglieder wären, als sich ein komisches Gefühl in mir ausbreitete.
Es war schon interessant, immerhin hatten wir einen ähnlichen Musikgeschmack, aber dennoch konnte ich mich nicht ganz darauf konzentrieren.
Es fühlte sich merkwürdig an.
Irgendwie war es als ob wir von den Leuten um uns herum verurteilt wurden.
Unauffällig versuchte ich mich umzusehen, versuchte zuerkennen woher dieses Gefühl kam und ob es lediglich Einbildung war oder wir wirklich komisch gemustert wurden.
Aber eigentlich war das doch Unfug.
Wer sollte uns schon großartig Aufmerksamkeit schenken.
Wir machten ja nichts. Alex redete nicht übermäßig laut, wir hörten keine laute Musik oder machten sonstigen Krach, es gab eigentlich keinen Grund wieso wir uns von den anderen Passanten unterscheiden würden.
Ich versuchte das Gefühl loszuwerden und wieder aufmerksamer Alex zu zuhören.
Ich bildete es mir bestimmt nur ein.

Der Blondhaarige und ich waren nach einer Weile endlich angekommen. Der Park war ziemlich leer und ehrlich gesagt war ich froh darüber.
Bei schönem Wetter kam dies selten vor und das machte es doppelt so toll.
Es brachte eine entspannte Atmosphäre mit sich, wenn so wenig Leute hier waren.
Alex hatte wohl einen ganz bestimmten Platz im Kopf, denn anstelle zur nächstbesten Bank zu gehen, zog er mich weiter mit sich den Weg entlang.
Der Kies knirschte unter unserem Gewicht und mit jedem Schritt wurde mir mehr und mehr unwohl.
Irgendjemand ging hinter uns, mehrere Leute, schnell und in mir kam das mulmige Gefühl von zuvor hoch.

Fuck you, Idiot Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt