Flashbacks

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Karas Erinnerung:
Ich hatte Cat Grants Kaffee schon wieder fast verschüttet, zum dritten Mal heute. Am liebsten wäre ich im Bett geblieben oder hätte mich nützlich im DEO als Supergirl gemacht, jedoch wollte ich meine Chefin nicht verärgern. Irgendwie überstehe ich den Tag schon, auch wenn es nicht meiner ist. Zudem bin ich schon wieder fast unpünktlich, weshalb ich auch anfing zu laufen beziehungsweise schneller zu gehen, damit ich es nicht schon wieder riskiere, den Becher auszuschütten. Kurz bevor ich in Miss Grants Büro ankam, lief mir plötzlich jemand rein und der Kaffee war über das ganze Kleid von dieser Person verteilt. Als ich es realisiert habe, blickte ich in die grünen Augen dieser wunderschönen Frau. Im Gesicht wurde ich immer roter, besonders als ich meine Entschuldigung dahin stotterte. „Es tut mir so leid.. Ich weiß gar nicht wie das passieren konnte.. Ich war im Stress und dann.." Die Frau fing mitten darunter an zu Lachen und ich konnte es im Moment kaum fassen wie wunderschön ihr Lächeln war. Kara reiß dich zusammen, sagte ich mir innerlich. „Schon gut. Wenn ich mich vorstellen darf, Lena Luthor." sagte sie mit so viel Verständnis und Güte zu mir. „Kara Danvers" stellte ich mich ebenfalls vor. Irgendwie fühlte sich das alles gerade an wie ein Traum und ich verstand nicht ganz warum ich mich gerade leicht von ihr angezogen fand. „Freut mich Sie kennenzulernen, Miss Danvers." Ich konnte nicht anders als selbst zu Lächeln, jedoch bevor ich etwas darauf antworten konnte, kam Miss Grant auch schon auf uns zu. „Kiera wie ich sehe, haben Sie sich schon mit Miss Luthor bekannt gemacht. Eigentlich wollte ich Sie darum bitten sie zu interviewen, aber nach diesem peinlichen Vorfall, der sich daraus schließen lässt, dass mein Kaffee sich auf Miss Luthors Kleid befindet, such ich mir jemand kompetenteren." Selbst wenn Lena nicht wütend reagiert hat, wäre es trotzdem unangenehm, obwohl ich sie doch gerne noch ein bisschen besser kennengelernt hätte. Ich verstecke meine Enttäuschung mit einem Blick auf Boden und einem schüchternen Grinsen. „Ich würde gerne ein Interview mit Miss Danvers führen. Jetzt wo Sie mir schon mein 3000 Dollar Kleid zerstört hat, kann ich mir das Gespräch mit ihr nur angenehm vorstellen." Diese Worte sprach sie mit einem sarkastischen und provokanten Unterton, der mich zum Lachen brachte. Ich merkte wie stark diese Frau war und zugleich doch einschüchternd. „Wir sehen uns später bei L-Corp, Miss Danvers. Ich freue mich auf Ihre Anwesenheit." Sie verabschiedete sich von mir und verließ CatCo. Kurz sah ich ihr noch nach bis Miss Grant mich unterbrach und mich nach Hause schickte, dass ich mich vorbereiten soll. „Ersparen Sie mir weitere Peinlichkeiten." waren ihre letzten Worte an mich, bevor ich ihren Anweisungen Folge leistete.

Meine Konzentration war gerade nicht wirklich vorhanden, da ich Lena nicht mehr aus dem Kopf bekam. Nach einer Weile kam Alex in mein Appartement, die mir von ihrer Arbeit erzählte und von den neuen Waffen, mit denen sie sich ausgestattet hatte. Irgendwann unterbrach sie sich selbst als sie merkte, dass ich ihr nur so halbherzig zu hörte. „Kara, entweder dich beschäftigt etwas oder dein Interesse für meine Geschichte ist nicht vorhanden." So spannend sie es auch rüber brachte, wollte ich ihr jedoch lieber von Lena erzählen. „Tut mir leid, Alex. Heute bei meiner Arbeit bin ich in eine Frau reingerannt und seitdem geht sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich kann es mir selbst nicht mal beantworten, wieso." Sie sah mich überrascht an und fragte mich nach ihrem Namen „Wer ist denn diese geheimnisvolle Frau, die es schafft meine Schwester vollkommen zu verwirren?" Das sagte sie mit einer hochgezogenen Augenbrauen und einer leichten Ironie, da Alex  dies von mir nicht kannte. „Sie heißt Lena. Lena Luthor." Plötzlich veränderte sich der Blick meiner Schwester. Sie sah jetzt eher besorgt und geschockt aus. „Kara, halte dich fern von ihr. Es gibt so einiges, dass du über die Luthor Familie noch nicht weißt." Sie erzählte mir alles. Das mit meinem Cousin und ihrem Bruder Lex sowohl auch, das sie niemals wissen dürfte, wer ich und meine Familie in Wahrheit sind. In mir machte sich eine große Enttäuschung breit. Selbst wenn Lena ein Teil dieser korrupten Familie war, wollte ich mich lieber selbst von ihr überzeugen. Sie schien anders zu sein und dennoch war ich leicht vorsichtig, obwohl ich meinem Gefühl ihr gegenüber mehr tausend Mal mehr traute als Alexs Worte. Lena war etwas besonderes.

Lenas Erinnerung:
Irgendwie war die Begegnung mit Kara schon seltsam. Es kam mir so vor als ob sie keine Ahnung hatte, wer ich bin oder wusste was meine Familie der Menschheit antat. Ich dachte eine gefühlte Ewigkeit über heute Morgen nach, bis sie endlich in meinem Büro stand. Sie begrüßte mich freundlich und ich erwiderte es leicht provokant und dennoch mit einem herzigen Lächeln im Gesicht „Miss Danvers, die Frau, die mein Kleid ruiniert hat. Freut mich, dass sie gekommen sind." Ich merkte, dass Kara leicht eingeschüchtert war und trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie gerne hier war. Ich bat ihr einen Drink an und wir setzen uns auf die Couch. Zuerst stellte sie mir ein paar Fragen über mein Unternehmen bis sie dann persönlicher wurde. „Miss Luthor, möglicherweise ist das jetzt der falsche Zeitpunkt oder Frage für ein Interview über ihre Firma aber.." ich unterbrach sie, weil ich wusste, was sie wissen wollte. Komischerweise war es nicht die übliche Frage, die mir jeder stellt und mit meiner Familie zu tun hat, sondern etwas anderes. „Er ist rausgegangen." Sie sah mich verwundert an und ich entgegnete ihr nur mit einem Lächeln „Der Kaffeefleck." Ihr Blick sagte mittlerweile noch mehr Verwunderung aus „Woher wissen Sie, dass ich.." und schon wieder unterbrach ich Kara „Reine Intuition. Ich weiß, dass Sie anders sind." Wir lächelten uns beide an und ich fühlt mich ihr verbunden. So als ob Kara genau der Mensch wäre, den ich in meinem Leben brauche. Ich wusste von Anfang an, dass sie etwas besonderes ist genauso wie, dass sie zu meinen besten Freundinnen gehören wird.

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