Pain vs Love

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Sie standen alle im Raum, ohne sich nur einen Zentimeter zu bewegen und sahen sich alle gegenseitig an, denn es könnte jeder von ihnen sein. Alex dachte daran, dass sie sich gerade wie in einer schlechten Komödie fühlte. Kara wollte nur zu Lena und verließ den Raum auch unauffällig, während die anderen am diskutieren und überlegen waren. Sie setzte sich auf das Bett und nahm die Hand von ihr. Leicht gab sie ihr einen Kuss auf die Wange. „Ich weiß du kannst mich nicht hören, aber ich liebe und brauche dich. Bitte verlass mich nicht." Während Kara diese Worte in Lenas Ohr flüsterte, bemerkte sie gar nicht, dass Alex auch im Raum stand bis sie etwas leiser sagte. „Kara, ich weiß, dass mit Lena macht dich gerade fertig, aber ich brauche deine Hilfe, denn wir zwei wissen gut genug, dass wir nicht mit Lilian arbeiten." Sie drehte sich zu ihr Schwester und nickte ihr zu ehe sie etwas darauf antwortete. „Vielleicht ist es diese Frau mit der Lena letztens in der Bar war. Obwohl ich mich frage, wieso genau sie meine Freundin anschießen sollte, wenn sie sich doch so gut verstanden haben und sich anscheinend ja schon länger kennen?" Nachdem Kara letztens Lena etliche Vorwürfe zu Sam machte, erklärte sie ihr auch, dass sie eine alte Freundin vom Collage war mit der sie immer eine besondere Freundschaft hatte. Nachdenklich sah Alex zu ihrer Schwester und ging sämtliche Theorien in Gedanken durch, wobei ihr auffiel, dass Cat am wenigsten zu verlieren hatte als die Anderen. Dennoch wollte sie dies erstmals für sich behalten, da Miss Grant jahrelang mit Kara gearbeitet hatte und keinerlei Anzeichen auf eine psychopathische Seite zeigte. „Kara.. wo bin ich?" kam es plötzlich von Lena, die langsam und doch schwach wieder aufwachte. Sie spürte einen heftigen Schmerz in ihrem Bauch. „Lena, du bist wach. Wie gehts dir? Wie fühlst du dich? Ich habe mir solche Sorgen, um dich gemacht und dachte, dass ich dich verliere." Kara überhäufte ihre Freundin gerade mit allem möglichen und Lena hatte nicht einmal die Kraft auf alles zu antworten. „Bitte lass mir etwas Zeit, was nicht heißen soll, dass ich deine Nähe und Fürsorge nicht genieße." Kara blickte zu Alex, die verstehend nickte ehe sie den Raum verließ und kurz darauf folgte Kara, die sich aber noch einmal umdrehte und Lena ein „Ich liebe dich" zu flüsterte. In Lenas Gesicht tat sich ein riesengroßes und ehrliches Lächeln auf. Die Anderen waren immer noch am diskutieren, wobei Cat wenig interessiert war sich miteinzubringen. Sie wollte sich lieber selbst ein Bild von allem hier machen, damit sie so schnell wie möglich wieder gehen konnte. „Ich schieße doch nicht wahllos auf irgendwelche Leute?!" schreite James in die Richtung von Sam, die nur erwiderte „Und warum sollte ausgerechnet ICH auf eine meiner besten Freundinnen, die mir alles bedeutet, schießen? Außerdem ist sie dort drüben, diejenige, die mit Waffen arbeitet!" und zeigte dabei auf Maggie. Kara konnte Sam nicht wirklich leiden, da sich seit der ersten Begegnung einiges an Eifersucht in ihr auftat und jetzt war es nicht anders als sie hörte, wie sie über Lena sprach. Kurz bevor die Diskussion eskalierte, mischte sich Alex ein. „So jetzt reichts. Wir kommen jetzt alle mal runter. Zum einen liegt Lena immer noch verletzt im Schlafzimmer und brauchte ihre Ruhe. Zum anderen erreichen wir so genau gar nichts. Wir ordnen jetzt alle unsere Gedanken und überlegen uns, wer von uns wohl das beste Motiv hat, mit Lilian zu arbeiten." Jeder folgte Alexs Befehl, selbst Cat, die nicht gerade begeistert aussah.

Lena:
Es ist ca. eine halbe Stunde vergangen als ich Kara weggeschickt hatte und dennoch fehlte sie mir seit der ersten Sekunde ungeheuerlich. Ich nahm mein Handy in die Hand und schrieb ihr eine Nachricht, dass sie kommen soll. Aufstehen konnte ich nicht, da es schon eine Qual war, wenn ich mich nur aufrichtete. Kurz darauf war sie auch schon bei mir und setzte sich wieder auf meine Bettkante. „Was ist da draußen los?" fragte ich sie neugierig und sie erzählte mir darauf alles in einer Kurzfassung. Mich überraschte es ja nicht, dass meine Mutter mir oder Supergirl etwas antun wollte, aber jetzt auch noch meinen Freunden. Das war selbst für sie ein neuer Tiefpunkt. „Mach dir aber jetzt keine Gedanken oder Sorgen darum, was bei den Anderen geschieht. Alex kümmert sich darum und ich bleibe bei dir." Während Kara mir das sagte, nahm sie meine Hand wieder in die ihre und lächelte mich an. Zu einem Teil kam ich mir so dumm vor, da ich sie so von mir weggestoßen und verletzt habe. Zum anderen Teil fühlte ich mich schuldig, dass sie nach alldem, was passiert ist, trotzdem noch an meiner Seite war und mich immer noch mit so viel Liebe überschüttete. „Ich weiß, dass ist jetzt der falsche Zeitpunkt dafür, aber ich wollte mich dafür entschuldigen, dass ich dir dein Herz gebrochen habe. Du bist natürlich die Kara, die ich kennengelernt habe und nicht die verdrehte Version davon, wie ich dich dargestellt habe." Ohne etwas darauf zu erwidern küsste sie mich lange sowie leidenschaftlich und legte ihre andere Hand auf meine Hüfte bis sie irgendwann unterbrach. „Ist das okay für dich? Falls ich dir irgendwie wehtu, musst du es mir sagen oder wenn es für dich zu anstrengend ist." Aus meinem leichten Lächeln wurde ein breiter Grinser, da ich sie genau dafür liebte, wie sie mich behandelt und für noch so viel mehr. „Alles gut, Schatz." Ich zog sie näher zu mir ran, sodass sie schon über mir lag. Ich spürte zwar, dass meine Schmerzen immer heftiger wurden, dennoch war mir das im Moment egal. Solange ich Kara bei mir hatte, konnte ich alles vergessen. Ihre Berührungen waren so wunderschön und zärtlich, dass es für mich in dieser Zeit erträglicher wurde. Für nichts auf der Welt hätte ich das jetzt unterbrochen.

Supercorp - Is it Love?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt