Chap. 10

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Uff, irgendwie war der Rückweg länger, als der Hinweg! Kann auch daran liegen, dass ich mich verlaufen habe kurzzeitig ... ich muss das echt noch lernen. Oh mein Gott, verdammt! Ich habe doch gar keinen Schlüssel! Scheiße!! Ich checkte meine Jackentaschen, auch wenn sich da nichts befinden kann, was ich gerade benötige, aber naja. Warte .. was ist das? Ein Schlüssel?? Oha, seit wann habe ich den denn? Und siehe da! Er passte ins Tor! Ich hoffe bloß, er öffnet mir auch die Tür ins Innere des Hauses. Und wie ein Wunder passt er! Hä? Was zum - warte. Ist das nicht das Schlüsselbund von Mama? Hm, hat sie mir vielleicht - ja hat sie! Warum ist mir das schon wieder mal nicht früher aufgefallen?? Was bin ich den für ein spät - Checker ey.

Mama
Y/N, meine Süße! Ich hab dir bei unserer Verabschiedung meinen Schlüssel in deine Jackentasche getan! Du hast ja noch keinen und ich wusste nicht, in wie fern Jungkook Zuhause, oder auch nicht, ist.
Noah hat sich sehr gefreut, als ich mit dem Abendessen in sein Büro kam, dafür nochmal vielen Dank, meine Kleine!
Wir haben dich lieb, schlaf nachher gut! <3

Ach, meine Mama. Sie denkt auch wirklich an alles! Wenn ich sie nicht hätte, halleluja. Ich geh erstmal in mein Zimmer, immerhin hatte ich ja Schlafsachen an. Ja, in denen bin ich rausgegangen und ich werde es immer wieder tun, fight me! Von Jenny gab es keine Spur. Schade .. irgendwie hätte ich ihr jetzt gerne noch den Dank von ihnen allen ausgerichtet. Naja, das muss dann wohl warten! Es ist gerade mal halb Zehn, was also könnte ich noch machen? Irgendwie würde mich ja der Garten des Hauses interessieren .. ob ich einfach mal rausgehen sollte? Ja, klar! Aus meinem Fenster heraus hatte ich vorhin bereits wunderschöne schwarze Rosen gesehen, die muss ich mir einfach näher ansehen! Aber natürlich nicht, ohne mir vorher ein Glas Wodka mitzunehmen. Mama und ich haben immer eine Flasche Wodka dabei, beziehungsweise hatte sie gestern, nachdem wir gelandet waren, noch eine gekauft. Ich ging in ihr Zimmer nahm die Flasche und holte mir ein Glas aus ihrem Schrank. Ich füllte es bis fast zum Rand und ging nach unten. Über die Terasse schien man nach draußen in den Garten zu gelangen, also versuchte ich es mal da lang! Wow, gestern ist mir gar nicht aufgefallen, wie riesig das Anwesen doch ist! Der Garten ist wunderschön! Es gibt sogar ein Labyrinth, was die Jeons damit wohl wollen? Die schwarzen Rosen sehe ich irgendwie nicht. Aus meinem Fenster raus müssten sie .. ah! In diese Richtung denke ich! Hm, nö. Nicht wirklich. Wo sind die denn bitte? Ich - oh oh. Da sind Stimmen. Eine recht tiefe Stimme ist gerade am reden, doch ich kann nicht verstehen, was sie sagt. Aber da ist noch eine zweite Stimme .. Jungkook? Hm, klar. Er wohnt hier .. kein Wunder, dass er sich hier auch irgendwo aufhält, Y/N! Der arme Junge kann ja nicht immer nur im Zimmer hocken, da kriegt man ja nen Ratsch. Ich werd die Stimmen einfach ignorieren und in Richtung des Steges gehen! Ja, nen eigenen See mit Steg haben sie wohl scheinbar auch. Ich lehnte mich mit dem Rücken an den Holzpfahl und setzte mich hin. Mein Glas, welches nebenbei erwähnt auch schon halb leer war, stellte ich neben mir ab.

Ich hatte mir meine Kopfhörer in die Ohren getan und hörte gerade das Lied Guys my age von Hey Violet, um abzuschalten. Mein Wodka war auch schon bald leer. Wie traurig. Aber was soll man machen, nicht? Betrinken würde ich mich heute sicher nicht. Der See glitzerte aufgrund der letzten Sonnenstrahlen, die auf ihn fielen. Es war ein traumhafter Anblick, welchen ich noch Stunden hätte betrachten können, doch natürlich musste etwas, besser gesagt jemand, mich stören. Ich merkte, wie meine Kopfhörer meine Ohren verließen und hörte keinen geringeren als Jungkook nur : " Rein mit dir. Kleine Kinder gehören ins Bett ", sagen. Dieses arrogante Ekelpaket. Na warte, irgendwann kriegst du's zurück, verlass dich darauf. Ich exte den restlichen Inhalt meines Glases, lächelte ihn an und gab ein : " Gute Nacht, großer Jungkookie ", von mir. Ja, er war älter, aber dass er das weiß, macht es mir nicht einfacher. Er schaute wütend aus, aber mir ist das herzlich egal, denn ich ging jetzt in mein Zimmer und machte Musik auf meinem Handy an. Ich schrieb in die Gruppe von Mama, Noah und mir noch, dass es mir gut ginge, ich jetzt schlafen gehen würde und mich freue, sie morgen wiederzusehen. Eine gute Nacht wünschte ich ihnen natürlich auch, keine Frage.

Es ist bereits nach null Uhr und ich kann immernoch nicht schlafen. Was ist denn schon wieder los mit mir, verdammt? Ich schleppte mich nach unten in die Küche, nahm mir eine Schlaftablette und ein Glas Wasser und ging damit wieder in mein Zimmer. Ich kuschelte mich mit einer Flauschdecke auf den Balkon, da ich so einen schönen Blick auf den Mond hatte und genoss noch ein wenig die frische Luft, bis die Müdigkeit mich übermannte. Ich legte mich ins Bett, zog die Decke bis über meine Nasenspitze und schlief ein.

" Guten Morgen, Miss ", hörte ich die Stimme von Jenny mich aufwecken. " Guten Morgen ~ ", wünschte ich ihr ebenfalls. Was machte sie in meinem Zimmer? Sie meinte doch, sie würde mich nicht wecken. Hm, seltsam. " Ihr fragt Euch sicher, weswegen ich hier bin. Folgendes, Frau Jeon rief heute morgen an und überbrachte die Nachricht, dass Jungkook und Ihr, Miss, auf eine Veranstaltung gehen werdet. Sie ist für heute Abend geplant und da eure Eltern nicht rechtzeitig kommen können, müsst ihr einspringen. Frau Jeon bat mich, Euch ein Kleid rauszusuchen, das passend für den Anlass ist ", sprach Jenny drauflos. Okay, das ist viel zu verdauen am frühen Morgen. " Ehm, wie spät ist es denn und wann ist die Veranstaltung? ", fragte ich augenreibend. " Wir haben es bereits 11.43 Uhr, Miss und die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. ", antwortete mir Jenny kichernd. Meine Augen wurden groß : " Bitte was?? Es ist schon fast Mittags? Oh je .. ", ich rieb meine Schläfen und ließ mich zurück ins Bett fallen. " Ihr saht so friedlich aus, wie Ihr schlieft, deswegen ließen wir Euch ruhen, aber langsam müssen wir Euch vorbereiten, deswegen bin ich nun hier. ", waren ihre Worte und sie holte irgendetwas aus dem Nebenraum. Ich setzte mich auf und ließ meine Beine aus dem Bett baumeln. " Zack zack duschen gehen, Miss ", schob Jenny mich in Richtung Badezimmer und ich tat, wie mir geheißen.

Als ich fertig geduscht war und meine Haare trocken geföhnt hatte, ging ich wieder in mein Schlafgemach. Jenny hatte dort ein prachtvolles Kleid, auf einer Puppe drapiert, hingestellt und meine Augen drohten mir herauszufallen.

" Jenny, sag mir bitte, was das ist ", hauchte ich ungläubig

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" Jenny, sag mir bitte, was das ist ", hauchte ich ungläubig. " Das ist Euer Kleid für den Abend, Miss ", sagte sie selbstverständlich. " Jenny .. ich .. ich kann das nicht tragen! Ich mein's ernst! ", sagte ich mit Panik in meiner Stimme. " Aber wieso nicht, Miss? Ihr werdet darin umwerfend aussehen! ", versuchte sie mich aufzumuntern. Aber mir war das zu viel. Das Kleid, es ist wunderschön, aber ich kann doch kein Kleid tragen, welches wahrscheinlich mehr gekostet hat, als alles, was ich besitze zusammen?? Und im allgemeinen mag ich keine Kleider tragen, auch wenn dieses wahnsinnig schön ist. Ich wollte ihr allerdings auch keine Schwierigkeiten bereiten, deswegen nickte ich bloß und sie machte sich schon an die Arbeit, mir jenes überzuziehen. Einen anderen Ausweg, hatte ich jetzt sowieso nicht...

Ich sah wunderschön aus, aber es fühlte sich so falsch an.

Geheimnisse vor deiner Zeit | [J.Jk x Reader]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt