Chap. 18

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Nach mehreren Handrücken - gegen - die - Stirn - hauen - Schlageinheiten, lief ich die Treppen wieder hinab. Jungkook, vollständig gestylt, stand an der Treppe und wollte mich wohl so eben holen geben. Ich streckte ihm die Zunge entgegen und sagte : " Zu langsam, ätsch! ", als wäre ich ein kleines Kind. Er musste aber lächeln und schüttelte, wahrscheinlich belustigt von meiner Tat, den Kopf. Ich öffnete die Tür, damit er rausgehen konnte und schloss sie hinter mir wieder. Er schloss ab und wir gingen zu der Garage des Hauses. Ich war noch nie dort unten drinne gewesen, da Jungkooks Auto, an dem Tag, an welchem er mich zur Schule mitnahm, von Joohyeon vorher nach draußen gefahren wurde, sodass wir direkt einsteigen konnten. Ich bin gespannt, was ich da gleich zu sehen bekommen!

Ich riss meine Augen auf, das ist doch wohl ein Witz! Hier stand der Bugatti seines Vater, sein BMW, ein paar Ferraris, Zwei Porsche und unfassbar viele weitere teure Autos! Während ich vor Schock den totalen Hirntod am erleiden war, ging er einfach, als wäre es das Normalste auf der Welt, zu einem Porsche Taycan und öffnete mir die Tür. Meine Abwesenheit bemerkend, kam er auf mich zu und schob mich ins Auto hinein.

Als ich drin saß, fühlte ich mich wieder einmal unwohl, aber so langsam musste ich mich wohl oder übel daran gewöhnen. " Du, Y/N,  sag mal ", fing Jungkook an. Er wartete wohl auf eine Reaktion, denn als ich ihm diese gab, redete er erst weiter. " Warum stehst du eigentlich vor jedem Auto, in das du steigen sollst, rum, als hättest du einen Geist gesehen? Ich meine, die Autos haben dir ja mal absolut nichts getan ", er fuhr los. Sollte ich es ihm sagen? Also den wahren Grund? Oder besser schweigen? Naja, eigentlich ist ja nichts schlimmes an meinem Grund. Nagut. " Ach, es ist einfach, dass ich nicht gerne in teuren Dingen kutschiert werde, geschweige denn selber fahren wollen würde ", sagte ich normal laut. Die kurze Stille seinerseits symbolisierte mir, dass er nachdachte. " Du hast es generell nicht so mit teuren Sachen, kann das sein? ", fragte er und wirkte ernsthaftig interessiert. Ich bejahte seine Vermutung und es kehrte wieder Ruhe ein. Jedoch eine angenehme, denn wir hatten uns halt einfach nichts zu erzählen.

Jungkook würde sich das merken. Ob du darauf kommen würdest, dass ihn diese kleine ' Offenbarung ' wahnsinnig faszinierte? Niemals. Du dachtest nicht, dass es etwas Gutes war. Natürlich, handeltest du, wie du es tatest, aus Überzeugung heraus, doch nie war dir so wirklich bewusst, warum Geld einen solch niedrigen Wert für dich hatte. Du mochtest es nicht, beschenkt zu werden, doch wenn, freutest du dich viel mehr über etwas handerschaffenes, denn teure Geschenke füttern dein schlechtes Gewissen. Du wusstest, dass jeder so viel Geld aus geben würde, wie er es für die Person als angebracht empfand, doch deine Meinung blieb dieselbe.

" Angekommen ", seufzte Jungkook auf und strich sich mit der Hand durch sein Haar. Ich schaute mich um ehe er weitersprach : " Du wartest bitte hier drinnen, ich werde den Rest erledigen ", und damit war er auch schon aus dem Auto raus und sperrte es wieder zu. Ich nickte, auch wenn er es nicht sehen konnte, geschweige denn, es ihn interessiert hätte. Wir hielten auf einem Parkplatz, der scheinbar nicht für den öffentlichen Gebrauch verwendet wurde. Vielleicht war es ein Mitarbeiter Parkplatz? Oder für edlen Besuch der höheren Gesellschaft. Wer weiß. Ich hatte mein Handy dabei und ließ die Musik laufen. Das erste Lied, welches ertönte, hieß Going crazy und war von up10tion. Ich summte die Melodie mit und schloss meine Augen. Ein Blitz, Krach, Asche. Ich fuhr hoch. Schon wieder. Schon wieder kamen mir diese Bilder in den Kopf. Sie wollten einfach nicht verschwinden, erinnerten mich immer wieder an den Tag, den ich nie erlebt hatte. Seufzend ließ ich mich zurück in den Sitz fallen und sah auch schon Jungkook mit zwei großen in Folie gehüllten Kleidungsstücken unter seinem Arm gen Auto laufen. Er verstaute alles im Kofferraum und setzte sich wieder rein, fuhr los.

Meine Augen hatte ich die ganze Fahrt über geschlossen gehalten, um mich wieder ein wenig zu erholen. Klingt sinnlos, hilft mir aber. Ich merkte gar nicht, wie wir ankamen, doch Jungkook öffnete bereits den Kofferraum, um die Kleidung reinzutragen. Irgendwie beruhigte es mich, zu sehen, dass er dafür keinen der Bediensteten herausgeholt hatte, sondern es selbst erledigte, ungemein. Ich fragte ihn, ob ich ihm etwas abnehmen dürfte, doch er verneinte. Was ich allerdings tat, war die Türen aufschließen, um sie ihm aufzuhalten. Er brachte seinen Anzug in seine Ankleide und mein Kleid in meine Ankleide. Danach verschwand er mit einem Lächeln in seinem Zimmer. Die Fahrt hatte ziemlich lange gedauert, also war es bereits Mittag. Ich entschied mich, runter zu gehen und mir etwas zu essen zu holen. Es gab Sandwiches!! Ich hatte Jenny bereits vorgestern gefragt, ob sie nicht auch einmal  ganz stinknormale Sandwiches zubereiten könnte und sie ist meinem Wunsch gefolgt! Ich schrieb ' Ich liebe dich dafür, dass du Sandwiches gemacht hast, nur noch mehr, Jenny! ' auf einen Zettel und packte ihn auf den Tresen. Hoffentlich würde sie es auch finden. Ich nahm mir drei der Sandwiches mit nach oben in mein Zimmer und setzte mich an meinen Schreibtisch. Es war gerade mal der halbe Tag vergangen und das Wetter hatte sich schon schlagartig verändert. Es war am regnen und ich lauschte den beruhigenden Geräuschen, während ich ein Brot nach dem anderen aufaß. Meine Augen wurden schwerer und ich schlief, auf meinem Stuhl sitzend, ein.

Ein sanftes Rütteln an meiner Schulter erweckte mich aus meinem Schlaf. " Miss, wir müssen Euch jetzt fertig machen für die Gala heute Abend ", lächelte mich eine strahlende Jenny an. Bitte was?? Es war bereits Dienstag?? " Jenny, irgendwas ist falsch mit mir ", sagte ich mit weit offenen Augen. " Nein nein! Ehm, sagen wir es so. Die Sandwiches gestern enthielten einen Stoff, der Euch hat schlafen lassen. Allerdings habe ich ihn nicht bewusst hineingetan, sondern die Fläschchen verwechselt! Ich .. Ich schäme mich, das sagen zu müssen, aber ich hatte meine Brille nicht auf und so kam es zu dieser ungünstigen Verwechslung ", beichtete sie schuldbewusst. Ich lachte bloß, nahm sie in den Arm und sagte, dass das schon in Ordnung sei. Und immerhin waren das meine besten Stunden Schlaf die ich je hatte! Hach, wundervoll. Das Mittelchen muss ich mir wohl öfter mal stibizen. Ach, genau! Fertigmachen. Ich ging duschen und tat all die Routine Sachen, die getätigt werden mussten.

Fertig stand ich nun in der Ankleide und wartete darauf, dass Jenny mir das Kleid anziehen würde. Als sie den Raum betrat, traute ich meinen Augen nicht. Es war ein wahnsinnig atemberaubendes Kleid, welches all meine Vorstellungen übertraf. Ich wusste ja, dass es so etwas werden würde, aber wirklich?? Es ist wunderschön und ich wollte es nicht anziehen, doch ich musste.

Nun stand ich vor dem Spiegel und betrachtete mich

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Nun stand ich vor dem Spiegel und betrachtete mich. " Es sitzt wie angegossen, Miss! ", sagte Jenny mit einem prüfenden Blick und lächelte auf ihre Feststellung hin. Ich lächelte ebenfalls, doch verlegen. Das Kleid ähnelte sehr dem, welches Odette in Schwanensee trug. In teuren Kleidern mich zu bewegen, würde mir immer schwerfallen. Die Schuhe allerdings waren wieder sehr bequem von der Höhe her und sahen total süß aus!

 Die Schuhe allerdings waren wieder sehr bequem von der Höhe her und sahen total süß aus!

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Jetzt fragte ich mich nur noch, wie Jungkook wohl ausschauen würde.

Und diese Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn dort stand er. Bereit, dich abzuholen. Er wagte den Schritt durch die Tür und kam auf dich zu.

" Da macht mir im Punkto Aussehen ja schon fast jemand Konkurrenz ", erklang die Stimme, des jungen Mannes dir gegenüber

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" Da macht mir im Punkto Aussehen ja schon fast jemand Konkurrenz ", erklang die Stimme, des jungen Mannes dir gegenüber. Ein Zwinkern nicht ausbleibend, verneigte er sich wie ein Gentleman vor dir und du machtest augenrollend einen Knicks. Die Spielereien hinter euch lassend, schrittet ihr nun die lange Porzellan Treppe gemeinsam hinunter und begabt euch ins Auto, bereit, abzufahren.

Geheimnisse vor deiner Zeit | [J.Jk x Reader]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt