Ich kam an einer Bank im Park an, auf die ich mich setzte. Ich verschenkte meine Arme hinter meinem Kopf, streckte meine Beine von meinem Körper und seufzte wohlig aus. Warum fühlte ich mich, als hätte man mir mein Leben wieder zurückgegeben? Liegt es daran, dass ich tief in meinem Inneren von diesem Geheimnis wusste? Dass mein Inneres meine Bestimmung kennt, ich aber noch nicht? Ich wusste es nicht, ich hatte keine Ahnung. Aber egal, was es ist, es fühlte sich gut an. Nach einem ganzen Leben trister Leere endlich mal wieder positive Gefühle!
Doch wie lange diese wohl anhalten sollten, wusste keiner.
" Y/N ", sagte Jungkook, doch du hörtest ihn nicht, hattest Kopfhörer drinne. Er stöhnte auf und zog sie dir raus. " Yah! ", sagte er nochmal. Du schautest ihn verwirrt an und er setzte sich mit Abstand neben dich. Du zucktest mit den Schultern und schlosst deine Augen wieder. " Jin ist ein Arbeiter deiner Eltern ", fing Jungkook etwas holprig das Gespräch an. " Aha ", bekam er nur von dir zurück. Er schaute dich mit großen Aufen an, war überrascht. Schon wieder tatest du, als ginge es dich nichts an, bezöge es sich nicht auf dich. Du hattest nie Training gehabt, also wie war deine Ausstrahlung so kalt und unnahbar geworden? Du öffnetest dich keiner Menschenseele, sprachst nur über belangloses. Du warst für ihn ein Rätsel und das machte ihn an, doch nervte ihn auch ungemein. Bisher konnte er jede lesen, wie ein offenes Buch, doch du? Du hattest Siegel. Siegel, die er knacken müsste, bevor er dich lesen könnte. Doch, war er derjenige, der sie knacken soll? War er der eine, der es schaffen würde? Würde er es überhaupt versuchen? Keiner wusste es. Nur du hattest Antworten, doch sie waren dir verborgen. Und auch das, wusste keiner. Es alles begann ganz früh und du hättest es lösen können, doch dann war es zu spät.
" Wie fühlst du dich? ", fragte Jungkook leise. Wie ich mich fühlte? Gut, wieso fragt er sowas? Er schien meinen verwirrten Blick gesehen zu haben, denn er fügte : " Ich meine, du hast zum ersten mal Menschen umgebracht ", hinzu. Ich verstand, aber er wusste es nicht. Er wusste gar nichts. Weder das eine, noch das andere. Es war nicht mein erstes Mal, ich hatte schonmal wen umgebracht. Sollte ich es ihm sagen? Konnte ich ihm vertrauen? " Mir geht es gut, danke der Nachfrage ", entschied ich mich dagegen. Wenn er sich als vertrauenswürdig herausstellen sollte, konnte ich es ihm später immerhin immernoch sagen. Er nickte und stand auf. Ich möchte unbedingt noch ein wenig draußen bleiben, die Luft und Natur genießen. Und nichts und niemand könnte mich jetzt davon abhalten. Als er sah, dass ich es mir wieder bequem machte, zog er mich an den Schultern hoch. " Was soll der Scheiß, Jeon? ", zischte ich. " Ruhig brauner, wir gehen jetzt nach Hause, oder willst du im Freien pennen? ", antwortete er genervt. Was glaubt er bitte, wer er ist? Soll er doch mit wem anders Scheibe spielen. Ich schüttelte meinen Kopf und entzog mich seines Griffes.
Noch nie hatte sich jemand Jeon Jungkook widersetzt, weswegen sich seine Hände auch sofort zu großen Fäusten ballten. " Es ist mir egal, was du willst. Ich hab dir das schonmal gesagt. Und entweder du setzt dich jetzt in Bewegung oder ich schleife dich an deinen Haaren nach Hause ", seine Stimme bebte vor unterdrückter Wut. Es fiel dir natürlich auf, doch du wusstest nicht, was ihn so verärgert haben könnte. Offensichtlich warst du es, aber wie und womit? Du wusstest es mal wieder nicht, aber dein Körper hatte keine Angst. Somit bliebst du stehen. Du warst stur, würdest ihm nicht hinterherlaufen. Nicht heute, nicht morgen. Ihm brannten die Sicherungen durch, er versuchte sich zu beherrschen, konnte es nicht. Er wollte nach deinen Haaren greifen, doch du kamst ihm zuvor und schubstest ihn zurück. Mit dem letzten bisschen Selbstbeherrschung, das ihm verblieben war, schleppte er sich von dir weg. Er wusste nicht weiter, sein Kopf dröhnte. Wie konnte er so wütend auf dich werden? Er verstand es nicht. Er verstand sich nicht. Er verstand dich nicht.
Dieser Kerl ist doch irre! Plem plem ist der! Wenn Blicke töten könnten, wäre ich schon gestorben. Obwohl. Das wäre dann sogar schon beim ersten Treffen passiert. Ich rollte genervt meine Augen und trat den Weg nach Hause an. Ich ging an den vielen schönen Kirschbäumen vorbei, zwischen drin auch mal ein Mülleimer, damit man ja die Umwelt nicht verschmutzt. War ich sauer auf Jeon? Nein, das konnte ich nicht. Ich hatte ihn provoziert und das war mir bewusst. Aber das Maß an Wut, von dem er geleitet wurde, war nicht mehr gesund. War er krank?
Am Tor angelangt, klingelte ich, da ich noch immer keinen Schlüssel besaß und den von Mama auch nicht mehr dabei hatte. Hyeonu kam und schaute mich besorgt an. Habe ich etwas verpasst? " Geht es dir gut? Wie fühlst du dich, Y/N? Wir haben uns ja solche Sorgen gemacht! ", fing er an zu reden. " Ehm, ja. Warum sollte es mir schlecht gehen? ", war ich sichtlich verwirrt. " Unser Kookie weiß das alles schon so lange, aber du hast es gerade erst erfahren, dass beinahe dein ganzes Leben ersponnen war. Das steckt niemand so einfach weg ", sagte er. Ich versicherte ihm, dass es mir gut ginge und folgte ihm ins Haus. Dort rannten Yebin und Mama auf mich zu. Was ist denn heute in alle gefahren?? Ich konnte es nicht verstehen.
Natürlich konntest du es nicht verstehen. Du wusstest ja auch nicht alles. Du warst unwissend. Und keiner war gewillt, dich einzuweihen.
" Was habt ihr denn alle? Mir geht's gut, verdammt! Ich verzeihe euch! Ich steige mit ins Geschäft ein. Es stört mich keineswegs. Ich werde euch unterstützen ", sagte ich etwas lauter und schneller als nötig. Die beiden schauten mich verdutzt an und so langsam wurde mir mulmig im Bauch. " Hört auf, so zu tun, als wäre mir der Boden unter den Füßen weggerissen worden! Ja, das Mafia Zeug wusste ich nicht, aber ich bin kein kleines Kind und vorallem habe ich Familie! Leute, die das beste für mich wollen und mich lieben, mich brauchen! Mehr benötige ich nicht! Und selbst wenn die ganze Welt fake wäre, störte es mich nicht! Ich habe verdammt nochmal immernoch euch alle! ", sagte ich nun schon fast verzweifelt klingend. Wann begreifen sie das nur?? Sie fielen mir in die Arme und weinten. Ich kann das nicht. Nicht jetzt. Nicht morgen. Niemals. Denn Leute weinen zu sehen, wird mein Ende sein. So Leid es mir tat, die beiden so zu sehen, ich musste weg, konnte sie nicht trösten.
Das würde sich auch bald zeigen, denn du warst fertig. Fertig mit der Welt und allen Kreaturen auf ihr.
Ich rannte hoch in mein Zimmer und knallte die Tür zu. Was soll der Mist? Ich war so wütend, ich könnte alle meine Schränke zertrümmern! Ich wollte schreien, wollte weinen! Doch ich konnte nicht. Sie waren Zuhause, sie würden es mitbekommen. Ich bemerkte die Gefühle in mir brodeln und wusste worauf das hinauslaufen würde. Ich musste unbedingt weg. Sofort raus aus diesem Haus und mich beruhigen. Alleine sein.
Doch bevor du rausgehen konntest, kam eine Person zu dir rein. Die Person schloss die Tür und kam von hinten auf dich zu. Vor lauter Zorn hörtest du nichts und das, machte sich die Person zum Vorteil. Schlich sich an dich ran und hielt dich fest. Fest, in seinen Armen. Er würde dich nicht loslassen, selbst wenn du ihn umbringen wolltest, das war sicher. Er würde dich nicht mehr gehen lassen. Und jeder wusste es, nur ihr nicht.
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Geheimnisse vor deiner Zeit | [J.Jk x Reader]
Fanfiction- BTS FF / J.Jk x Reader - komplett ausgedachter Inhalt, entspricht nicht der Realität - Schimpfwörter - Liebe? - Drama - Gewalt Einfach nur eine kleine Story, die meiner Fantasie entsprungen ist/ weiterhin entspringen wird. Achtung ! Ich bin wede...
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