Chap. 29

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Ich wurde wach und bemerkte, dass ich auf dem Balkon geschlafen hatte. Ach, verdammt! Ahh, ich bin doch so eine Oma, mein Rücken tut mega weh! Nicht Mal im sitzen kann ich mehr pennen. Ich muss Jenny unbedingt fragen, ob sie Schmerztabletten hat. Natürlich nicht auf leeren Magen, sondern erstmal Früh - wait .. scheiße. Es sind acht Typen in diesem Haus, mit welchen ich zusammen essen müsste. Verstehen, tue ich mich mit zwei einhalb von ihnen. Immerhin traut Jin mir ja nicht komplett über den Weg, so wie ich das Gefühl habe. Geile Vorraussetzungen nenne ich was anderes. Ich, ehm .. okay, Plan. Ich schleiche mich runter, schaue ob Jenny fertig ist und niemand anderes da. Dann klaue ich etwas zu essen, renne hoch und stelle mich für den Rest des Tages krank! Das wird safe nicht funktionieren, aber no risk no Ruhe vor Idioten.

Gesagt, getan und schwubs, stand ich unten. Oh, RM, Jin, Hobi und Suga! Okay, ich denke, damit lässt sich arbeiten. " Guten Morgen ", sagte ich und lächelte alle vier an. Sie begrüßten mich zurück und boten mir an, mich zu ihnen zu setzen. Ich tat es und nahm mir ebenfalls etwas zu essen. " Also ", fing RM an, " Was ist gestern noch mit Jungkook passiert? Ich könnte es mir niemals verzeihen, wenn ihr euch wegen mir gestritten habt " . Es klang nicht wirklich glaubwürdig und ich wurde misstrauisch, aber ich würde schon noch herausfinden, was dahinter steckt. Ich gähnte und antwortete mit : " Jeon und ich haben geredet und dann hab ich ihn rausgescheucht " . Daraufhin fragte ich noch : " Ach, ja genau. Weiß einer von euch, wo die Schmerztabletten sind? " . Sie schauten einander an, bis Suga eine kleine Schachtel aus seiner Hosentasche herausnahm. Er übergab sie mir und nippte an seinem Kaffee. Ich bedankte mich und nahm die Tablette ein.

Die Zeit über redeten wir kein Wort mehr über Jeon und mich, was mich noch misstrauischer machte. Immerhin war die Antwort, die ich gegeben hatte, wohl nicht das, was sie erwartet hatten. Ich würde später einmal bei Suga im Zimmer vorbeischauen. Er scheint mir bis jetzt am meisten zu vertrauen, also werde ich mein Glück bei ihm versuchen. Ich verabschiedete mich von ihnen und ging nach oben. Hm, was mache ich jetzt nur? Heute hatte ich Mal wieder so gar nichts zu tun .. ach, ich weiß! Ich werde mich erst einmal umziehen und dann aufräumen. Beziehungsweise putzen!

Ein Strickpullover mit meiner weißen Jogginghose

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Ein Strickpullover mit meiner weißen Jogginghose. Kuschelsocken und ab geht's!

Gerade als ich in der Küche stand, um den Abwasch zu machen, betrat jemand den Raum. Das Haus war heute ungewöhnlich still und ich war auch der Meinung, dass einfach alle gegangen waren und ich somit alleine, aber ich lag offenbar falsch. " Ey ", sagte eine tiefe Stimme. Ich drehte mich um und schaute in das Gesicht von diesem Tae. Ich drehte mich zurück und wusch weiter das Geschirr ab. Er haute mit seiner Hand auf meine Schulter, doch nicht mit mir Freundchen. Ich drehte die Lage um, sodass sein Arm hinter seinem Rücken von mir festgehalten wurde. " Tu das noch einmal und ich knall dich ab ", knurrte ich. Er lachte und ich ließ noch immer nicht locker, nein. Ich drückte fester, sodass selbst sein Spatzenhirn die Lage kapierte. Er sagte bloß " Ist ja gut, ist ja gut! Ruhig Blut Kiddo " , Er lachte wieder. Ich ließ von ihm ab. " Was willst du? ", fragte ich ihn jetzt schon genervt von seiner Anwesenheit. " Ich wollte dir nur sagen, dass du gestern echt gut gefahren bist, das selbst ohne Führerschein. Aber merke dir für's nächste Mal, dass wir hier alle über dir stehen. Du bist nur ein mickriges Mädchen! Kapiert? ", was ein Spast. Ich zog meine Waffe und richtete sie auf ihn. " Woah woah woah! Was geht denn hier ab? " , öffnete sich die Tür und RM und Hobi betraten die Küche. Ich schnaubte nur und sagte : " Glück gehabt, Vollidiot ", steckte meine Waffe wieder weg. Ich rempelte Hobi an und ging an ihnen vorbei. Ich rannte die Treppen hoch und blieb oben erstmal am Geländer stehen. Ich fuhr mir durch die Haare und atmete aus, platzierte meine Hände auf dem Geländer. Mein Kopf hing runter. Warum strengt mich alles so an, seitdem Noah und M/N weg sind? Scheiße man. Das läuft alles echt bescheiden. " Mitkommen ", sagte Suga und nickte mit seinem Kopf in eine Richtung. Ich trottete ihm einfach hinterher, nicht fähig, gerade zu diskutieren.

Wenn er mir jetzt auch irgendeine scheiße an den Kopf wirft, laufe ich hier gleich Amok. " Setz dich ", sagte er und deutete auf sein Bett. Ich nickte und setzte mich auf den Boden vor sein Bett, Arme auf den Knien ablegend. Er schaute mich verwirrt an, doch nahm es einfach so hin. Ich tat das früher immer, wenn ich traurig war. Oder gestresst. Oder einfach Ruhe brauchte. Die eine Stelle vor meinen Bett genau in der Mitte war immer wie ein sicherer Platz für mich gewesen. " Was war da eben los, Y/N? ", ich zuckte mit den Schultern, war mir nicht sicher, worauf er hinaus wollte. " Was hat Tae gemacht? ", fragte er wieder. " Mir gesagt, dass ich gestern gut gefahren bin ", ich legte meinen Kopf in den Nacken. " Und weiter? ", drängte er mich, fortzufahren, " irgendein dummer Spruch zum Beispiel? " . Ach, darauf wollte er also hinaus! Manno man. " Er meinte, dass ich hier sozusagen das schwächste Glied der Kette bin und mich lieber in Acht nehmen sollte blablabla ", ich musste lachen. Es klang so dumm ausgesprochen. Suga lachte mit und meinte dann : " Hör nicht auf den. Wirst du sowieso nicht, aber ich sag's dir auch nochmal. Wir hatten schon lange kein Mädel mehr in unseren Hallen, die Jungs drehen momentan alle ein wenig durch. Versuche, sie zu verstehen und droh bitte nicht direkt jedem, ihn abzuknallen, nur weil er dir in die Finger kommt! ", er musste schmunzeln. Ich grinste und sagte : " Okay, versprochen. Ich werde nicht jedem mit dem Tod drohen. Aber bis jetzt war es immer gerechtfertigt! " .  " Da magst du ja Recht haben, aber du brauchst uns noch, Kleine ", na, wenn er da nicht Mal Recht hatte. Obwohl! " Naja, eigentlich weiß ich noch von nichts, also könnte ich meinen Kopf auch einfach wieder aus der Schlinge ziehen. Aber dich würde ich sowieso nicht erschießen. Du bist ganz sympathisch ", war meine Aussage. Er schaute und sprach : " Da fühle ich mich ja schon glatt geehrt, dass ich ' ganz sympathisch ' bin ", er lachte, " Aber glaub mir, der Rest ist auch vollkommen okay, sobald du sie kennenlernst. Und nein, kannst du leider nicht. Man hat dich jetzt auf dem Schirm, dass heißt, alles oder nichts. Mit alles meine ich, du gewinnst mit uns und mit nichts meine ich, du wirst sterben. Verstehst du jetzt? ", er klang sehr ernst, also nickte ich. Ich sagte daraufhin also : " Verstehe. Es gibt kein zurück mehr für mich. Ich kann nur noch vorwärts und muss mir jede Hilfe nehmen, die ich bekommen kann, um zu überleben. Danke, dass du mir das gesagt hast. Hier redet ja keiner mit mir und vertrauen tut man mir sowieso nicht ", ich lachte ironisch. Und Suga seufzte : " Du hast Recht. Ich kann mich dafür nur entschuldigen, aber weißt du was? Namjoon vertraut dir. Ich auch. Hobi und Jin, naja, die mit Sicherheit auch bald. Chim? Der ist ein guter Kerl, er wird sich an dich gewöhnen. Kook Und Tae sind zwar zwei harte Nüsse, aber das wird schon. Du musst wissen, dass unser Leben bis jetzt von Leid, Schmerz und Trauer, Verlust geprägt war. Es gab wenig positives und Vertrauen ist ein sehr kostbares Gut. Ich verstehe, dass es dich belastet, wie du behandelt wirst und ich werde mit den anderen definitiv reden, doch erhoffe dir nicht zu viel. Sie alle brauchen Zeit " . Für den Hauch einer Sekunde bemerkte ich die Emotionen, die er so eben beschrieben hatte auch in seiner Stimme, konnte sie fühlen. Ich nickte und lächelte ihn an. Er schmunzelte zurück. Ich ging auf ihn zu, schlug mit ihm ein und bedankte mich, verabschiedete mich. Er nickte, sagte noch etwas, bevor ich gehen konnte. " Min Yoongi. Das ist mein Name ", und damit ging ich schmunzelnd in mein Zimmer.

Oh ja, ich habe auf die richtige Karte geschätzt. Suga ist ein klasse Typ und er würde mir bestimmt den Halt geben, den ich hier benötigen werden in Zukunft. Ich hoffe bloß, dass ich den Rest auch noch von mir überzeugen kann. Ja, es hat mich nie interessiert, was andere über mich dachten, aber für gute Zusammenarbeit reicht es nicht, sich nur zusammenzureißen. Jedenfalls nicht bei etwas so tödlichem.

Geheimnisse vor deiner Zeit | [J.Jk x Reader]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt