Lazai kam aus seinem Zimmer raus als das Telefon klingelte. Skeptisch ging er zu der Telefon-Station, er fragte sich wer was von ihm wollen würde um diese späte Uhrzeit und sah auf das orange leuchtende Display um die Nummer zu lesen. Er schluckte als er diese las.
Es war Reece.
Lazais Herz schlug augenblicklich schneller und seine Augen weiteten sich überrascht. Was wollte der Hexenmeister von ihm?
Ohne lange weiter darüber nachzudenken nahm er den Hörer in die Hand und drückte auf das grüne Symbol.
„Hallo?", sagte Lazai zögerlich und bereute es direkt das er überhaupt ran gegangen war.
„Hey", grüßte die entspannte warme Stimme von Reece.
„Was gibt es?", fragte Lazai direkt kühl nach und ging mit dem Telefon am Ohr in sein Zimmer zurück, setzte sich auf den Boden vor sein Bett und zog die Beine eng an seinen Körper.
„Ich wollte nur mal rein hören wie es dir geht? Nach gestern vor allem, war Asmodis umgänglich oder...?", fragte Reece unbeirrt nach und Lazai stockte für einen Moment.
Warum war Reece so fürsorglich? Warum musste er immer so tun als würde Lazai ihn interessieren?
„Asmodis hat mir eine Personenbeschreibung gegeben und ist dann ins Bett, seine Energie und die von Eros haben sich gegenseitig zersetzt", antwortet er knapp, ignorierte dabei die lasche „Wie geht es dir?" Frage und wartete dann ab was Reece antworten würde.
„Verstehe", sagte der Hexenmeister nachdenklich: „Sonst hat aber alles gepasst?"
„Hör auf sowas zu fragen", sprudelte es dann nahezu panisch aus Lazai raus: „Hör einfach auf damit ja?"
Er hörte wie Reece zu einer Antwort ansetzen wollte, doch Lazai hatte energisch den roten Knopf auf dem Telefon gedrückt und die Verbindung unterbrochen. Er warf den Hörer auf sein Bett zurück und vergrub das Gesicht in seinen Händen, griff mit seinen Fingern in den Ansatz seiner braunen lockigen Haare.
„Ich hasse dich", murmelte er verletzt: „Warum nur tust du mir so weh? Warum nur?"
Sein Atem ging schnell, sein Brustkorb fühlte sich schwer an als er versuchte tief durchzuatmen um sich zu beruhigen, doch nichts wollte helfen. Seine Augen brannten und doch hielt er eisern die aufkeimenden Tränen zurück.
Ihm war als hätte man ihm sämtliche vergangene Narben in seinem Herzen aufgerissen und ihn mit klaffend, blutenden Wunden zurück gelassen.
Es tat so unglaublich weh.
Allein der Anblick von Reece und Asmodis, sie beide wieder zusammen zu sehen, zu wissen was zwischen ihnen vorgefallen war, das schamlose lustvolle Gerede von Asmodis Reece gegenüber und die vergrabenen Gefühle von Lazai dazwischen.
Der Engel verstärkte den Griff an seinem Kopf und schloss angestrengt die Augen; Er sollte nicht so emotional auf die beiden reagieren. Er sollte vor allem nicht so emotional auf Reece reagieren.
Es war Vergangenheit, es war ein Fehler, dass was passierte war geschehen und ist nun vorbei, er sollte sich zusammen reißen.
Jadon hatte ihm damals doch erklärt gehabt, dass Reece Asmodis bevorzugt und der Hexenmeister nicht viel von Treue hielt, geschweige denn sein Wort hielt; das Dämonen der Treue generell fremd waren.
Lazai wollte nicht weiter darüber nachdenken, es war geschehen und er hatte nichts davon ändern können.
Und dennoch plagten ihn diese Emotionen und schlechten Gedanken, sowie ein Gewissensbiss Reece gegenüber. War er unfair gewesen? Er hatte ihn im Stich gelassen, er hatte ihm als Schutzengel seine Dienste verweigert als das mit Asmodis rausgekommen war. Lazai war es, der sich letzten Endes von Reece abgewandt hatte, nicht umgekehrt.
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Wicked Games
FantasyAls Asmodis es endlich gelang aus dem goldenen Käfig zu fliehen und er somit zurück in die Welt der sterblichen gelangte, gab es in der Zeit seiner Genesung genau drei Dinge mit denen er offensichtlich nicht gerechnet hatte. Erstens: Sein neuer Mit...
