„Iordanou", meldete sich der Hexenmeister formell mit seinem Nachnamen, was Lazai deutlich machte, dass er nicht wirklich auf den Bildschirm geguckt hatte, als er den Anruf annahm. Irgendwie ließ ihn das leicht schmunzeln.
„Reece? Hier ist Lazai", meldete sich der Schutzengel.
„Oh, hey, was gibt es?", erkundigte sich Reece ziemlich gleich, sichtlich erfreut über den Anruf.
„Kann ich heute vorbei kommen? Es gibt etwas, was ich mit dir besprechen muss, vielleicht nämlich gibt es ein Problem mit Asmodis", erklärte Lazai kurz und knapp sein Anliegen.
„Hm Okay, das klingt nicht sonderlich gut? Aber ja, klar, du kannst ruhig vorbei kommen", sagte Reece nachdenklich.
„Gut, dann würde ich mich nämlich nun auf den Weg machen", meinte Lazai.
„Passt, bis gleich, brauchst du ein Portal?", bot Reece ihm an.
„Schon gut, ich laufe, hab es ja nicht weit", erwiderte Lazai. „Aber danke."
„Kein Thema", sagte Reece und legte dann schließlich auf.
Lazai legte das Telefon weg und atmete tief durch, so kam das erneute Widersehen also doch schneller um die Ecke als zuvor noch angenommen. Er schüttelte leicht den Kopf darüber und stand dann vom Sofa auf, um zu Asmodis' Zimmer zu gehen, klopfte leicht gegen die Tür und öffnete diese dann.
„Asmodis? Ich habe gerade mit Reece telefoniert, ich geh jetzt los zu ihm und rede mit ihm wegen Eros und dir", gab der Engel, dem Dämon zaghaft Bescheid, welcher ein wenig angeschlagen in seinem Bett drinnen lag, mit dem Rücken zur Tür gedreht. Lazai konnte unter dem Shirt die spitzen Wirbel ausmachen.
„Ist gut, danke dir", erwiderte der Dämon leise, leidend und wagte es nicht sich umzudrehen.
Lazai sah ihn mitleidig an, so kannte er den Dämon wirklich nicht, dass bereitete ihm jetzt schon langsam Sorgen, irgendwo konnte er sich nicht vorstellen, dass ihm das so sehr zusetzte, aber er schien sich damit abfinden zu müssen, immer wieder neues zu lernen.
Der Engel ging aus dem Zimmer raus, schloss die Tür wieder und packte schließlich seine Tasche zusammen, zog sich seine schwarzen Turnschuhe an und rief noch eine kurze Verabschiedung in die Wohnung zurück, als er die Wohnungstür hinter sich zu zog und die Treppen hinunter ging, raus an die frische Luft, welche ihm hoffentlich helfen würde, den Kopf etwas frei zu kriegen, bis er bei Reece angekommen war.
„Möchtest du irgendwas Bestimmtes haben? Kaffee, Tee, Wasser?", fragte Reece, als er Lazai die Tür öffnete und in die Wohnung rein ließ.
„Nein danke", sagte Lazai abwinkend: „Vielleicht später."
Der Engel ging schließlich durch den Flur, rein in das Wohnzimmer und ließ sich auf dem dunkelroten Sofa nieder, sichtlich erschöpft, Reece folgte ihm und setzte sich auf den Sessel, schräg neben ihn hin, vor sich auf dem Tisch hatte er bereits eine Tasse gefüllt mit Kaffe, welcher noch dampfte. Besorgt blickte der Hexenmeister zu dem Engel rüber, dessen Brust augenblicklich von einer inneren Wärme erfüllt wurde.
„Also, sag an, was gibt es, was du besprechen möchtest?", hakte Reece dann neugierig nach und nahm die Tasse hoch, trank von seinem Kaffee.
Lazai senkte seinen Blick ein wenig und überlegte wie er am besten Anfangen sollte, entschied sich dann schließlich dafür, einfach gerade heraus los zu legen.
„Ich habe mich gestern mit Asmodis über Eros unterhalten", begann er.
Reece nickte. „Und weiter?"
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Wicked Games
FantasyAls Asmodis es endlich gelang aus dem goldenen Käfig zu fliehen und er somit zurück in die Welt der sterblichen gelangte, gab es in der Zeit seiner Genesung genau drei Dinge mit denen er offensichtlich nicht gerechnet hatte. Erstens: Sein neuer Mit...
