•Der Anruf•

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Thomas pov.
,,Also hast du ihre Nummer herausgefunden?", fragte ich. Dylan nickte und schickte sie mir. ,,War echt leicht. Selena liess die Tasche bei mir, als sie kurz auf die Toilette musste." Ich bedankte mich und ging nach Hause.

Ich überlegte und rief Kleo um neun an. Es dauerte ein wenig bis sie abnahm.

Kleo pov.
Ich kam zu Hause an und wollte auch gleich ins Bad. Eine Dusche hatte ich nun verdient nach dem Tag.

Zum Glück hatte ich mein Handy immer auf lautlos, denn es rief mich ein Nummer an, die ich nicht abgespeichert hatte.

Im Bad nahm ich ab und versuchte so leise wie möglich zu reden.

Zwar hörte meine grosse Schwester Musik und mein Vater war am Fernsehen, aber man konnte nie wissen, was passieren würde.

,,Hallo?"
,,Hi, ich bins Thomas."

Thomas?! Woher hatte er meine Nummer?

,,Wieso rufst du an?"

,,Ich wollte sicher sein, dass du das vorhin ernst gemeint hast."

,,Kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen?! Du gehst mir tierisch auf den Zeiger."

Als ich das sagte, hoffte ich damit ihn abgewimmelt zu haben, doch er tat so, als hätte ich nichts gesagt.

,,Morgen nach der Schule hole ich dich ab."

Er legte auf.

Was war daran schwer zu verstehen?!

Wie soll ich das morgen hinkriegen? Meine Eltern würden denken, dass ich arbeitete. Ich konnte nicht bei Thomas sein, wenn sie im Laden gehen würden und ich dort nicht arbeitete, würden sie doch sonst was denken.

Am Abend schrieb ich noch mit Selena:

Hey Sel.
Thomas will sich morgen mit mir treffen. Aber meine Eltern werden denken, dass ich arbeiten werde. Wie soll ich das hinkriegen?

Kaum zu glauben, aber Selena war ein Genie in Ideen. Ich hoffte, dass sie eine Lösung hatte. Kurze Zeit später antwortete sie.

Hey Süsse.
Klar gehst du mit Thomas!
Sag, dass du morgen mit mir einen Referat machen musst. Deine Eltern werden sicher nicht nachfragen in der Schule.
Geh einfach!

Ich löschte die Nachrichten und wusste nicht, ob ich das wirklich tun sollte.

Um zehn zwang ich mich selbst, es doch zu tun, aber ich würde morgen Thomas klar machen, dass ich nichts von ihm wollte!

Einerseits wollte ich, aber ich konnte mir einfach keinen Grund erdenken, wieso er mit mir ein Date haben wollte.

Am nächsten Tag ging ich in die Schule und hoffte, Thomas nicht zu begegnen. Es klappte auch toll! Ich hatte ihn den ganzen Tag nicht gesehen.

Selena bat ich auch einfach nicht über ihn zu reden.

Da meine letzte Stunde Sport war, waren Selena und ich die Letzten, die aus der Schule gingen. Das war immer der Fall, da Selena so unglaublich lange brauchte. Sie gab ihren Haaren immer die Schuld.

Ich konnte es nicht fassen! Thomas hatte auf mich wirklich gewartet. Ich sah ihn nicht, aber ich erkannte sein Auto.

,,Komm, gehen wir weiter, als hätten wir ihn nicht gesehen", flüsterte ich Sel zu, die aber stehen blieb. ,,Er hat auf dich gewartet. Geh jetzt! Mach dir keine Gedanken." ,,Aber was ist wenn meine Mom das herausfindet?" ,,Der coolste Junge der Schule möchte mir DIR ausgehen. Das heisst ja schon etwas. Er wohnt in der Nähe. Fünf Häuser weiter. Falls deine Mom anrufen würde, würde ich ihr sagen, dass du auf Toilette bist und würde zu euch hinrennen. Aber sie wird nicht anrufen, wenn sie es schon macht, dann ruft sie dich an! Mach jetzt", befahl sie mir. ,,Und wenn uns jemand sieht?", fragte ich unsicher. ,,Keine Menschenseele weit und breit. Mach jetzt!"

Ich liess mich überreden und ging zum Auto. Ich machte die Tür auf.

,,Was verstehst du nicht unter, ich möchte nichts von dir?", fragte ich. ,,Nein, nein. Du sagst das falsch. Es heisst. Ich möchte was von dir. Sonst hättest du dir Tür nicht aufgemacht", grinste er. ,,Steig ein", sagte er noch und ich tat es auch mit einem mulmigen Gefühl im Magen.

Broken (Thomas Sangster ff)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt