Kapitel 2 (Hicks)

1.4K 89 16
                                    

Ich ging die Treppen herunter und lachte kopfschüttelnd. Astrid stand unten und sah mich an."Und?" fragte sie. "Die beiden waren noch wach. Du hättest Rose sehen müssen! Sie hat sich tot gelacht."antwortete ich lachend und Astrid fing auch an zu lachen. "Ja...die beiden sind so süß." sagte sie lächelnd. "Ich bin so müde. Ich geh ins Bett. Kommst du mit?" fragte sie mich. "Tut mir leid, aber ich habe ohnezahn versprochen, dass ich heute mal wieder mit ihm fliege. Das haben wir lange nicht mehr gemacht...und ich will ihn nicht vernachlässigen oder so"sagte ich und astrid nickte. "Das verstehe ich. Na dann....ich geh schlafen. Viel Spaß" sagte sie gähnend. "Gute Nacht, schlaf gut!" rief ich ihr noch hinterher. Dann drehte ich mich zu Ohnezahn."na kleiner...wollen wir los?". Ich holte seine Schwanzflosse und sein Sattel und machte alles fest. Ohnezahn rennt glücklich nach draußen und ich folge ihm. Er schaute in die noch junge Nacht und ich stieg auf. Er breitete seine schwarzen Flügel aus und erhob sich in die Luft. Wir waren lange nicht mehr geflogen und das mussten wir jetzt auf holen. "Na dann zeig mal was du heute drauf hast!" rief ich und er machte eine Drehung und flog in spitzentempo übers mehr. Wir waren sehr hoch, in den dunklen Wolken und die Sterne leuchteten uns an. Der Mond stand groß und rund am Himmel. Ohnezahn gurrte (also er macht diese Geräusche, wie wenn er glücklich ist) zufrieden. Ich ließ mir vom kalten Nacht Wind durch die Haare streichen. Ohnezahn flog immer weiter nach oben und legte auf einmal seine Flügel an. Er schoss in die Tiefe, immer weiter aufs Wasser zu. Auf einmal breitete er seine Flügel aus und er wird von der Luft wieder etwas nach oben geschleudert. Sanft gleitet er weiter durch die Wolken. Ich tätschelte seinen Kopf und er sah mich glücklich an. "Komm Ohnezahn, flieg nochmal nach oben!" rief ich ihm zu, und er flog sofort nach oben. Plötzlich sauste ein dunkel blaues, leuchtendes etwas an uns vorbei. Ohnezahn und ich erschraken. Ich verlor mein Gleichgewicht, und viel von Ohnezahn's rücken. Warum ich meine sicherheits Schnur nicht um mich gemacht hatte, wusste ich nicht. Wahrscheinlich hatte ich es vergessen. Ich stürzte in die Tiefe und Ohnezahn hinter mir auch. Wir sausten immer schneller aufs Meer zu, und ich konnte Ohnezahn's Sattel nicht greifen, da Ohnezahn etwas weiter weg war. Ich platschte unsanft ins Wasser und Ohnezahn klatschte neben mir auch ins Wasser. Ich sank immer weiter in die Tiefe. Aber ich sammelte mich und schwamm zu Ohnezahn. Ich packte seinen Sattel und wir schwammen zusammen zur Oberfläche. Ich tauchte aus dem Wasser auf und holte tief Luft.

"W-was war das?" fragte ich Ohnezahn, obwohl ich wusste, dass er nicht antworten wird. Er gurrte nur und sah mich an. Ich schwamm auf seinen Sattel und machte mich diesmal fest. Dann stellte ich seine Schwanzflosse ein. Er schlug stark mit den Flügeln und kam mühsam aus dem Wasser. Er flog etwas höher und sah dann zu mir. "Tut mir leid kleiner." entschuldigte ich mich, da ich mich ja nicht fest gemacht hatte. Er gurrte und ich tätschelte seinen Kopf. "Lass uns zurück fliegen..." sagte ich und Ohnezahn drehte sofort ab, richtung Berk. Eine Wolke hatte sich vor den Mond geschoben und der kalte Wind krabelt in meine Kleider. Ich war klitschnass und mir war eiskalt. Zitternd saß ich auf Ohnezahn und dachte an dieses Leucht-ding. Was war das gewesen? Da viel mir etwas auf: "wir haben das Ding, irgendwo hinter uns gesehen. Und es ist genau Richtung...Berk geflogen! Vielleicht ist es dort runter gekommen?" dachte ich laut und Ohnezahn's Augen wurden groß. Er gurrte, als ob er mir zu stimmte. Endlich konnte ich Berk erkennen. Ohnezahn flog zu unserem Haus und landete vor der Tür. Ich stieg ab und streichelte ihn. "Gut gemacht kleiner" lobte ich ihn. Wir schlichen zusammen ins Haus. Ich holte eine Decke und zwei Handtücher. Mit dem einen rubbelte ich Ohnezahn trocken. Er zitterte mindestens so sehr wie ich. Ich nahm ihm den nassen Sattel ab, und legte ihn zum trocknen ans Feuer. Die Schwanzflosse genauso. Dann nahm ich die Decke und legte sie über Ohnezahn. Er schaute mich dankbar an. Ich zog mich um und rubbelte meine Haare trocken. Sie waren sehr verstruppelt und immer noch nass. Aber nicht ganz so nass wie davor. Auf einmal hörte ich Schritte und sah Astrid verschlafen auf mich zu kommen. "Was ist passiert?", fragte sie müde,"warum seit ihr so nass?"."Wir sind übers Meer geflogen. Und dann kam da irgendein dunkel-blau leuchtendes und ist an uns vorbei gesaust!". Astrid sah mich gespannt an. "Und dann? Was war das?" fragte sie neugierig. "Naja..ich konnte es nicht erkennen. Auf jeden fall hab ich mich erschrocken und bin von Ohnezahn gefallen. Er und ich sind dann ins Meer gefallen..."sagte ich leise."oh nein! Ist euch etwas passiert?" fragte sie etwas erschrocken, aber auch mitfühlend."nein, nein alles ist gut". Ich lächelte. Astrid gähnte. "Komm wir gehen schlafen." sagte sie müde. "Ja ich komme," sagte ich. "Gute Nacht, Ohnezahn!" rief ich meinem Freund zu. Er gurrte und ich folgte Astrid in's Schlafzimmer. Sie legte sich hin und ich neben sie. müde schloss ich die Augen. Ich war total kaputt. Meine Gedanken waren bei diesem Blau leuchtend Ding. Was es war, wusste ich nicht. Ich tippte auf einen Drachen. Was für einer, war mir ein Rätsel. Vielleicht ein Leuchtender Fluch? Nein, dafür war das Ding zu Dunkel gewesen. Ich dachte noch eine Weile nach, aber nach einer Weile überwältigte mich der schlaf.

Kleine DrachenreiterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt