Part 28

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Ohne wirklich etwas zu realisieren fallen wir uns in die Arme. John hebt mich hoch und trägt mich zu den andern.

Raphael dreht seinen Kopf zu uns und er lächelt, nein Strahlt wie die Sonne. "Onkel Raf, klingt doch gut." gebe ich wie Trance von mir. Ich kann es nicht fassen. Ich bin schwanger.

Nachdem uns alle um den Hals gefallen sind und uns beglückwünscht haben setzten wir uns wieder hin. Raphael freut sich, dennoch sehe ich die Sorge und bedenken in seiner Körperhaltung. Da wird mich definitiv noch ein Gespräch erwarten. Doch nicht jetzt!

Ich nutze meine Chance. Mit einem Hundeblick schaue ich den überglücklichen Vater unseres Ungeborenes an "John, also da es ja jetzt geklärt ist was mit mir ist..." er lässt mich nicht einmal ausreden "Ja, du bekommst deine Pizza Hawaii und dein Vanilleeis und so wie ich dich kenne auch noch nen Schokomilchshake." leicht angepisst unterbricht er mich, was aber nur gespielt ist und alle brechen in schallendes Gelächter aus, als ich wie eine Wackelkopffigur mit meinem Kopf nicke. "Was ich bin Schwanger. Ich esse jetzt für zwei." Natürlich weiß ich, dass man in der Schwangerschaft normal weiter essen soll und es nicht übertreiben muss, aber man keine Ausnahme machen.

Anton, Maxwell und Jonas beschließen, dass die Jungs auf die Schwangerschaft trinken wollen und deswegen gehen sie Alkohol kaufen. John und Lennard fahren zur Pizzeria und zu McDonalds um mein Essen zu holen.
John merkt man an wie glücklich er ist. Er drückt es mit seiner ganzen Körperhaltung aus, sein Gesicht ziert ein blühendes Lächeln und seine Augen verströmen ein Leuchten was jeden Ansteckt.

Nachdem die Männer los sind, sitzen nur noch Raphael und ich hier. Und ehe ich mich versehen kann ergreift er das Wort.

"Ihr wolltet doch bis nach deinem Studium warten. Begeistert davon, dass du nicht noch eins zwei Jahre arbeiten gehen wolltest habe ich schon nicht gut gefunden, aber ich will nur dein Glück. Natürlich ist es deine Entscheidung nichtsdestotrotz bist du meine Kleine und ich mache mir sorgen, dass du dich zu sehr von John abhängig machst. Dahingehend mache ich mir sorgen. Ich will sehen wie du dich entwickelst und 'Du' wirst.

Trotz deiner schweren Vergangenheit bist du so ein starkes Mädchen geworden, aber du bist nun Mal noch ein Mädchen und keine Frau. Verdammt du bist zarte siebzehn Jahre jung. Du hast dein ganzes Leben noch vor dir und ein Kind ist jetzt für immer in deinem Leben. Es ist eine wahnsinnige Verantwortung.

Als ich 2007 nach Berlin gezogen bin und du als kleines sieben jähriges Prigels meintest du willst mich nicht gehen lassen wolltest und mitkommen wolltest, da war ich überfordert. Eineinhalb Jahre vorher sind deine Eltern ermordet worden, auf eine der grausamsten weisen.

Jede Nacht hast du bei mir im Bett geschlafen und lagst wach, wenn ich Nachts nicht nach Hause kam. Am nächsten Morgen hast du dir nie etwas anmerken lassen, aber ich wusste immer das du wach warst."

Seine Stimme ist voller sorge, aber nicht anklagend. Der Blick ist ruhig und nicht bemitleidend.

"Mama hat mir erzählt, " fährt er fort

"dass wenn ich in der Nacht nicht bei dir war hast du Albträume gehabt. Die soweit gingen, dass du geschrien hast. Sie hat dich dann immer zu ihr genommen, aber selbst da war dein Schlaf nicht ruhig. Bei mir war dein Schlaf ruhig." er atmet geräuschvoll aus.

"Ich war dreiundzwanzig und hatte ein kleines fast achtjähriges Mädchen bei mir und eine Heiden Angst, dass dir irgendetwas passieren könnte, die habe ich immer noch, aber ich war auch überfordert und Mamas Meinung nach viel zu beschützerisch. Doch du bist mein Pringels und du wirst immer meine kleine Pringelspackung sein um die ich mich sorge. Was ich eigentlich sagen will: Du musst dir klar werden was es für eine Verantwortung ist. Ich hatte Glück, in dem Sinne, dass du aus dem Windelalter rauswarst, aber du nicht. Wenn der Kleine Nachts schreit, dann musst du raus. Feiern ist nicht und Alkohol auch nicht. Dein Studium kannst du Momentan vergessen oder die nächsten sieben Jahre. Du bist siebzehn. Diese Sachen müssen dir klar sein. Geld ist kein Problem bei euch, aber die Zeit von John.

Du wirst viel alleine sein.

Die Sampler 4 Tour steht an, wir Planen ein zweites PaP Album, Maxwell und Alex wollen ein zweiten Teil von Obststand machen, dann noch John sein zweites eigenes Album. Bis 2021 ist er komplett ausgebucht und da wirst du ganz oft alleine sein. Das werden auch die schwierigsten Jahre mit dem Kleinen sein." er sagt jetzt schon zum zweiten Mal, dass es ein Junge ist. Er hat seinen Vortag beendet und ich muss es erst einmal sacken lassen.

Er macht sich zurecht sorgen. Natürlich bin ich jung, aber ich bin Schwanger dies ist eine Tatsache und deswegen ist daran auch nichts mehr zu machen.
"Ich weiß. Du weißt wie Dankbar ich dir bin und wie sehr ich deine Hilfe und alles schätze. Ich werde immer deine kleine Pringelspackung sein und du immer mein Bruder. Raphael ich liebe dich, meinen Bruder und deine Bedenken kann ich nach vollziehen.

Doch ich bin der Meinung, dass es meine Persönlichkeit viel mehr entwickelt durch das Kind.

Ich werde mein ganzes Leben eine Gewisse Abhängigkeit von John haben, denn er ist nicht nur der Vater unseres Kindes, sondern auch die Liebe meines Lebens. Jetzt ist er vielleicht nur Essen holen, aber trotzdem vermisse ich ihn, wenn er an meiner Seite ist fühle ich mich leicht. Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll, aber fasziniert von John Lorenz Moser war ich schon seit unsere ersten Begegnung und abhängig von ihm war ich nach unserem ersten Kuss.

Eine Vorstellung habe ich von dem was kommt, aber ich muss es akzeptieren und das Beste daraus machen. Wie es genau wird kann keiner von uns wissen, aber ich weiß das mein Kind ein wundervollen Vater und die besten Onkels bekommen wir die man sich vorstellen kann." zum Schluss laufen mir ein paar Tränen die Wangen runter, doch es sind wonne Tränen.

Er schließt mich in seine Arme und wir beide wissen, dass alles gesagt ist und wir es auf uns zukommen lassen müssen.

Einmal krank! [Bonez MC FanFiction]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt