Er machte große Augen. Ich stach ihm noch tiefer in seinen Magen. Jetzt fing er an, Blut zu spucken. Er ging zu Boden. Ich sah ihn verächtlich an. Ich nahm ein leises stöhnen rechts von mir wahr. Link! Ich lies mein Schwert einfach in Link's Dunklerhälfte stecken und rannte zu ihm. Auch bei ihm hatte das Blut schon begonnen, sich in seinem Mund zu sammeln. Ich warf mich auf meine Knie. "Link. Link du darfst jetzt nicht sterben."
-"F-Fehh...D-diehh F.."
Fehh? Was meinte er damit? Ich sah wie er mit seiner rechten Hand an seinem Gürtel herumfummelte. "Die...die Feehh...", stammelte er wieder. Ich begann zu begreifen was er meinte. Schnell suchte ich in einer kleinen Tasche, die an der Seite seines Gürtels befestigt war, nach irgendetwas Brauchbarem.
Nach kurzem stöbern, dieses mir jedoch unendlich lange vorkam, fand ich eine kleine Flasche, die mit einem Korken verschlossen war. In der Flasche befand sich ein kleiner schimmernder, roter Lichtpunkt.
Ich öffnete die Flasche und der Lichtpunkt flog nach draußen und auf Link zu. Es umschwirrte ihn. Erst dann war mir bewusst geworden, was er meinte. Fee. Eine Fee. Das war eine Fee. Mit jedem Augenblick indem die Fee weiter um Link herumflatterte, schwanden die Wunden an Link's Brust und den Armen. Das Blut um und in seinem Mund begann zu verschwinden und sein Blick wurde immer klarer. Dann verschwand die Fee plötzlich. Link sah mich an. "Hey. Hey. Hör auf zu weinen. Mir geht es gut."
Weinte ich? Achja. Das hatte ich gar nicht bemerkt. Ich wischte mir mit meinem Ärmel die Tränen von der Wange.
Link versuchte aufzustehen, aber hatte anscheind immer noch zu große Schmerzen um es alleine zu schaffen, also packte ich ihn unter seiner rechten Schulter und hiefte ihn hoch. Wir gingen zurück zum Lager. Ich setzte ihn nahe einem Baumstamm damit er sich an ihn lehnen konnte. "Ich hol noch schnell unsere Schwerter, bleib einfach hier und warte."
-"Sophie..."
Aber ich konnte nicht mehr hören was er sagte. Ich war schon losgerannt.
Wieder am Ort des Geschehens angekommen, fiel mir ein, dass ich mein Schwert in den Bauch von Link's Böserhälfte stecken gelassen hatte. Aber sie war nicht mehr da. Mein Schwert lag einsam und verlassen am Boden neben einpaar Heidelbeersträucher. Wo war er denn hingekommen? Hatte er das etwa überlebt? Ich sah mich um. Nichts. Ich sah nur Link's Schwert am Boden, ein paar Meter hinter der Stelle wo ich ihm diese unbeschreiblichen Schmerzen zugefügt hatte, liegen. Ich ging hin, hob es auf und machte mich auf den Weg zurück zum Lager.
Als ich dort ankam, schlief Link schon tief und fest am Ende des Baumes, an welchem ich ihn zuvor zurück gelassen hatte. Die Feuerstelle bestand jetzt nur noch aus Asche. Es war kalt. Aber ich lies es dabei und legte mich neben Link auf den Boden. Bald schon, schlief auch ich ein.
Am nächsten Morgen sind wir gemeinsam endlich zum Waldrand gekommen. "Nachdem wir bei Prinzessin Zelda waren, wird alles anders sein. Das ist dir doch klar oder?"
-"Eigentlich hab ich darüber noch gar nicht nachgedacht, aber du wirst wahrscheinlich recht haben."
Mit jedem Schritt, den ich machte, wurde es heller und die Dunkelheit wurde ein wenig ertragbarer. Obwohl es schon Morgen war, konnte die Sonne nicht mit ihrer ganzen Kraft durch die dichten Baumkronen dringen. Ich war so froh, als wir endlich den Wald hinter uns gelassen hatten und ein großes, weites Feld vor uns sahen. "Ich hab Epona dort vorne angebunden. Komm." Ich sah in die Richtung in die Link zeigte. In der ferne konnte ich eine braune Stute erkennen. "Gehört sie dir?"
-"Hundertprozentig."
Wir kamen immer näher an das, jetzt gerade fressende, Tier.
Als sie uns hörte, hebte sie ihren Kopf.
Sie sah uns an. Irgendetwas sagte mir, dass sie glücklich war uns zu sehen. Vielleicht weil sie zur Begrüßung einmal fröhlich wieherte. "Das ist Epona. Sophie, Epona. Epona, Sophie.", stellte er uns einander vor.
Epona war anscheinend ein sehr aufschlussreiches und liebenswürdiges Pferd, denn schon nach wenigen Sekunden kam sie auf mich zu. "Hallo meine Hübsche."
Ich streichelte sie. Ihr Fell war gut gepflegt und fühlte sich dadurch super weich an. Ihre Mähne war irgendwie so wunderschön, ich musste gleich mal mit meinen Fingern dadurch wuscheln. Link nahm schon die Zügel in die Hand und schwang sich auf Eponas Rücken. "Steig auf." Er hielt mir die Hand zur Hilfe hin. Ich nahm sie und schwang mich hinter ihn auf Epona. Link trabte Epona an und als sie schnellst möglich lief, lies er sie galoppieren. Ich wusste zuvor nicht wie das war. Ich war nie reiten gegangen, aber es fühlte sich unbeschreibar gut an. Der Wind, der mir durch die Haare glitt und das einfache Wissen, es würde nichts passieren, waren einfach unbeschreiblich schön. Link wusste anscheinend gut mit Pferden umzugehen, denn er lenkte Epona an jedem kleinem Hindernis vorbei als wäre es gar nicht da. Er...oder besser gesagt Epona...machte keine ruckartigen Kurven. Alle Bewegungen waren irgendwie miteinander verbunden.
Nach einer weile tauchte in der Ferne eine große Mauer auf. "Wir sind fast da. Nur noch über diesen Hügel und durch die Zugbrücke!", schrie Link zu mir nach hinten. Wir kamen immer näher auf die hölzerne Zugbrücke zu. Wieviele Meter würde die wohl hoch sein? 30? 40 Meter? Ich konnte eigentlich gar nicht wirklich darüber nachdenken, da Link mit voller Geschwindigkeig über die Brücke und in die Stadt hinein ritt. Am Marktplatz angekommen, stiegen wir ab und banden Epona in der nähe des Brunnens an, damit sie vielleicht auch mal ein bisschen was drinken konnte.
In nördlicher Richtung sah ich schon das Schloss. "Link? Wie ist eigentlich Zelda so?"
Er war immer noch damit beschäftigt Epona am Brunnen anzubinden, also musste er sich erst mal umdrehen. Er sah mich irgendwie fragend an. "Zelda? Sie ist eine sehr liebe Person. Du brauchst dich nicht vor ihr zu fürchten. Obwohl, du wärst denke ich die letzte Person die sich vor ihr fürchten würde. Du hast schon zu viel gesehen.", meinte er und grinste. Ich grinste zurück. Naja. Eine Prinzessin zu treffen war jetzt auch nicht gerade das größte Zuckerschlecken.
Aber Link lenkte mich schon von meinen Gedanken ab und zerrte mich den Weg hinauf zum Schloss. Nach einer Weile kamen wir dann zu einem Tor, neben dem ein Wachmann stand. "Warte hier kurz, ja?", und schon rannte er los. Er ging direkt auf den Wachmann zu und redete ein paar kurze Worte mit ihm, danach rief der Wachmann seinen Kollegen kurz etwas zu und das Eisengittertor begann sich zu bewegen. Link machte mit seinen Händen Gesten, um mir zu deuten ich solle kommen.
"Was hast du ihnen gesagt?"
-"Ach. Nur dies und das."
Ah. Sehr viel Information. Jedenfalls gingen wir dann weiter auf das Schloss zu. Überall standen Wachen und schauten uns beim Vorübergehen nach. Ich tat einfach so als würde ich sie nicht sehen. Was war denn bitte so verdammt interessant? Achso. Ja. Ander Dimension. Hatte ich schon fast vergessen. Wahrscheinlich war das irgendeine höflichkeits Regel oder so.
"Ignorier einfach die Wachen. Die glotzen immer so. Was besseres haben sie ja auch den ganzen Tag nicht zu tun."
Oh. Wohl doch keine höflichkeits Regel.
Nachdem wir durch unendlich lange Flure, Zimmer und Hallen gegangen waren, standen wir endlich vor einer riesigen Tür.
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Silence
FanfictionJetzt stand sie über mir, aber sie machte nicht den selben Fehler wie Dark. Sie traf. Und zwar mitten in mein Herz. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Als die 17 jährige Sophie von der Schule nach hause geht, sieht sie ein Licht über dem Wald aufblitzen. Als s...
