Bella's Perspektive
Mein Vertrauen galt Mira, ich glaubte an sie und war fest davon überzeugt dass sie das irgendwie schaffen würde. Während alle umstehenden sich aus ihrer Schockstarre lösten, lief ich auf sie zu und drückte sie ganz fest. "Pass auf dich auf!" flüsterte ich. "Mach dir keine Sorgen um mich." sagte sie schon wieder als wäre das alles kein Ding für sie. Als ob sie sowas einfach mal zwischen durch machen würde. Ich löste mich von ihr und sah das die Zwillinge neben uns standen. "Bau ja keinen Mist!" ermahnte James sie. "Ich glaube dazu ist es zu spät." lachte Josh. "Ich baue keinen Mist. Ich tuhe das was ich für richtig halte. Und auch wenn ihr das nicht so sieht, ich finde seine Freunde zu schützen ist das richtige!" bestimmt sah Mira ihm in die Augen. Geschlagen nickten die beiden, nahmen mich in ihre Mitte und gingen an den Rand. Nun stand ich da, meine Nerven bis zum zerreißen gespannt und die Augen starr in die Mitte der Kreises gerichtet, der sich aus den neugierigen Rudel Mitgliedern gebildet hatte. Ich stand inmitten der Clique, rechts von mir Josh, daneben James, und links von mir Sarah und Christina. Lukas und Mike standen hinter mir und legten jeweils eine Hand unterstützend auf meine Schulter. Sie stärkten mich, dafür war ich ihnen unendlich dankbar. Ich konnte mich nicht wirklich beruhigen, trotz allem. Meine beste und einzige Freundin musste sich einem Kampf stellen den ich zu verschulden hatte. Josh nahm meine Hand und flüsterte: "Du musst dich beruhigen. Sie schafft das!" zuversichtlich lächelte er mich an. Seine Blauen Augen leuchteten, was mich ein wenig beruhigte. Ich hätte stundenlang in diese Augen schauen können, doch dafür war gerade keine Zeit. Schnell befreite ich mich aus seinem Bann und schaute wieder zu Mira. Mr. Brown hatte bereits eine Kampfhaltung eingenommen, während Mira ganz entspannt dort stand. Was hatte sie nur vor? Die anderen rückten noch ein Stück näher an mich ran. Sarah Strich mir sanft über den Rücken, alle um mich herum sorgten dafür das ich mich etwas beruhigte und das nur wegen Mira. Sie muss den Kampf gewinnen!
"Wir haben lang genug gewartet. Es wird Zeit dir Manieren beizubringen!" giftete Mr. Brown. Seine Gegnerin streckte sich noch einmal gemütlich. "Okay, los geht's. Je schneller wir das hinter uns haben desto schneller kann ich nach Hause." sagte sie Gähnend und strahlte dabei ein Selbstbewusstsein aus, welches jeden zweifeln ließ ob sie wusste auf was sie sich einließ. Provoziert durch ihr Verhalten stürmte er nach vorne und setzte zu einem Schlag in ihren Magen an. Mit einer einfachen Drehung und einem gelangweilten Gesichtsausdruck, wich sie aus. Erneut setzte Mr. Brown zum Angriff an, er trat nach ihr. Mira fing sein Bein in der Luft und drehte es in der selben Bewegung um, was ihn zum fallen brachte. Ich sah wie viele den Kampf anfeuerten, wie einen Boxkampf. Mr. Brown schien nun seine Taktik zu ändern. "Du bist genauso ein Freak wie Izabella. Kein Wunder dass kein Rudel dich haben wollte!"versuchte er sie zu provozieren. "Du scheinst es nicht verstehen zu wollen. Also nochmal: Ich habe noch nie jemanden getroffen der so Lebensmüde war." verlieh Mira ihren Worten Nachdruck. Belustigt schnaubte der Bastard auf. "Ich habe keine Angst vor dir und werde ich nie haben. Du bist nur ein Dummes Kind!" fauchte er. "Falsch!" rief Mira "Ich bin kein dummes KIND. Meine Kindheit endete vor langer Zeit. Und du wirst schon noch lernen mich zu fürchten." dadurch das sie ihn Dutzte machte sie klar das sie weder Angst noch Respekt vor ihm hatte. "Es wird Zeit dir eine Lektion zu erteilen!" knurrte er.
Entsetzt zog ich die Luft ein, als er sich in seinen hellbraunen Wolf transformierte. Sein Knurren zog über die, in plötzliche Stille gehüllte, Lichtung. Mira machte keine Anstalten ebenfalls die Form zu wechseln. Was hatte sie nur vor? Einen Kampf Mensch gegen Wolf wird sie nicht überstehen! Oh bitte, bitte schieb deinen Stolz zur Seite und verwandle dich! Betete ich innerlich. Voller Panik klammerte ich mich an Josh, dieser schaute erst überrascht, doch dann nahm er mich in den Arm. Eigentlich wollte ich das nicht mit ansehen, doch er flüsterte "Schau hin. Sie braucht deine Unterstützung!" Ich nickte und lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf die beiden. Wenn mich nicht alles täuscht hieß der Wolf Demonio, also Dämon auf Spanish, passt ja. Er begann langsam Mira zu umkreisen, passend dazu bewegte sie sich in der entgegen gesetzten Richtung. Sie befand sich nur in einer leichten Kampfhaltung, der Oberkörper minimal nach vorn gebeugt, die Augen wachsam auf Demonio. Mit einem Satz war er bei ihr und setzte zum Sprung an. Mira duckte sich zur Seite weg und rammte ihr Bein in seine Körpermitte. Das riss den Wolf aus seiner Flugbahn, krachend landete der monströse Körper auf der Seite, schnell richtete er sich auf und fletschte die Zähne. Den nächsten Angriff startete, wer hätte es gedacht, Demonio, mit den Zähnen schnappte er nach ihrer Schulter. Dieser Attacke wich sie wieder gänzlich ohne Schaden aus. Mira's Faust traf die Leftzen der Bestie so das ein Knacken zu vernehmen war. Kurz darauf nahm ich den Geruch von Blut war. Gut gemacht Mira! Das Publikum feierte meine Schlagfertige Freundin, doch war mir auch klar dass keiner glaubte sie würde diesen Kampf überleben, geschweige denn gewinnen. Mit jedem ausgewichenen Angriff stieg meine Hoffnung, aber auch Demonio's Aggressivität. Deutlich erkennbar war wie langweilig Mira diese Entwicklung fand, wie aus dem Nichts zog sie drei Dolche, doch steckte zwei davon wieder weg. Was soll der Mist denn? "Was hat sie vor?" kam es von Hunter, erst jetzt viel mir auf das er derjenige war der sie hergebracht hatte. "Ich weiß es nicht." flüsterte ich, nicht in der Lage lauter zu sprechen. Im Hintergrund erkannte ich einige Welpen, eine davon rief. "Mama! Das ist das Mädchen was mich gerettet hat!" "Ja, das ist sie! Oh Gott, was macht sie nur?" kam es anscheinend von der Mutter. "Dann ist sie das Mädchen was die Klippe runter gesprungen ist! Sie hat meiner Schwester das Leben gerettet! Warum hat mir das keiner gesagt? Ich war echt fies zu ihr." Wir alle schauten verwirrt zu Hunter. Eine Klippe runter gesprungen um jemanden zu helfen? "Klingt nach Mira." sagte ich schlicht und sah gerade noch rechtzeitig zurück. Diesmal holte Mira aus, sie verpasste den Wolf einen langen Schnitt in den Rumpf. Schmerzhaft jault dieser kurz auf, was sich aber schnell in ein tiefes Knurren verwandelt. Viele der umstehenden senkten die Köpfe. Ich allerdings stärkte meine Ausstrahlung und blickte ihn finster an. Josh, James, Mike, Lukas, Sarah, Christina und auch Hunter weigerten sich Demonio nachzugeben. Mira's Augen fanden die meinen und sie nickte anerkennend. So ganz verstehen tat ich zwar nicht warum, aber es machte mich unglaublich stolz. Im nächsten Moment wehrte sie die Klauen des Monsters ab. Die Wucht des aufpralles stieß sie ein ganzes Stück nach hinter. Angepisst pustete sie ein paar Blonde Strähnen aus ihrem Gesicht. Als Antwort warf sie nun den Dolch und nagelte seine rechte Hinter Pfote auf dem Waldboden fest. "Ouch, dass muss wehtun." kam es schadenfroh von Sarah.
Nun vollends gelangweilt von dem Kampf zog Mira die anderen Dolche hervor, warf und traf die rechte und linke Vorder Pfote. Er saß fest. "Gibst du auf?" kam es vordernt von ihr. "Oder willst du dich gleich unterwerfen?" witzelte sie. Anerkennendes gemurmel verbreitete sich unter den Zuschauern. Doch noch war der Kampf nicht vorbei. Demonio weigerte sich, er versuchte die Klingen mit dem Maul heraus zu ziehen. Was nur dazu führte dass er sich Schnitt. Da er in Wolfs Form nicht aufgeben konnte, musste er sich unterwerfen. Als ihm das klar wurde senkte er ganz langsam seinen Kopf. Der Schock stand allen ins Gesicht geschrieben. "Geht doch!" sagte Mira kalt. Ging zu ihm, zog die Klingen aus der Erde und kam auf uns zu. So schnell ich konnte rannte ich zu ihr und drückte sie ganz fest. "Du hast es geschafft." strahlte ich. "Gab es daran je einen Zweifel?" lachte nun James. "Ist klar, bro. Du hast dir nur halb in die Hose gemacht!" meinte Hunter. Alle lachten und James schmollte. Langsam löste sich der Schock und fingen laut an zu jubeln. Mira hatte es geschafft! Das ganze Rudel feierte sie. Keiner würde auch nur auf die Idee kommen sie nicht aufzunehmen. Oder?
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1390 WörterHey, wie geht's wie steht's? Ich hoffe ihr hattet genauso viel Spaß beim Lesen wie ich beim Schreiben. Und aus einer anderen Perspektive ist ja auch mal wieder spannend. Ich wünsche euch eine tolle neue Woche und hoffe das ihr auch im nächsten Kapitel dabei seid. Liebe Grüße Zoe <3
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Alles hinterlässt Spuren
WerewolfDie 16 jährige Mira Denvers wirkt wie ein ganz normales Mädchen. Doch keiner weiß was hinter der Fassade auf einen lauert. Denn sie ist gewiss kein hilfloses kleines Kind, seit dem Tot ihrer Mutter vor 7 Jahren bildete ihr Stiefvater sie zum Auftra...