Mira's Perspektive
Es hatte gut getan endlich mal wieder so richtig zuschlagen zu können, auch wenn ich mich sehr zurück gehalten hatte. Der Typ hatte sie einfach nicht mehr alle! Der alte Knacker war ja nicht mal ein wirklicher Gegner. Ich blickte in beeindruckte aber auch entsetzt Gesichter. Bis ein zupfen mich runter Blicken ließ. "Hey Lucy, na wie geht's dir?" lächelte ich den Welpen an. "Mir geht's super! Du bist meine Heldin!" kicherte sie. "Achja? Und wie kommst du darauf, dass ich das verdient hätte?" fragte ich als ich in die Hocke ging. Verwirrt schaute sie mich an. Ich lachte "Ich sollte nicht deine Heldin sein. Das sollte nur eine Person sein, und zwar du selbst. Deine Mum wäre auch nicht falsch." riet ich ihr. "Das verstehe ich nicht." gab sie, mit schief gelegten Kopf, von sich. "Nicht schlimm." lachte ich. "Du weißt nicht zufällig wo ich ein Tuch herbekomme? Ich muss meine Klingen säubern." fragte ich. "Das kann ich machen!" rief sie Stolz. Ich schaute fragend zu ihrer Mutter, diese nickte, also gab ich Lucy die drei Waffen in die Hand. "Aber sei vorsichtig!" rief ich noch hinterher, als sie davon hüpfte, verfolgt von einer ganzen Horde Welpen.
Ich richtete mich wieder auf und blickte in die Runde. "So, wars das? Dann geh ich nach Hause. Achso, warum ich eigentlich hier bin. Kann einer von euch mir den Hausschlüssel geben?" fragte ich J&J "Dein ernst?!" rief James entsetzt. "Du hast grad ne mega Show abgeliefert, das halbe Rudel eingeschüchtert, den obersten Krieger besiegt und willst jetzt einfach gehen als sei nichts unnormales passiert?!" setzte Josh hinten dran. "Ehm... Joa so ungefähr." antwortete ich gelassen. Kopfschüttelnd blickten die beiden mir entgegen. 007 (der mich hergebracht hatte) stand auch bei uns und sah irgendwie bedrückt aus. Aber fragt mich bloß nicht warum.
Mein Handy klingelte und als ich auf den Bildschirm sah legte sich meine Stirn sofort in falten. UNBEKANNT stand dort. Ich entfernte mich ein paar Meter von der Gruppe und ging skeptisch ran. "Hallo? Wer ist da?" fragte ich sehr originell. "Miranda Partellie?" kam es aus dem Hörer. "Wer will das wissen?" leicht schnippisch ging ich noch etwas weiter weg. "Spreche ich mit Miranda Partellie?" erneut kam nur eine Gegenfrage. Die Stimme war eindeutig weiblich, Mitte 50, sie hatte Angst war aber dennoch entschlossen. "Ja...ja, tuhn Sie." gab ich nach. "Ich habe ein... Problem, und man sagte mir Sie seien gut darin..." sie stockte und schien mit sich selbst zu ringen. "Probleme zu lösen?" beendete ich ihren Satz. "Genau, ich brauche Ihre Hilfe, Ihre Fähigkeiten, Ihre Kontakte." kam es aus dem Telefon. "Wer braucht meine Hilfe?" hakte ich erneut nach und ging automatisch tiefer in den Wald. "Das spielt keine Rolle. Ich habe einen Auftrag für Sie. Ich zahle auch gut!" wich die Frau aus. "Ich bin nicht interessiert! Bin im Ruhestand, hab mich zurück gezogen, wie auch immer man es nennen will." gab ich als Antwort. "Sie verstehen nicht..." fing die Stimme nun an zu zittern ".. Es geht nicht anders. Ich will Gerechtigkeit und die können nur Sie mir holen." schluchzte sie. "Was für Gerechtigkeit?" Skepsis lag in meiner Stimme. "Bitte, ich würde das nicht tuhn. Doch leider ist die Polizei machtlos, Richter und Anwälte sehen keine Chance. Ich kann ihn aber nicht ohne Strafe davon kommen lassen!" "Wer soll nicht davon kommen und warum?" hakte ich erneut nach. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen auszusteigen, doch das alles weckte meine Neugierde.
"Der Mörder meiner Tochter!"Ich stockte "Okay, passen Sie auf. Sie schicken mir die Informationen zu der Nummer **************, ich melde mich sobald alles erledigt ist." innerlich verfluchte ich mich selbst, ich wollte einen Neustart, mit alle dem endlich abschließen, doch nun war ich wieder mittendrin. "Wie viel?" fragte mich die Frau. "Ich zahle alles was Sie wollen." flehte sie. "Machen Sie sich darum keine Gedanken, ich will keinen Cent." bestimmte ich. "Aber-" fing sie an doch ich unterbrach sie. "Hören Sie mir mal zu. Sie haben ihre Tochter verloren, sie wurde ermordet. Ich weiß wie sie sich fühlen, mir nahm man meine Mutter.... Und auch ich würde jeden Preis der Welt bezahlen, wenn ich die Möglichkeit hätte. Doch anders als Sie, bin ich schon zu tief in dem ganzen drin, sollten Sie mich wirklich bezahlen, würde das Blut auch an Ihren Händen kleben und das werde ich nicht zulassen. Geschweige denn dass der Verdacht schnell auf sie fallen würde und dann wären Sie dran, wegen Anstiftung zum Mord. Ich kümmere mich darum versprochen! Sehen Sie es als Trauer Geschenk." als ich fertig war, herrschte kurz Stille. "Darf... Darf ich fragen wie alt du bist." kam es nun zögernd. Ihr war nun anscheinend aufgefallen das sie nicht mit einem Erwachsenen sprach. "Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf darüber." beschwichtigte ich sie. "Ich melde mich wenn es erledigt ist." damit legte ich auf.
Gestresst fuhr ich mir mit den Händen durch das Gesicht.
"Wenn was erledigt ist?" erschrocken wirbelte ich herum. An einem Baum gelehnt stand 007, die Braunen Locken lagen wirr auf seinem Kopf und die grauen Augen mussterten mich Neugierig und Skeptisch zugleich. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und wartete meine Reaktion ab.
"Wüsste nicht was dich das angeht." antwortete ich, zugegeben ein wenig patzig. "Was willst du hier, Beschattest du mich etwa wieder 007?" das spöttische konnte ich einfach nicht unterdrücken. "Ich nehm den Spitznamen einfach mal als Kompliment." antwortete er grinsent. "Ist aber nicht so gemeint. Du hast es einfach nicht drauf." meinte ich nur. Innerlich freute ich mich schon dass der Themen Wechsel funktioniert hatte als er sagte : "Lenk jetzt nicht ab! Was sollst du erledigen?" Argh! Kann der es nicht einfach sein lassen? "Nichts wichtiges." versuchte ich erneut abzulenken. "Ist klar, und deshalb bist du so gestresst!" kam es aus dem Schatten der Bäume ringsum. Hervor trat die Clique und Bella. "Wie viel habt ihr gehört?" fragte ich nun. Ich hatte wieder meine Maske aufgesetzt, keiner sollte sehen was ich fühlte. Denn ich hatte Angst, Angst dass sie alles gehört hatten und mich jetzt hassten. Bella kam einen Schritt näher. "Ich glaube du hasst einiges zu erklären... Miranda Partellie." also doch, sie hatten alles mitbekommen. "Ich wusste dass ich es früher oder später hätte erklären müssen, ich habe immer gehofft eher später als früher." resigniert seufzte ich. "Also gut, ich komme eh nicht drumherum. Aber nicht hier. Lasst uns das zu Hause klären." nun hieß es beten...__________________________________
1070 WörterHey, sorry das es solange gedauert hat. Ich hoffe es gefällt euch trotzdem, auch wenn es etwas kürzer ist als sonst.
Habt ihr Fragen, Wünsche, Kritik? Immer her damit!
Liebe Grüße Zoe <3

DU LIEST GERADE
Alles hinterlässt Spuren
WerewolfDie 16 jährige Mira Denvers wirkt wie ein ganz normales Mädchen. Doch keiner weiß was hinter der Fassade auf einen lauert. Denn sie ist gewiss kein hilfloses kleines Kind, seit dem Tot ihrer Mutter vor 7 Jahren bildete ihr Stiefvater sie zum Auftra...