Kapitel 24

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Birthday Special!

Da heute mein 16ter Geburtstag ist dachte ich mir ich könnte ja doch noch ein Kapitel hochladen;)

Das aufwachen war eine Katastrophe. Alles tat weh, jeder meiner Muskeln sträubte sich gegen jede Bewegung. Doch die schmerzen hießen auch dass wir es geschafft hatten. Wir waren erfolgreich und hatten es geschafft aus dem Strudel der Erinnerungen zu entkommen. Stöhnend und ächzend richteten wir uns langsam auf. Der letzte der die Augen öffnete war Hunter. Als ich sah das er immer noch Miras Hand hielt musste ich schmunzeln. Als er bemerkte das ich es gesehen hatte, ließ er sie schnell los. Ich schüttelte nur grinsend meinen Kopf während er Rot anlief. Mein Blick viel auf meine, noch immer schlafende, beste Freundin. Auf die Frage von Lydia, wie es gelaufen sei und was passiert ist, wollte keiner antworten. Wir alle mieden den Blick der Erwachsenen. Als erstes stand Sarah auf drückte Mira kurz, flüsterte "Es tut mir leid" und verließ den Raum. So ähnlich taten es auch Chris, Mike, Lukas und die Zwillinge. Hunter drückte ihre Hand und gab ihr einen flüchtigen Kuss auf diese. Was allerdings niemand zu merken schien. Ich stand auf "Wenn ich die Zeit zurück drehen könnte um das alles ändern zu können, glaub mir ich würde keine Sekunde zögern!" richtete ich mich erst an die unglaublich starke junge Frau vor mir und drückte sie. Nun richtete ich mich an ihre, kurz vor dem Zusammenbruch stehende, Tante. Vermied es aber weiterhin  jemanden in die Augen zu schauen. "Sie wacht bald auf, in spätestens ein paar Stunden. Entschuldigen Sie mich." ich kehrten den Erwachsen und somit auch meinem Alpha, ohne Erlaubnis den Rücken zu und verließ das sterile Krankenzimmer.

Ich folgte keinem weg, nur meinem inneren Kompass. Er führte mich zu dem kleinen See, in dem sich der Mond immer so schön spiegelte. Anscheinend hatte nicht nur meine Wölfin mich hierher geleitet. Die ganze Clique hatte sich aus verschiedenen Richtungen hier versammelt. Wie es aussah hatte keiner die Absicht gehabt hier zu landen, geschweige denn auf die anderen zu treffen. Schweigend saßen wir am Ufer, ich hatte mich einfach irgendwann an Josh angelehnt. Ihn schien es nicht zu stören. Ich war fertig. Geistig, aber aber auch Körperlich. Die Reise hatte uns allen zugesetzt.

Nach einer weile spürte ich eine Wut, die nicht nur die meine war. Bis ich realisierte wessen Wut ich spürte, neben meiner eigenen, wuchs Joshs immer mehr an. "Hei, ganz ruhig. Was ist los?" flüsterte ich so leise das nur er es hören konnte. 'Wieso hab ich ihr nicht schon vorher geholfen. Was wäre hätten wir sie schon vorher zu uns geholt. Sie wäre unbeschwerter Aufgewachsen, in Sicherheit. Ohne Gefahren und Morde. Niemand hätte sie so zurichten können dass sie ihren Geruchssinn hat einbüßen müssen. Als Werwolf solche folgen zu haben, weißt du wie schlimm man sie dafür hat zurichten müssen? Ich fühle mich schuldig und ich weiß nicht wie ich Mira helfen kann' schüttete er mir sein Herz aus. Ich war kurz überrascht seine,  sonst so beruhigende Stimme, verzweifelt in meinem Kopf zu hören. 'Ich kann dich verstehen. Aber du wusstest nicht mal das es Mira überhaupt gibt. Also wie hättest etwas ändern sollen?'  schickte ich, bemüht ruhig zu bleiben, zurück. Denn auch in mir brodelte es wie in einem Vulkan. 'Wie schaffst du das nur?' fragte er, schlang seinen Arm um mich und zog mich näher an ihn ran. 'Was meinst du?' fragte ich verwirrt nach während ich verkrampft versuchte ein schnurren zu unterdrücken. Ich genoss seine nähe und die kleinen Blitze die bei jeder seiner Berührungen durch mich hindurch zuckten. 'Du beruhigst mich. Wir haben noch nie so gut zusammen gearbeitet wie in Miras Kopf und das nur dank dir! Ganz zu schweigen von...' er rang mit sich selbst die Worte auszusprechen, Naja von sprechen kann bei Mind-Link nicht wirklich die rede sein. 'Von was? Komm schon.' bettelte ich und versuchte diese Worte aus ihm heraus zu kitzeln. Ich wollte wissen was er verheimlichte. Ein kleiner teil in mir, ein teil meines Wolfes wollte ganz bestimmte Worte hören. Auch wenn es irrational von mir war sich etwas derartiges zu erhoffen, ich wollte es hören. Mir war klar das er wahrscheinlich etwas sagen wollte, was nicht im geringsten mit dem zutun hatte was ich hören wollte. 'Vielleicht ein anderes mal. Lass einfach so sitzen bleiben.'  damit drückte er mir einen sanften Kuss auf den Haaransatz, was mir die röte ins Gesicht stiegen ließ. Was er nicht sah, da ich immer noch an ihn angelehnt war. Dafür alle anderen. Sarah und Chris tauschten einen vielsagenden Blick, Lukas und Mike grinsten dreckig und wackelten Anzüglich mit den Augenbrauen und James lächelte wissend. Nur Hunter hielt sich verschlossen und schaute, fast schon sehnsüchtig auf das klare Wasser vor uns. 

"Meint ihr, sie weiß das wir in ihrem Kopf waren?" unterbrach Hunters Stimme die, seit gefühlten Stunden herrschende, Stille. Es hätten aber genau so gut nur fünf Minuten sein können. "Weiß nicht. Kann sein." beantwortete ich ehrlich. "Danke" kam es nur von ihm. "Wofür?" fragte ich, gleich etwas angespannt. Da ich nicht sicher war ob er es ernst meinte. "Das du ehrlich bist. Und das du weißt wie man uns in den Arsch tritt. Mira hat recht, du wirst eine tolle Alpha." platzte es aus ihm heraus. Zu geschockt war ich um irgendwas hätte erwidern zu können. "Sie hat dir davon erzählt?" kam es perplex von Josh. "Sie ist recht gesprächig wenn sie sich sicher fühlt. Ich glaube sie hat sich recht schnell an meine Anwesenheit gewöhnt. Sie wusste genau wann ich da war, zwar nicht wo ich war. Aber sie wusste das ich da war." ein verträumter Schimmer glänzte in seinen Augen. "sobald sie sich wohlfühlt, lernt man erst ihr wahres Ich kennen. Doch um die Schutzmauer komplett runter zu fahren braucht es noch eine weile." fügte ich hinzu. "Sie ist unglaublich stark! Ich hätte das nicht so gut überstanden wie sie. Ich glaube ich wäre schon lange ein fall für die Klapse (Psychiatrie)." scherzte Sarah. "Ich glaube eher das keiner von uns dergleichen Überlebt hätte." sagte ich genau das was ich auch dachte. Ein betretenes schweigen erfüllte kurze Zeit die Umgebung, bis...

"Das glaub ich nicht." sagte eine vertraute Stimme. Der Geruch der sich in so kurzer Zeit in mein Gedächtnis gebrannt hatte, erfasste meine Nase. Wie von der Tarantel gestochen sprang ich auf und drückte ihren schmalen Körper ganz dicht an mich. "Tu mir sowas nie wieder an!" schrie ich schon fast und schlug ihr leicht gegen die Schulter. "Ich werde es versuchen!" lachte Mira. Sie war wach wach und allem Anschein nach ging es ihr gut. "Dir geht es auch wirklich gut?" fragte James zweifelnd nach, nachdem alles sie begrüßt hatten. "Jaa, mir geht es gut. Ich kann mich an nichts erinnern, aber Tante Lydia meinte ich hatte wieder Albträume und ihr wart in meinem Kopf. Und wie es aussieht habt ihr nicht grade die schönen Seiten meiner Vergangenheit kennengelernt." verlegen kratzte Mira sich am Hinterkopf. "So kann man es ausdrücken!" lachte Chris. "Okay, und was machen wir jetzt? Mir ist sooooooo langweilig!" jammerte Mira wie ein Kleinkind und bewies damit das Hunter recht hatte, wenn sie sich Wohlfühlte dann war sie ein ganz anderer Mensch. Kaum zu glauben dass das quengelnde etwas, innerhalb dieser Woche, jemandem das Handgelenk gebrochen  hatte und einen erfahrenen Krieger in einem fairen Kampf besiegt hatte. Ganz zu schweigen von dem Auftragskiller zeug. Aber egal wie kindisch, quengelnd, ernst oder Gefährlich. Ich war froh sie als beste Freundin zu haben. 


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1252 Wörter

Etwas kürzer als sonst, aber egal. Also heute ist mein 16ter Geburtstag und ich wollte dieses Jahr doch noch mit einem etwas fröhlicheren Kapitel beenden. Ich danke jedem einzelnen für die vielen reads, für jedes einzelne Vote und die liebe Kommentare. Ein besseres Geschenk hätte ich mir nicht vorstellen können, als das meine Arbeit, die Zeit und Kreativität die ich hier reinstecke, euch gefällt. Also nochmal VIELEN DANK! 

Eure Zoe<3



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