Aus Angst habe ich mich im Kleiderschrank versteckt. Ich habe nicht viele Möglichkeiten, um mich zu verbergen, während ich auf Jake warte. Mein Handy halte ich fest umklammert, aber ich wage kaum, ein Wort zu sagen. Ich höre ihn durch den Lautsprecher: „Alisa, räuspere dich leise, damit ich weiß, dass es dir gut geht."
Zitternd tue ich, was er sagt. Sein erleichtertes Ausatmen lässt mich für einen kurzen Moment ruhiger werden. „Ok. Bitte bleib da, wo du bist. Ich bin unterwegs. Noch ungefähr eine Stunde, vielleicht mehr. Alles wird gut, Kleines."
Doch plötzlich: Stille.
Kein Klopfen mehr, kein Poltern, nichts. Mein Herz rast. „Jake... ich glaube, die sind weg."
„Bleib, wo du bist! Sieh nicht nach!" antwortet er hastig.
Aber ich höre nicht auf ihn. Ich öffne den Schrank, trete leise hinaus und spähe ins Dunkel. Nichts. „Die sind weg", flüstere ich.
„Bist du dir sicher?"
Ich schaue aus dem Fenster, ins Treppenhaus, überall Leere. „Ja. Ich sehe niemanden mehr."
Er seufzt erleichtert. „Gut. Ich komme trotzdem zu dir."
Ich lächle schwach. „Fahr vorsichtig, Jake. Ich warte." – „Bis gleich."
Ich lege auf, atme tief aus und setze mich aufs Bett. Doch das Zittern hört nicht auf. Um mich abzulenken, schreibe ich Jakob.
~Hey...~
Seine Antwort kommt sofort:
~Alisa? Hey, was ist los? Ist alles okay?~
~Nein... Jemand wollte bei mir einbrechen.~
Eine Weile nichts. Dann:
~WAS?! Soll ich rüberkommen?~
Ich grinse müde.
~Nein, Jake ist schon unterwegs.~
~Ja, klar Jake... der Retter. Bist du noch zu Hause?~
~Ja. Jakob, warum dieser Hass auf ihn?~
Seine Antwort trifft wie ein Schlag.
~Weil er mir die Nase gebrochen hat! Und weil er ein Drama um nichts macht!~
Ich starre fassungslos aufs Display. Ein Drama um nichts?!
~Jakob, sei froh, dass er dir NUR die Nase gebrochen hat, nachdem, was du abgezogen hast!~
Da fallen plötzlich Scheinwerferlichter durchs Fenster. Mein Handy blinkt:
~Das war harmlos! Was ihr getan habt ging überhaupt nicht... Während des Telefonats mit ihm vögeln, ist das dein scheiß Ernst Alisa?!~
Ich werde knallrot.
~Das war nicht geplant! Wenn ich gewusst hätte, dass du Gefühle für mich hast, dann... Egal! Seit wann hast du Gefühle für mich?~
~Seit ich dich wiedergesehen habe. Aber vertrau Jake nicht zu sehr. Er wird dich genauso verlassen wir alle anderen.~
Wut steigt in mir auf.
~Woher willst du das wissen?!~
Kaum abgeschickt, klingelt es an der Tür. Mein Herz bleibt fast stehen.
~Jakob? Bist du das?~
~Ähm... Ja. Machst du auf.~
Skeptisch gehe ich zur Tür. Mein Bauch schreit tu es nicht. Doch ich öffne.
Und sofort drängen sich drei Typen in die Wohnung – die aus der Schule.
„Na, Prinzessin. Lange nicht gesehen."
Panisch stolpere ich zurück. „W... was wollt ihr?"
Er grinst schief. „Das, was uns damals verwehrt blieb."
Mein Blut gefriert. Ich renne ins Schlafzimmer, drücke mich gegen die Tür, doch sie schlagen sie mühelos auf.
„Oh, die Kleine ziert sich. Keine Sorge... wir sorgen schon dafür, dass du's genießt."
Ich schreie, trete um mich, kratze, schlage, aber sie sind zu dritt. Kalte Hände packen mich, reißen mich vom Boden hoch. Ein Arm klemmt meinen Mund zu, der andere hält meine Handgelenke. Tränen brennen in meinen Augen. Ich winde mich, aber es ist zwecklos.
Einer hebt mein Handy auf - Jake ruft an. Er grinst böse. "Na sieh einer an... dein Retter in der Leitung."
Mein Herz schlägt so laut, dass ich denke, Jake müsste es hören. Als die Hand von meinem Mund rutscht, nutze ich den Moment.
Ich schreibe, so laut ich kann:
„JAKE!!!"
Dann wird alles nur noch Chaos.
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Danger and Love (Überarbeitet)
RandomJake vertraut niemandem. Nicht der Welt. Nicht sich selbst. Schon gar nicht seinem Herzen. Als Hacker lebt er im Untergrund - unsichtbar, unnahbar, und bereit, jeden auszuschalten, der zu nah kommt. Doch dann trifft er sie. Ein Mädchen aus dem Heim...
