Kapitel 50 - Zersplittertes Vertrauen

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Nervös sitze ich am Schreibtisch eines heruntergekommenen Motels und warte auf ihre Antwort.
Vergeblich.

Ich schreibe wieder.
Und wieder.
Stille.

Meine Angst wächst. Ich schreibe erneut – ein letztes Mal.
Dann packe ich meinen Kram zusammen und fahre los.
Die Panik schnürt mir die Kehle zu. Was, wenn ihr etwas passiert ist?

Verkrampft halte ich das Lenkrad, aber konzentrieren kann ich mich kaum.
Dann – endlich – blinkt das Handy. Ich greife danach.

~Jake... Oh mein Gott, ich freue mich, dass du dich meldest. Ich habe mir schon extreme Sorgen gemacht... Ich vermisse dich und freue mich, wenn wir uns wiedersehen. – Alisa~

Ein Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus.
„Ihr geht's gut...", murmele ich.
Ich atme auf.

Drei Stunden später bin ich da.
Zurück an dem Ort, an dem ich Abschied nehmen musste – ohne zu wissen, ob ich je wiederkomme.
Und jetzt stehe ich hier.
Nervös. Glücklich. Aufgeregt.

Ich nehme meine Taschen, gehe zur Tür, klingele.
Keine zwei Sekunden – Jakob öffnet.
Er mustert mich von oben bis unten.

„Lässt du mich rein?" frage ich sarkastisch.

Doch dann – wird er zur Seite geschoben, und Alisa wirft sich mir um den Hals.
Ich taumele. Grinse. Lasse die Taschen fallen.
Umfasse sie fest.

Sie zieht mich ins Haus.
„Alisa... meine Taschen..."
„Kann auch Jakob mitnehmen", sagt sie, dreht sich zu ihm um.

Ich merke, wie sie ihn anschaut.
Wie sie ihn anschaut.

Etwas in mir zieht sich zusammen. Ich sehe ihn an. Er... sieht zurück.
Da ist dieser Blick. Dieses Grinsen.

Jakob hebt meine Taschen – lässt sie extra laut fallen.
Ich fahre hoch. „Sei vorsichtiger, Mann!"
Er zuckt mit den Schultern, setzt sich aufs Sofa.

Ich beobachte ihn.
Und Alisa. Sie wirkt nervös.

„Was ist hier los?"
Stille.

„Was läuft da zwischen euch?!"
Ich stehe auf. Wütend.

Alisa zuckt. Jakob starrt mich an. Grinst. Dieses Grinsen...
DAS Grinsen.
Als hätte ich verloren.

„Alisa... was ist hier los?"
Sie schweigt.
Ihr Blick...
Ich verstehe. Ich verstehe alles.

„Ihr habt miteinander gefickt...", sage ich leise.
Tränen laufen ihr übers Gesicht.
„Jake..."
„LASS ES, ALISA!"

Ich sehe Jakob an. Er grinst.

Ich greife meine Taschen und gehe raus.
Wütend.
Zitternd.

Alisa läuft mir hinterher. Ich ignoriere sie.
Sie greift nach meinem Arm – ich reiße mich los.
„Jake, bitte..."
Ich schweige. Lade meine Taschen ins Auto.

„Jake! Sieh mich an!"
„Nein!"

Sie stellt sich mir in den Weg.
„Geh nicht... es tut mir leid..."

Ich explodiere.
„ES TUT DIR LEID?! Während ich mir Sorgen um dich gemacht hab, LIEGST DU UNTER IHM?!"
Ich schlage mit der Faust aufs Auto – Blut rinnt meine Hand runter.

Sie schreckt zurück. Weint.
Ich packe sie an den Schultern, drücke sie gegen das Auto.
„Was willst du? Denkst du, ich verzeihe dir einfach?"

„Jake, du tust mir weh...", flüstert sie.
Ich zucke zusammen. Lasse sie los.
„Es tut mir leid..."

„Jake, bitte... fahr nicht... Wir können doch reden..."

Ich gehe mit der Hand durch mein Haar. Seufze.
„Ich liebe dich, Alisa. Ich würde alles für dich tun.
Du bist meine erste Liebe.
Du weißt Dinge über mich, die sonst niemand weiß.
Und du... trittst alles mit Füßen."

Sie weint, ihr Körper zittert.

Ich stehe da, versteinert.
Zwischen Liebe und Wut.

Ich wende mich ab.
„FUCK, EY!"

Ich liebe sie.
Aber sie wird mein Untergang sein.

Ich drehe mich wieder zu ihr, lege meine Hand an ihre Wange, wische die Tränen weg.
Sie sieht auf den Boden.
Ich umfasse ihr Kinn.
„Sieh mich an, Kleines."

Ihre Augen treffen meine – tränenverhangen.

„Jake..."
Ich küsse sie.

Sie erwidert den Kuss.
Lässt sich fallen.
Tränen laufen.

Ich löse mich, sehe sie an.
„Das heißt nicht, dass ich euch verzeihe...
aber ich werde es versuchen."

Danger and Love (Überarbeitet)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt