Kapitel 14 - Alarmsignal

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„DAS KANN DOCH NICHT SEIN ERNST SEIN?!"

Die Stimme reißt mich aus dem Schlaf wie ein Donnerschlag.
Meine Stirn klebt auf der Tastatur, mein Nacken schreit vor Schmerz.
Langsam öffne ich die Augen, blinzele ins grelle Licht des Monitors und murmele verschlafen:
„Was soll das Gebrülle hier?"

Ich reibe mir über das Gesicht, mein Schädel hämmert.
Und dann sehe ich es -
Alisa stürmt wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung.

„Alisa?" frage ich, noch halb benommen.
Keine Reaktion.
Nur noch mehr Herumgerenne.

Ich stehe mühsam auf, gehe auf sie zu, packe sie an den Schultern.
„Was machst du da bitte für einen Radau?"

Sie stoppt abrupt, sieht mich erschrocken an -
und wird knallrot. Unser beider Gesichter sind nur wenige Zentimeter voneinander entfernt.

„Äh... Es tut mir leid, dass ich dich geweckt habe, aber... Jakob ist abgehauen!"

Ich runzle die Stirn.
„Was?"

„JAKE! Er ist weg! Hat nur einen verdammten Zettel dagelassen und ist einfach abgehauen, dieser... dieser...!"

„Zeig mir die Notiz."

Sie gibt mir zitternd den Zettel. Ich überfliege ihn:

---

Leute, es tut mir leid, aber ich muss einfach gehen.
Jake, du hattest recht - ich hätte dir früher Bescheid sagen sollen.
Ich hoffe, wir sehen uns wieder.
Jakob

P.S.: Jake, kümmere dich gut um meine kleine Verrückte. Seid artig. 😉

---

Ich seufze tief.
„Typisch Jakob."

Kopfschüttelnd gebe ich ihr den Zettel zurück und gehe in die Küche.
Kaffeemaschine an. Kühlschrank auf. Essen raus.
Ich brauch dringend Koffein, bevor mein Kopf explodiert.

Sie stellt sich mir in den Weg, ihre Augen funkeln.
„Was ist?" frage ich mit hochgezogener Braue.

„Wie was ist?! Stört es dich nicht, dass er einfach abgehauen ist?!"

Ich seufze erneut.
„Hör zu. Ich dusche, trinke einen Kaffee, bringe meine Gedanken in Ordnung -
und dann reden wir, versprochen.
Jetzt geh zur Seite, kleine Furie."
Ich grinse sie frech an.

„Kleine Furie?!"

Ich beuge mich zu ihr, so nah, dass sie wieder knallrot wird.
„Zur Seite. Oder ich helfe nach."

Perplex schaut sie mich an - ich lege sanft die Hände an ihre Taille und schiebe sie zur Seite.
Dann verschwinde ich im Bad.

---

Das heiße Wasser der Dusche prasselt auf mich ein, wäscht Müdigkeit, Frust und Gedanken für einen Moment hinweg.
Aber nur für einen Moment.
Ich kann Jakob nicht einschätzen.
Nicht mehr.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ziehe ich mich an und trete wieder ins Wohnzimmer.
Sie hat den Tisch gedeckt.
Als sie mich sieht, dreht sie sich hastig weg.

Ich grinse, hole mir ein Shirt und setze mich.
Erster Schluck Kaffee. Ein Stück Normalität.
Dann sehe ich ihren Blick. Fragend. Erwartungsvoll.

„Okay. Wie versprochen. Reden wir."

„Warum stört es dich nicht, dass er einfach verschwunden ist?"

Ich zucke mit den Schultern, beiße in mein Brötchen.
„Weil es nicht das erste Mal ist. Er ist halt so. Es bringt nichts, sich darüber aufzuregen."

Sie sieht mich schräg an.
„Und wie kommt's, dass du plötzlich so offen mit mir redest?"

Ich lache leise.
„Stört's dich? Ich kann auch wieder in den alten Jake-Modus wechseln."

Sie schüttelt schnell den Kopf und lächelt.

Wir frühstücken weiter, reden locker - fast normal.
Ich räume ab, und wieder merke ich ihren Blick auf mir.

„Ist noch was? Du starrst mich an."

„Ich frage mich nur... wer du wirklich bist. Am Anfang warst du kalt, abweisend - jetzt bist du... ja, irgendwie fast liebevoll."

Ich will gerade etwas sagen -
da leuchtet plötzlich ein Bildschirm rot auf.
Ein grelles, grelles Rot.

WARNUNG.

Ich lasse das Geschirr stehen, stürze zum Laptop.
Alisa kommt sofort hinterher.

„Nicht schon wieder..."
Meine Finger fliegen über die Tastatur.

Ein zweiter Bildschirm leuchtet auf.
Ich beiße mir auf die Lippe.

„Jake...?"
„Nicht jetzt."

Der dritte Bildschirm.

„Verdammter Mist..."

„Jake, was ist-"
„Scht! Nicht."

Meine Konzentration liegt auf den Zahlen, den Datenströmen, den Codes, die sich mir entgegenstellen.

Komm schon...
Komm schon...
Komm schon!

Ein vierter Bildschirm.

„SCHEISSE!"

Danger and Love (Überarbeitet)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt