Day before Hogsmead

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Nach meinem Gespräch mit Professor Snape machte ich mich auf den Weg zum Gryffindorturm, um nach Hermine zu sehen. Treppe für Treppe stieg ich hinauf und langsam fing ich an mich zu fragen, wie andere das jeden Tag machen müssen.

Jetzt kam ich oben an der dritten Treppe an und stand vor einem großen Gemälde. Darauf war eine dicke Frau im Rüschenkleid zu sehen. Als ich gerade das Gemälde zur Seite schieben wollte, fiel mir ein, dass jedes Haus eine eigene Weise hat, um sich Zugang zum Gemeinschaftsraum zu verschaffen.

Widerwillig richtete ich mein Blick auf die dicke Frau und fragte: "Wie komme ich in den Turm hier? Ich muss mit Hermine sprechen." Ich konnte nicht fassen, dass ich mit einem Portrait sprach. Das ist so dumm. Normalerweise ignorierte ich sie sich bewegenden Gestalten auf den verschiedensten Leinwänden.

Die Frau meinte, dass nur Gryffindors hereinkommen und daraufhin fing ich an, zu diskutieren. Etwas später öffnete sich das Portrait und Hermine kam heraus. Ich verstummte und beobachtete, wie sie erstarrte und mitten im Eingang stehen blieb.

"Draco? W..Was machst du denn hier?" Hermines Stimme klang überrascht und unsicher. Wieso verhielt sie sich so? "Hey, ich wollte nach dir sehen... Harry meinte, dass es dir nicht so gut geht." "Harry? Du hast mit ihm gesprochen? Über mich? Über ...?" Ich schüttelte den Kopf und die Spannung wich nach und nach aus ihrem Körper.

Ich ging einen Schritt auf sie zu und ließ meine Hände über ihre Arme gleiten, bis meine Hände ihre hielten. Hermine eollte ihre Hände wegzoehen, doch ich ließ es nicht zu. Ganz langsam zog ich sie rückwärtsgehend in Richtung eines leeren Klassenzimmers.

"Ich will mit dir reden.", sagte ich und schloss die Tür. "Ich aber nicht." Seufzend ließ ich ihre Hände los. "Hermine... Bitte" Ich konnte sehen, wie sie nachgeben wollte, aber ihr Stolz stand im Weg. Langsam sank ich auf einen Stuhl hinter dem Lehrerschreibtisch und Hermine ließ  sich in den Stuhl gegenüber sinken.

"Warum bist du heute früh einfach gegangen? Geht es dir gut? Habe ich dir wehgetan? Ich versteh es nicht, Hermine." Meine Augen trafen ihre und sie schien nachzudenken. "Draco... alles ist so verwirrend. Du nennst mich all die Jahre Schlammblut und plötzlich suchst du meine Nähe und schaust mich mit diesem Blick an... Ich kann das nicht alles überstürzen. Ich darf keine Fehler mehr machen."

Was für Fehler? Meinte sie, dass unsere gemeinsame Nacht ein Fehler war? Konnte es das sein? "Siehst du das was passiert ist als Fehler? Hältst du unsere Nacht für einen Fehler? Unsere Küsse? Mich? Uns?"

Meine Augen verließen ihre und wanderten durch den Raum. Als Hermine sprach, klang ihre Stimme seltsam hart und kalt. Sie verdeutlichte, dass sie sich ihrer Antwort sicher war und das brach mir das Herz.

"Das ALLES war ein Fehler."
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Hey Leute, beim nächsten Kapitel springe ich gleich zum Ausflug nach Hogsmead.
Nach dem Gespräch passiert zwischen Draco und Hermine erstmal nichts mehr.

Eine kalte Affäre | DramioneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt