19. mijn bolleke

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»Du liebst mich?«, fragte ich etwas irritiert, woraufhin Neo sofort etwas Abstand zwischen uns brachte. Mit dieser Reaktion hätte er sicher nicht gerechnet, wobei auch mir langsam dämmerte, dass diese Frage so dämlich von mir gestellt wurde, dass jeder wahrscheinlich einen halben Herzinfarkt bekommen hätte.

»A-Also, naja, ich denke, ich denke schon..?« Neo hatte Panik, das stand ihm deutlich übers Gesicht geschrieben, und ich sah, wie sich seine Muskeln verkrampften, bereit, noch einen Schritt von mir wegzutreten. Oh Gott, sag doch was, Finley!

»Oh Neo, tut mir leid, ich meinte das nicht so«, sagte ich sanft und legte meine Hände an seine Wangen, um diese zu streicheln, wie er es vorher die ganze Zeit bei mir gemacht hatte. »Ich war nur überrascht, dass habe ich lange nicht mehr gehört.«

»Mach mir doch nicht so eine Angst«, jammerte der Größere und legte seinen Kopf auf meine Schulter, um erst einmal erleichtert durchzuatmen. »Ich dachte, ich müsste mich jetzt im Meer ertränken gehen, weil du keine Gefühle für mich hast und ich mir das alles nur eingebildet habe.«

»Wenn du dich ertränkst, bringe ich dich eigenhändig ein zweites Mal um.« Meine Finger fuhren durch seine braunen Haare und kraulten seinen Kopf, bevor ich die Arme um ihn schlang und mich an ihn drückte.

»Belebst du mich dann erst wieder, um mich nochmal zu töten?«

»Mund zu Mund Beatmung, aber ich lasse sie von Millie durchführen.« Neo hob den Kopf und sah mich gespielt angeekelt an.

»Du bist so grausam.«

»Siehst du, also tu es lieber nicht.« Er musste leise lachen, dann schlang er ebenfalls seine Arme um mich und kraulte meinen Rücken. Wir standen erneut einige Minuten so unbeweglich im Badezimmer, bevor ich mich erinnerte, was wir eigentlich vor hatten.

»Duschen wir jetzt?«, fragte ich deshalb, woraufhin Neo sich etwas widerwillig von mir löste. Er streckte sich, dann küsste er mich noch einmal, bevor er sich an meiner Hose zu schaffen machte.

»Du hast Recht, sonst schlafen wir diese Nacht wirklich nicht mehr«, sagte er schmunzelnd und half mir, meine Hose auszuziehen. Etwas beschämt wartete ich in Unterhose darauf, dass er sich ebenfalls seine restliche Kleidung auszog, aber Neo schien damit keine Probleme zu haben. Er warf auch den Rest einfach auf den Boden, dann ging er in die Dusche und sah mich fragend an, als ich mich immer noch nicht rührte.

»Meine Unterhose?«

»Zieh sie aus?« Neo angelte mit einer Hand schon nach dem Duschkopf und stellte dann die passende Wassertemperatur ein, während ich immer noch regungslos am Waschbecken stand. »Oder soll ich wegsehen?«

»Das würde mir sicherlich helfen, ja.«

»Okay, weil du es bist«, sagte er lachend und drehte den Kopf, damit ich mich ohne seinen Blick auf mir entblößen konnte. Wie seltsam wollte ich denn bitte sein? Schnell zog ich mir die Boxershorts aus und hüpfte zu Neo unter die Dusche.

»Darf ich jetzt wieder schauen?«

»Nein.«

»Finley, ernsthaft jetzt?« Er versuchte den Kopf zu drehen, aber ich schlang meine Arme von hinten um ihn und drückte meine Wange gegen sein Schulterblatt. Er seufzte leise und streichelte meine Hände. »Soll ich auch nicht hinschauen, wenn wir miteinander schlafen?«

»Wer sagt, dass wir miteinander schlafen?« Ich küsste seine warme, goldene Haut und zog mit meinen Fingern kleine Kreise über seinen Bauch, was dem Braunhaarigen Gänsehaut bescherte.

»Du kannst mich nicht so berühren und dann erwarten, dass mich dass völlig kalt lässt«, brummte Neo unzufrieden, was mich heiter grinsen ließ.

Four Nights (ManxMan)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt