Kapitel6

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...Er sah traurig aus. Vielleicht hatte ich ihn verletzt.
Leo: Alles okay?
Marcus: Klar.
Ich hielt ihm meine Hand hin und half ihm hoch.
Leo: Meine Mutter und ihr Freund kommen morgen.
Marcus: Tut mir leid. Aber das wird schon.
Leo: Wieso läuft gerade alles so scheiße?
Marcus: Ich weiß es nicht, aber ich weiß, was du meinst.
Ich blieb stehen und setzte mich ins Gras. Marcus sah mich erst verwirrt an, aber setzte sich dann zu mir.
Leo: Was ist eigentlich bei dir los?
Marcus: Was meinst du?
Leo: Du bist hier doch auch nicht freiwillig.
Marcus seufzte.
Marcus: Meine Eltern haben mich hergeschickt in der Hoffnung, ich würde hier Freunde finden. Martinus haben sie wahrscheinlich auch nur als Aufpasser mitgeschickt.
Leo: Hast du daheim keine Freunde?
Marcus: Ich hatte welche, aber dann ist etwas passiert und...ach egal.
Er wollte anscheinend nicht drüber reden.
Leo: Okay, aber wenn du reden willst, kannst du gern zu mir kommen.
Marcus: Danke.
Leo: Wir sollten langsam zurück. Es gibt bald Mittagessen.
Er nickte und wir liefen zum großen Zelt. Bevor wir am Tisch waren, hielt Marcus mich fest.
Marcus: Versuch das mit Noah bitte zu klären. Er hat dich lieb und ja, er ist total ausgerastet, aber er weiß nicht, warum du den Freund deiner Mutter nicht magst.
Leo: Ich will es ihm aber auch nicht sagen.
Marcus: Sag ihm, dass du einen Grund hast, du aber noch nicht bereit bist es ihm zu sagen.
Leo: Okay.
Ich ging an den Tisch.
Leo: Können wir kurz reden, Noah?
Noah: Klar.
Er stand auf und kam mit raus.
Leo: Ich wollte mich entschuldigen.
Noah: Warum hast du so ein Problem mit mir?
Leo: Du bist nicht mehr der der du mal warst. Die ganze Zeit führst du dich auf als wärst du Dad, nur weil du willst, dass Mamas Freund dich mag.
Noah: Ich wollte...nur, dass er mich mag. Warum versuchst du ihn nicht auch zu mögen?
Leo: Weil ich einen Grund habe, dass ich ihn nicht mag.
Noah: Welchen?
Leo: Kann ich dir noch nicht sagen.
Noah: Okay.
Leo: Alles wieder gut?
Noah nickte und wir gingen wieder zu den anderen.
Marcus' Sicht:
Noah und Leo kamen wieder an den Tisch und wir fingen an zu essen. Leo war schnell fertig und stand auf.
Leo: Ich geh ins Zelt.
Noah stand auf.
Leo: Wo gehst du hin?
Noah: Zu Jai.
Leo: Okay.
Noah ging zu Jai und Leo ins Zelt. Als ich fertig war mit essen, ging ich zu Leo ins Zelt. Er lag auf seiner Isomatte und las.
Marcus: Alles okay?
Leo legte das Buch weg und sah mich an.
Leo: Ich.. hab irgendwie Angst.
Marcus: Vor morgen?
Leo: Ja. Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Marcus: Das wird schon.
Leo: Kannst du morgen einfach dabei bleiben, bis die wieder weg sind?
Marcus: Klar.
Den restlichen Tag machten wir nicht mehr so viel. Leo las sein Buch und ich malte ein bisschen. Noah war den ganzen Tag bei Jai. Die beiden verstanden sich ziemlich gut. Tinus war mit Hannah im Camp unterwegs und Sara kam immer mal wieder ins Zelt, da ihr langweilig war. Am Abend wollte Leo mit den anderen zum Lagerfeuer.
Marcus: Ich komme nicht mit.
Verwirrt sah er mich an.
Leo: Warum?
Marcus: Bin müde.
Leo: Bitteeeee. Ich will da nicht alleine hin.
Marcus: Die anderen gehen doch auch mit.
Leo: Ja, aber Noah hat Jai und Sara ist wieder bei Tinus und Hannah. Du kannst doch mitgehen und wenn du zu müde bist gehen wir ins Zelt.
Marcus: Na gut.
Wir gingen zum Lagerfeuer und setzten uns wieder ins Gras. Die anderen saßen wie immer auf der Bank. Leo setzte sich so hin, dass ich mich bei ihm anlehnen konnte und er mich von hinten festhielt. Eine ganze Weile hörte ich noch zu, wie die anderen sangen, bevor ich einschlief.
Leos Sicht:
Noah: Schläft Marcus?
Leo: Ja.
Noah: Dann geh doch mit ihm ins Zelt.
Leo: Okay.
Ich weckte ihn und er sah mich verschlafen an.
Leo: Komm, wir gehen ins Zelt.
Er nickte und stand auf. Wir gingen ins Zelt und er legte sich sofort hin. Ich blieb noch eine Weile bei ihm sitzen, bis ich mich dann auch schlafen legte.

Sommercamp und GefühleWo Geschichten leben. Entdecke jetzt