Als wir beide die Tür zum Baumhaus öffneten, rannte mir Scarlett entgegen und fiel mir um den Hals.
,,Marian! Da bist du ja!
Ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht! Ich habe dich schon überall gesucht! Hier im Baumhaus, im Dorf und auch im Schloss! Aber nirgends warst du!", sie fing an, mich durchzuschütteln, ,,Als ich Isabell gefragt habe, wo du bist, hat sie mich total komisch angeschaut und dann irgendwas davon gebrabbelt, das wir uns doch treffen wollten und du mit ihr deshalb nicht spielen wolltest und noch anderes Zeug!
Mensch, ich bin fast verrückt geworden!".
Ich packte sie an den Schultern und hielt sie somit davon ab, mich weiter so fühlen zu lassen, wie als ob ich in einem Schleudersitz saß.
Doch als ich das tat, sah sie mich überrascht an. ,,Seit wann hast du denn so einen festen Griff?! Du bist ja wie ein Schraubstock!", lachte sie.
,,Entschuldige", ich lachte auch.
,,Aber nur weil ich eine Prinzessin bin, bedeutet das noch lange nicht, daß ich zerbrechlich wie eine Porzellanpuppe bin! Auch wenn es manchmal so scheinen mag ...". Ich warf Robin einen schelmischen Blick zu, worauf er ihn nur noch schelmischer erwiderte.
Oh Gott, mein Herz tickte aus!!!!
Ich bemerkte, das Scarlett Tuck und Little John verwirrt ansah, aber die zuckten bloß mit den Schultern. Dann tauchte auf einmal ein Grinsen auf den Gesichtern der dreien auf, als sie so zwischen Robin und mir hin und her sahen.
'Neinneinnein, es ist anders, als ihr denkt!', wollte ich rufen, doch ich ließ es sein.
Stattdessen fragte ich: ,,Wisst ihr, was das hier ist?", und zog den Dolch aus meiner Tasche.
,,Marian!", rief Scarlett erschüttert, ,,Das ist Jack's Messer! Wie kommst du denn an das ran?!".
Und so erzählte ich die ganze Geschichte von meinem Kampf noch einmal.
,,Das ist nicht dein Ernst, oder?".
Ich stöhnte auf. ,,Warum glaubt mir das keiner?!".
,,Doch, ich glaube dir es", sagte Robin und kam zu mir. ,,Zeig ihnen doch nochmal, was du mir gezeigt hast!", flüsterte er mir ins Ohr.
Ich nickte, drehte mich zu den anderen und funktionierte den Dolch wieder zum Bumerang um.
Genau wie Robin waren die drei total geschockt von meinen Geschick im Umgang mit dem Dolch.
,,Jetzt glaube ich dir auch, das du gegen die drei Banditen gekämpft hast!", rief Little John anerkenned und Scarlett und Tuck stimmten ihm zu.
Robin legte stolz den Arm um meine Schultern und sagte: ,,Tja, unsere Prinzessin muss wohl nicht mehr vor den Dieben beschützt werden! Die werden nie wieder auch nur wagen, in deine Nähe zu kommen!". Er zwinkerte mir zu und ich lächelte leicht, bevor ich ebenso stolz die Arme verschränkte und grinste.
Derke sprang auf meine Schulter und schob Robin's Hand etwas zur Seite. ,,Mach mal ein bisschen Platz!".
Dann sah er mich kurz an und seine Augen fragten still: ,,Ist das okay für dich, wenn ich auf deiner Schulter sitze?".
(Klar, er hatte gestern schonmal auf meiner Schulter gesessen, aber in dem Moment hatten wir uns beide auf etwas anderes konzentriert.)
Ich nickte leicht benommen, da mir dieses Gefühl von Derke auf meiner Schulter seltsam bekannt vorkam. Früher musste er das wohl auch immer gemacht haben!
Mich überfiel ein komisches Gefühl. Ich brauchte eine Weile, um zu erkennen, dass es Sehnsucht war. Ich vermisste die Zeit vor dem unglückbringenden Zauberspruch.
Ich lachte ohne Freude. Da sagte ich Robin schon, dass er der Marian nicht hinterhertrauern sollte und dann machte ich es selber!
,,Alles gut?", fragte Robin mich vorsichtig.
,,Hmm", machte ich nur und schüttelte heftig den Kopf, um die Sehnsucht loszuwerden.
Dann setzte ich ein breites Grinsen auf und tat so, als wäre alles super.
Doch er zog nur eine Augenbraue hoch und ich bemerkte, daß er wusste, daß etwas nicht stimmte.
Offensichtlich musste er mich sehr gut kennen ...
Wiedermal war es Derke, der die Situation rettete.
,,Okay. Schön, daß du jetzt auch gut kämpfen kannst! Denn ich habe das Gefühl, das wir das auf unserer Reise brauchen werden." Ich nickte noch einmal.
,,Und was ist jetzt mit dem Brief?", fragte Tuck.
,Achso, ja. Stimmt". Ich schlug mir die Hand an die Stirn und erzählte dann den anderen, was ich in den Brief geschrieben hatte und wie er zu König Richard gekommen war.
An der Stelle, wo ich erzählte, daß ich heute Morgen im Bett und nicht am Tisch aufgewacht war, sah ich jeden der Reihe nach eindringlich an.
Robin zuckte kaum merklich zusammen, als ich ihn für ein paar Sekunden länger ansah als die anderen.
,,Aber egal. Auf jeden Fall ist der Brief jetzt hoffentlich bei König Richard angekommen, sodass wir jetzt theoretisch mit unserer Reise beginnen können", sagte ich und gab somit den Startschuss.
,,Super. Habt ihr alles, was ihr braucht?", fragte Derke.
Alle nickten, doch ich hob verlegen die Hand und murmelte kleinlaut: ,,Ich brauche noch meinen Zauberstab, mein Zauberbuch und ,,Die Zaubersprüche des Zauberers Merlin"".
,,Ugh.", stöhnte der Hamster genervt auf.
,,Was denn?! Heute Morgen habe ich nicht daran gedacht! Und außerdem ist es besser, das ich mein Zeug nicht mitgenommen hatte, denn das wäre bloß noch enger in dem Sack gewesen als sonst schon!", verteidigte ich mich.
,,Dann gehen wir jetzt noch zum Schloß, holen Marian's Sachen und können dann starten!", rief Scarlett und wir machten uns auf den Weg.
(Bitte seid mir nicht böse, wenn es immer etwas zwischen der Veröffentlichung der Kapitel dauert!
Das Leben ist halt ziemlich stressig, wegen der Schule zum Beispiel, oder manchmal fehlen einem auch einfach die richtigen Ideen ... Und man kann sich halt nicht einfach auf Knopfdruck ein perfektes Kapitel ausdenken lassen ... 🤷♀️
Aber trotzdem muss diese Geschichte ja auch ein ✨️Happy End✨️ haben, also keine Sorge. Ich schreibe auf jeden Fall mit Liebe zum Detail weiter! 😊
Noch viel Spaß mit den kommenden Kapiteln!
@Royaldonuts)
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Die Fortsetzung von Spiegel-Marian
Romance~Willkommen zu einer Fortsetzung von der Folge ,,Spiegel-Marian" von der KiKA-Serie ,,Robin Hood - Schlitzohr von Sherwood"! 💚🏹~ Es geht darum, daß das böse Spiegelbild von Marian zurückkehrt und ihr das Gedächtnis löscht. Tja, dumm gelaufen! ...
