,,Mein" Verbrechen

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Als wir in dem Schloß von Nottingham angekommen waren, zog mich Prinz John sofort in den Thronsaal.

,,Also ... was sollte das heute Vormittag?!", fragte er mich.
,,Ääähhh ... was habe ich gleich nochmal getan?", fragte ich ihn kleinlaut zurück.

Prinz John's Augenbrauen zogen sich bedrohlich zusammen. ,,Bring mich nicht aus der Fassung, Cousine!".

Oh Gott, was sollte ich tun? Was hatte ich denn heute Vormittag gemacht?!
,,Entschuldige ... Ich weiß es leider wirklich nicht mehr ...", stammelte ich. Der Kopf von meinem Cousin wurde rot. ,,Ist das grad dein Ernst?".
,,Ja".
,,AAARRGGGHHH!!!!!! Du ... ugh.
Also, du bist heute morgen in diesen Thronsaal hier reingeplatzt und hast geschrien: ,Wo ist Marian?!'. Als du aber mich gesehen hast, bist du auf mich zugelaufen und hast dir ein paar Säckchen Gold geschnappt, die hier lagen. Als ich mir aber mein armes Gold zurücknehmen wollte, hast du einen komischen Stock genommen, mit ihm rumgefuchtelt und irgendwelchen ... Kauderwelsch gerufen! Danach ist mir ganz kalt geworden und es hat sich eine riesige Eisschicht um mich gebildet! Ich musste drei Stunden in der Sonne auf den Balkon stehen, um wieder aufzutauen! Drei wertvolle Stunden, die ich eigentlich zum Goldzählen nutzen wollte! Und als ich dich dann gesucht habe, habe ich dich nirgends gefunden!
Also sag mir bitte: WARUM hast du das getan und WIE hast du das getan?".

Oh Gott! War ich so schlimm, bevor ich mein Gedächtnis verloren habe?

,,Was starrst du mich so dumm an? Soll ich dir jetzt noch erklären, was eine Eisschicht ist?!", schrie Prinz John.

Endlich gewann ich meine Fassung zurück und schrie ihn auch an: ,,Hör auf, mich anzuschreien! Ich bin eine Prinzessin! Und außerden weiß ich sehr wohl, was eine Eisschicht ist!
Aber ich kann mich nicht erinnern, je so etwas getan zu haben wie in deiner Erzählung!". Ich reckte mein Kinn hoch und warf ihm den tötlichsten Blick, den ich aufbringen konnte, zu. Für einen Moment hatte ich Angst, daß ich zu weit gegangen war mit meinem Anschreien. Allerdings schien er das von mir gewöhnt zu sein, auf jeden Fall sagte er nichts darüber.

,,Na super! Jetzt lügt sie auch noch, die Prinzessin! Hör mal zu: Ich habe dich mit eigenen Augen gesehen ", Prinz John zeigte auf seine Augen, ,,und die Augen sind nicht schlecht!".
,,Tja, wahrscheinlich schon! Es scheint so, als ob  du mal zum Augenarzt müsstest, mein Cousin! Wenn du willst, kann ich dich ja auch begleiten, um sicher zu gehen, das du mit deinen schlechten Augen nicht stolperst und dir wehtust!", spöttelte ich und lachte.

Als mein Cousin gerade mit hochrotem Kopf anhub, mir wieder etwas an den Kopf zu schreien, erklang auf einmal eine andere Stimme: ,,RUHE!!!!".

Als ich mich umdrehte, sah ich, daß ein Mann auf uns zukam, den ich schon aus Erzählungen kannte: König Richard Löwenherz.

 Die Fortsetzung von Spiegel-Marian Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt