Die Kraft der Liebe

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Es war alles schwarz um mich herum. Ich schwebte in der Dunkelheit, erleichtert darüber, daß meine Schmerzen verschwunden waren.

Als ich mich umsah, erkannte ich in der Ferne ein kleines Licht. Ich kniff meine Augen zusammen und erkannte eine leuchtende Gestalt.

Es war ein Engel.

Er kam immer näher und näher, bis er bei mir angekommen war. Er nickte mir freundlich und beruhigend zu und streckte seine Hand nach mir aus.

Ich lächelte und machte Anstalten, meine Hand auch nach ihm auszustrecken.

Doch kurz bevor er meine Hand ergreifen konnte und ich dann vollends tot gewesen wäre, riss etwas mich gewaltsam zurück.

Ich entglitt dem Engel und fiel immer tiefer in die Leere hinein.

Ich bemerkte, das der Engel mir noch eine Weile hinterherflog, doch irgendwann konnte er nicht mehr und ließ mich allein.

Ich schloß wieder die Augen und plötzlich kehrte alles zurück: Wer ich war, was passiert war, wie ich gestorben war und noch mehr. Es kam ALLES zurück. Und damit meine ich auch mein Gedächtnis.

Ich jubelte innerlich auf.

Dann öffnete ich ruckartig die Augen und schnappte nach Luft.









Wo war ich?!

Ich wurde rot, als ich realisierte, das ich in Robin's Armen lag. Er drückte mich seitlich an sich und sein Kopf lag auf meinem. Er weinte ununterbrochen.

Ich hatte ihn noch nie weinen sehen. Bloß einmal fast, als sein Mentor ihm nicht helfen wollte, Tuck und Little John aus den Fängen von Prinz John zu befreien, und er dann ganz verzweifelt gewesen war ... Aber ich hatte ihm geholfen.

Es schien noch niemand bemerkt zu haben, das ich wieder wach war: Little John umarmte Scarlett und Tuck drückte Derke an sich. Alle heulten.

Ich wartete noch kurz, bis ich anfing, mich zu bewegen. Nur ein ganz kleines bisschen. Doch das reichte aus: Robin zuckte zusammen und drückte mich von sich weg. Seine schönen Augen weiteten sich, als er sah, daß ich quitschlebendig war und ihn anlächelte. ,,Marian ...", flüsterte er. ,,Robin", flüsterte ich.

Er drehte sich zu den anderen um, um zu schauen, ob sie es schon bemerkt hatten und um sich zu vergewissern, ob er nicht verrückt war.

Doch das war er nicht, denn Scarlett sog scharf die Luft ein und schlug sich die Hand vor den Mund und Tuck und Little John starrten mich fassungslos an, ganz zu schweigen von Derke.

Ich fing zögerlich an zu lächeln. Was sollte man tun, wenn man gerade von den Toten auferstanden war?

,,Du ... Du lebst noch", wisperte Robin und sah so aus, als ob er die Welt nicht mehr verstehen würde. ,,Ja, ich lebe noch", hauchte ich zurück.

Nachdem ich das gesagt hatte, schien er es realisiert zu haben und er drückte mich leise schluchtzend ganz fest. Ich lachte und drückte ihn zurück.

Was dann als Nächstes geschah, würde mit für immer in Erinnerungen bleiben:

Er ließ mich los und lächelte mit Tränen in den Augen. Und dann ... beugte er sich vor und küsste mich.

Ich bekam noch vage mit, wie Tuck, Little John und Scarlett aufkeuchten, bevor ich meine Augen schloß, aber nicht, um zu sterben, sondern, um Robin zurückzuküssen.







Wie oft hatte ich mir diese Szene vorgestellt? Wie oft hatte ich davon geträumt? Wie oft hatte ich mir in Tagträumen diesen Moment ausgemalt?

Doch kein einziges Mal hatte ich es mir so schön ausgedacht.

 Die Fortsetzung von Spiegel-Marian Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt