TobiIzu - Heimlicher Verehrer

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„Ist das schon wieder so ein Brief?" fragte Madara und sah skeptisch auf den Brief in den Händen seines kleinen Bruders. Dieser nickte und ließ sich neben Madara fallen. Er bekam schon seit einigen Wochen solche Briefe. Er war sich erst nicht sicher ob es vielleicht eine Falle des Feindes war, aber nachdem er sie eingehend untersucht hatte und nichts gefunden hatte, öffnete er sie mittlerweile einfach unbekümmert. Es stand immer ungefähr das gleiche drin. Eine unbekannte Person, welche ihn von der Ferne aus beobachtete und ihn schon seit einer halben Ewigkeit liebte. Die Person traute sich nicht, ihn persönlich anzusprechen beziehungsweise konnte es nicht und schrieb ihm darum diese Briefe. Jeder einzelne war sorgfältig durchdacht und verfasst worden. Er hatte schon mit seinem Sharingan versucht, die Schrift vielleicht irgendjemandem zuzuordnen, aber er hatte es nicht geschafft. Die Schrift war wunderschön und floss quasi in einander über. Die Buchstaben schienen sich beinahe selbst aufgeschrieben zu haben. Nicht einen winzigen Fehler hatte man auf dem Blatt gefunden. Nicht einmal ein zu kleiner Buchstabe war zwischen den teilweise seitenlang Briefen.

Izuna wollte den Autor gerne kennen lernen und ihn endlich zur Rede stellen. Ihm gefiel nicht aus dem Schatten beobachtet zu werden. Vor allen Dingen, wenn er das nicht mitbekam. Er wollte über alles aufgeklärt werden. Zwar gefiel ihm die unverhoffte Aufmerksamkeit und die Liebe, die der Autor anscheinend für ihn empfand, aber trotzdem fühlte er sich irgendwie unwohl. Der Autor hatte so viele Informationen über ihn. So viele kleinen Details waren in die Briefe eingearbeitet. Es war fast schon gruselig. „Was schreibt er diesmal?" fragte Madara und sah über Izunas Schulter auf den Brief herunter. „Das gleich wie immer." streckte Izuna den Brief von Madaras neugierigen Blicken weg. „Wieso kann ich die denn nie lesen?" fragte Madara und klang beinahe trotzig. „Weil sie für mich sind, such dir einen eigenen Verehrer." meckerte Izuna und lass sich den Brief durch. „Das muss dir doch nicht peinlich sein, na los gib mir den Brief." sagte Madara und entriss Izuna den Brief, um ihn selbst schnell zu lesen. Er verzog sein Gesicht. „Der trieft ja nur so vor Komplimenten." schüttelte er sich und gab Izuna schnell den Brief zurück. Dieser sah ihn nur böse an. „Nur weil du keinen Liebhaber hast, heißt das nicht, dass ich auch keinen haben muss. Ich finds gut und wer weiß-?" meinte Izuna und drückte den Brief fest gegen seine Brust, bevor er seine Augen schloss und gegen die Sofalehne sank. „Vielleicht ist es ja ein mächtiger Uchiha aus dem Nachbarviertel, dagegen hättest du doch auch nichts, oder?" spekulierte Izuna und sah Madara wieder an. „So lange du glücklich bist, kann es auch einer von den Wachen sein." zuckte dieser nur mit den Schultern. Izuna grinste ihn breit an, drückte ihm einen Kuss auf die Wange und rannte anschließend in sein Zimmer. „Verlier dich bloß nicht zu sehr in dieser flüchtigen Liebe kleiner Bruder." seufzte Madara und sorgte sich ehrlich um seinen kleinen Bruder.

Als die Nacht hineinbrach legte sich Izuna, wie jede Nacht, auf sein Futon und starrte die Decke an. Wie jede Nacht, seit diese Briefe auftauchten, lag er noch lange wach und dachte nach. Er wollte wissen wer es war, aber er konnte einfach keinen logischen Schluss ziehen und keine Person identifizieren. Mit wem hatte er regelmäßig zu tun, wer verhielt sich in seine Nähe unnormal? Ihm viel einfach niemand ein. Je länger die Nacht wurde, desto schwerer wurden seine Augenlieder und endlich schlief er ein. Gleichzeitig wurde sein Fenster geöffnet und seine Tür geschlossen. Eine Gestallt trat langsam an den schlafenden Uchiha und beobachtete ihn leise. Am Anfang war Izuna noch aufgewacht, hatte den Eindringling sofort bemerkt und ihn zur Flucht gezwungen, aber mittlerweile schlief er einfach weiter. Er vertraute dem heimlichen Liebhaber so weit, dass er ih den Brief ohne Probleme ablegen und hinterlassen ließ. Das Vertrauen nutzte der Autor auch aus und nutzte es, um Izuna zu beobachten, schließlich bekam er viel zu selten die Gelegenheit den anderen so genau zu beobachten.

Auf einmal öffneten sich aber flatternd Izunas Augen. Der Autor war zu geschockt und blieb einfach stehen. Er hatte nicht erwartet, dass Izuna noch einmal wach werden würde, nachdem er ihm so zu vertrauen schien. Izuna sah ihn verwirrt an. „Wer bist du?" fragte er völlig schlaftrunken und sah den Eindringling verwirrt an. Er fühlte sich überraschend sicher in der Gegenwart den Fremden und sah sich so nicht gezwungen wirklich wach zu werden. „Schlaf einfach weiter." sagte der Fremde aber nur und fuhr über Izunas Nase. Immer wieder fuhr er von oben nach unten. Izuna kam diese Geste viel zu bekannt vor, aber er konnte sich nicht länger wach halten. Er schlief einfach ein, unter den wachenden Augen seines Verehrers.

Die Nacht träumte er. Von seiner Kindheit und seinem Freund. Tobirama. Genau wie sein großer Bruder kannte er den anderen Senju auch schon sehr viel länger, als er zugab. Er träumte von einem ganz bestimmten Tag. Er träumte von dem Tag, als er völlig fertig von dem Training und der Standpauke seines Vaters war und einfach einen Zuhörer brauchte. Tobirama hatte ihm aber nur gepackt und seinen Kopf auf seinen Schoß abgelegt. Er war zwar verwirrt, ließ ihn aber machen. Tobirama fing dann langsam an mit seinem kleinen Finger Izunas Nase ab zu fahren. Von oben nach unten fuhr er immer wieder seine Nase ab. Izuna wurde dabei überraschend müde und entspannte völlig in Tobiramas Armen. Am nächsten Morgen wusste er dann auch den Namen dieses mysteriösen Autors. Lächelnd lehnte er sich gegen Madara, während er seinen Brief an ihn weiter reichte. „Du bist glücklicher als sonst über den Brief." stellte Madara auch schnell fest, lass den Brief aber weiter. „Ich hab rausgefunden wer es ist." antwortete er nur leise und das Lächeln auf seinen Lippen verschwand. „Du siehst traurig darüber aus." sagte Madara dann. Izuna schüttelte nur den Kopf. „Ich denk nur nach, wie ich an ihn ran komme." log er. In seinem Kopf allerdings machte sich die traurige Wahrheit breit, dass er niemals mit Tobirama so leben konnte, wie er es gerne wollte. Ihre Clans waren seit hunderten von Jahren verfeindet, niemand würde ihre Liebe je akzeptieren. Bis dahin genoss er aber die lieben Briefe und ehrlichen Worte des weißhaarigen. Nachher würde er auch selbst einen Brief verfassen. Er musste Lachen, als er an das Gesicht Tobiramas dachte, wenn er realisierte, dass Izuna seine Identität herausgefunden hatte.

„Alles gut Tobirama? Bist du krank?" fragte Hashirama und legte eine Hand auf Tobiramas Stirn. „Normale Temperatur..." murmelte er und wurde danach sofort von Tobirama weggeschubst. Verwirrt sah Hashirama auf seinen Bruder. Dann entdeckte er einen Brief. Er musste lachen. „Dein Liebster hat also endlich rausgefunden, wer du bist?" fragte er und wollte den Brief lesen. Tobirama hielt ihn aber weg. „Wage es dir großer Bruder. Das ist MEIN „Liebster". Du lässt gefälligst deine Finger von ihm." mahnte Tobirama ihn und Hashirama lächelte unschuldig. „Ich drück ihn schon nicht zu Tode." meinte er. Tobirama sah ihn skeptisch an. „Trotzdem werden wir das nicht testen." sagte er und verließ sein Büro.

Habt ihr nen Wunsch für das Ship nächste Woche?

1175 Wörter

Uchiha osGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt