Der nächste Morgen brach an, mein Wecker klingelte und ich realisierte, dass heute wieder Unterricht war.
Meine Motivation war gleich 0.
Müde erhob ich mich aus meinem kuscheligen Bett und lief ins Badezimmer, um mein Gesicht zu waschen.
Als ich jedoch in den Spiegel sah, sah ich meine blaue Wange und meine aufgeplatzte Lippe.
Vorsichtig strich ich mit meiner Hand über meine Wange, sie war minimal geschwollen.
Dieser Arsch, ich hoffte, die Gelegenheit zu erhalten, um mich zu rächen.
Vorsichtig reinigte ich mein Gesicht und cremte es mit einer Feuchtigkeitscreme ein.
Anschließend bürstete ich meine Haare durch und sprühte ein nach Kokos riechendes Haarparfum hinein.
So zog ich mir meine Schuluniform an und entschied mich heute für einen ziemlich knappen Rock.
Mein Make-up hielt ich schlicht, da es eh nichts gebracht hätte, zu versuchen, meine Wange zu überdecken.
Es hätte ja sowieso nicht geklappt.
Zu guter Letzt sprühte ich mir noch Prada Paradoxe auf, somit war ich fertig.
Sobald ich in die große Halle kam, um etwas zu essen, sah ich, wie manche Schüler mich ansahen und murmelten.
Auch Cedric sah mich an, tatsächlich grinste er.
Was ein Teufel in Person, dass er darauf auch noch stolz war.
Ohne ein Wort setzte ich mich an den Slytherin-Tisch neben Mattheo, Pansy war nicht hier.
Genauso wie Blaise.
Mehr musste ich gar nicht wissen.
Draco sah mich sofort an, ich sah ihn an.
„Y/n?“
murmelte er besorgt, ich schüttelte bloß meinen Kopf.
Er schluckte bedrückt, aß dann aber weiter.
Während ich aß, hatte ich plötzlich einen leichten Eisengeschmack im Mund.
Sofort legte ich meinen Finger auf meine Lippe, als ich ihn ansah, war er voller Blut.
Offensichtlich war die Platzwunde aufgegangen.
Wortlos erhob ich mich und lief aus der Halle heraus, auch Cedric stand auf und lief mir hinterher.
Der Kerl hat Nerven.
„Y/n!“
schrie er, ich blieb genervt stehen und sah ihn an, während ich meinen Finger an meine Lippe hielt.
„Du hast es doch niemandem erzählt, oder?“
fragte er, während er mich ernst ansah und mir sehr nah kam.
„Und wenn schon.“
zischte ich, während ich einen Schritt zurücktrat.
Plötzlich kamen Draco und all seine Freunde angelaufen.
„Eyy Jungs …“
murmelte Cedric eingeschüchtert.
„Fresse, Diggory.“
knurrte Draco und kam zu mir.
„Hat er dir das angetan?“
fragte er sanft.
Ich sagte nichts, sah bloß ängstlich zu Cedric, welcher mich bedrohlich ansah.
Draco sah zu Cedric rüber und ballte seine Hände.
„Macht ihn fertig.“
befahl er ernst.
Mattheo und Regulus grinsten freudig, da sie Schlägereien liebten.
Sofort packte Mattheo sich Cedric und schlug ihn zu Boden, als sei das nicht genug, traten Regulus und Draco noch auf ihn ein.
„Und das ist dafür, dass du meine Schwester angefasst hast.“
schnauzte Draco, bevor er auf seine Kniescheibe trat.
Ich hörte es bloß knacken, während ich meine Augen erschrocken zusammenkniff.
Ich hasste Schlägereien.
Ich lief einfach davon, da ich mir das nicht mit ansehen wollte.
Sobald ich im Slytherin-Gemeinschaftsraum ankam, blieb ich kurz stehen, um alles zu verarbeiten.
Plötzlich kam Mattheo zu mir, alleine, ohne meinen Bruder oder so.
„Du hast da etwas …“
murmelte er in kaltem Unterton.
Vorsichtig legte er seinen Daumen an meine Lippe und strich das Blut weg.
„Autsch …“
sagte ich erschrocken, da es höllisch wehtat.
„Stell dich nicht so an, kleine Malfoy.“
grinste er.
Das war das erste Mal, dass er mich angrinste.
Ich sah in seine Augen und musterte sein Gesicht dann langsam.
„Wieso bist du mir gefolgt?“
fragte ich nun.
„Weil ich mir Sorgen oder so was gemacht hab.“
entgegnete er kalt.
„Aha, Riddle macht sich Sorgen?“
lachte ich, während ich meine Augenbrauen hochzog.
Er drückte mich ruckartig an meiner Taille gegen die Wand hinter mir und sah mich ernst an.
„Mach dich nicht über mich lustig.“
zischte er, während sein Becken gegen meins drückte.
Über die Ferien haben wohl alle einen Wand-drücken-Fetisch bekommen.
„Mache ich doch gar nicht.“
schmunzelte ich, während ich zu ihm aufsah.
Er kam mir gerade viel größer als sonst vor.
Langsam neigte er seinen Kopf leicht hinab, seinen Oberschenkel drückte er nun zwischen meine Beine.
„Ach nein?“
raunte er mir entgegen.
Ich schluckte schwer, während er mir langsam immer näher kam.
„N-nein …“
flüsterte ich unfassbar nervös.
Er sah auf meine Lippen und grinste dann.
„Besser so.“
erwiderte er und ging wieder auf Abstand.
Schockiert blickte ich ihn an.
Er machte nur ein selbstgerechtes Gesicht, verschwand dann auch schon.
Verwirrt blieb ich zurück, wenige Sekunden stand ich noch da und realisierte, dass ich mich auf einen Kuss einlassen wollte.
Hätte er es getan, hätte ich mich nicht geweigert.
Das fühlte sich illegal an.
Mein Bruder würde uns beide umbringen, entweder hat Mattheo es deshalb nicht getan, oder er wollte mich nur nervös machen.
Viel zu spät erschien ich im Unterricht, wo ich mich bloß still neben die völlig durcheinandergebrachte Pansy setzte.
„Hi …“
murmelte ich.
„Wo warst du?“
flüsterte sie.
„Erzähle ich dir gleich.“
erwiderte ich.
Snape räusperte sich auffällig und sah uns streng an, sofort schwiegen wir.
Die nächsten Stunden verbrachte ich schweigend und nachdenkend.
Endlich hatten wir Schluss für heute, Pansy und ich liefen direkt zum Astronomieturm.
Und setzten uns auf das Geländer, unsere Füße schwangen nun hunderte Meter über dem Boden.
Ohne was zu sagen, zündeten wir uns eine Zigarette an, nach ein wenig Zeit begann sie zu sprechen, um die Stille zu unterbrechen.
„Also?“
murmelte sie, bevor sie an ihrer Zigarette zog.
„Gestern, die Party …“
Ich erzählte ihr alles, jedes Detail, bis hin zum angedeuteten Kuss von Mattheo.
„Und ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll.“
beendete ich meine lange Erzählung.
Pansy hatte durchgehend aufmerksam zugehört, inzwischen waren unsere Zigaretten bis zum Filter gebrannt und wir ließen sie runterfallen.
„Cedric ist so ein toter Mann, ich werde persönlich dafür sorgen.“
zischte sie.
Dann aber schien sie alles zu überdenken, was ich ihr eben erzählt hatte.
„Aber wieso glaubst du, hatte Mattheo diese Andeutung gemacht?“
fragte sie nach knapp einer Minute.
„Hm, ich glaube nicht, dass er etwas für mich empfindet.
Du kennst ihn doch, er spielt mit Mädchen, als wäre es wortwörtlich ein Spielzeug.“
erwiderte ich.
„Da hast du leider recht …“
stimmte sie zu.
„Aber was ist das nun mit dir und Blaise?“
__
Das war nun das 4. Kapitel, ich hoffe, euch gefällt die Story bisher :).
Vertraut mir, sie wird noch spannender als zuvor.
Es wird noch einiges passieren, schließlich ist dies erst der Anfang.
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Falling for the wrong boy - Mattheo Riddle ff
Fiksi PenggemarDies ist eine Mattheo Riddle FF. ❦︎ 𝓓𝓲𝓮𝓼 𝓲𝓼𝓽 𝓯𝓾̈𝓻 𝓭𝓲𝓮, 𝓭𝓲𝓮 𝓼𝓲𝓬𝓱 𝔀𝓾̈𝓷𝓼𝓬𝓱𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓗𝓸𝓰𝔀𝓪𝓻𝓽𝓼 𝓾𝓷𝓭 𝓜𝓪𝓽𝓽𝓱𝓮𝓸 𝓡𝓲𝓭𝓭𝓵𝓮 𝓻𝓮𝓪𝓵 𝓼𝓲𝓷𝓭. ❦︎ Y/n Malfoy, dass beliebteste Mädchen Slytherins, gefolgt von ih...
