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Den ganzen Weg lang, bis nach Hause sprach Vater kein Wort mit mir.
Wir kamen in unser Anwesen hinein und ich sah bereits meine enttäuschte Mutter.
"Hey Mom.."
Murmelte ich und blieb stehen.
"Bitte geh auf dein Zimmer. Ich will dich die nächsten Tage nicht mehr sehen."
Zischte sie bloß.
"Unsere Tochter ist eine unerzogene Göre, wie konnten wir so versagen?"
Begann meine Mutter bitterlich zu weinen.
"Das ist nicht unsere Schuld, dieses Verhalten hat ihr sicher der Riddle Sohn eingeprägt."
Bestritt mein Vater.
Ich war gerade auf dem Weg zu gehen, jedoch hörte ich, wie sie schlecht über Mattheo sprachen.
Sofort drehte ich um.

"Wie bitte!?"
Fuhr ich die beiden an.
"Mattheo ist derjenige, der dafür sorgt das ich mich noch nicht von einer Klippe gestürzt habe!"
Schrie ich nun.
"Du bist so schwach. Wieso kannst du nicht so wie dein Bruder sein?"
Spottete mein Vater.
Sofort füllten sich meine Augen mit Tränen.
"Du wirst dich von Mattheo fernhalten, ihr tut einander nicht gut."
Bestrafte mich meine Mutter auch noch.
"Ich hasse euch. Ich hasse euch vom ganzen Herzen."
Wimmerte ich, somit lief ich hinauf auf mein Zimmer.
Meine Koffer wurden bereits in mein Zimmer gezaubert, weshalb ich einfach die Tür schloss und mich ins Bett schmiss.
Eine Träne nach der anderen, ich vergoß hunderte.

Mein Herz fühlte sich so eng an, ich wollte etwas gegen dieses Gefühl tun, jedoch wusste ich das mir niemand helfen könnte.
Keine Pansy, die mir schmutzige Witze erzählt.
Kein Mattheo, der mich mit sexuellen Anspielungen aufmuntern kann.
Kein Lorenzo, der mich stundenlang in seinen Armen hielt.
Kein Draco, der sagt wie stolz er auf mich war.

Ich erhob mich und wühlte alles durch, leider besaß ich kein Grass zum Rauchen, denn das könnte mich wahrscheinlich ein wenig beruhigen.
Das einzige was ich fand waren meine Zigaretten.
Sofort nahm ich sie mir, öffnete mein Fenster und setzte mich auf die Fensterbank.
Ich ließ meine Füße hinunter hängen und sah hinaus auf das nebelige weite Meer.
Währendessen zündete ich mir eine Zigarette nach der anderen an.
Meine Tränen stoppten nach einer Zeit und ich versuchte diesen Schmerz zu unterdrücken.
War ich wirklich so eine Enttäuschung für meine Eltern?
Ich wusste ja, dass mein Bruder der wichtigere war... Jedoch dachte ich, dass sie mich trotzdem liebten und stolz wären.

Liebende Eltern würden ihrem Kind nicht die Liebe entnehmen.
Jedoch haben sie das getan, indem sie mir Mattheo verboten.

__

Tagelang lag ich in meinem Bett und begann immer wieder zu weinen, das Essen ließ ich immer stehen.
Ich trank bloß mal etwas Wasser.
Ich wollte mich selbst quälen, mich selbst bestrafen.
Nach all den Tagen wusste ich nicht einmal mehr wofür ich mich bestrafte.
Jedoch fing es an gut zu tun.
Ich fand es sogar schön, mir all diese Dinge zu verbieten.

Nach fast 2 Wochen stellte ich mich vor einen Spiegel.
Ich war total blass und hatte starke Augenringe.
Mein Bauch war leer und ich hatte das Hungergefühl fast komplett verloren.
Immer wenn ich doch Hunger bekam, trank ich einfach soviel Wasser bis mir schlecht wurde.

Das Duschen ließ ich ebenfalls ausfallen, für wen sollte ich mich pflegen?
Ich war es mir selbst nicht wert.

"Y/n, mach die Tür auf."
Rief plötzlich jemand.
Ich war mir nicht sicher wer es war.
Hoffentlich waren es meine Eltern, denn ich sah wirklich schrecklich aus.
Langsam und schwach lief ich zur Zimmertür, dann öffnete ich sie und dort stand er...
Mattheo.

"W-wie?"
Murmelte ich verwirrt.
"Es tut mir leid daß es so lange gedauert hat, jedoch bin ich hier um dich abzuholen.
Du darfst wieder auf die Schule gehen.
Das Schwein und sein Freund, sind beide verwiesen für immer."
Erklärte er.
Jedoch sah er mich erst jetzt richtig an.
"Y/n... Du siehst krank aus. Was ist passiert?"
Fragte er ruckartig besorgt.
"Nur eine Grippe oder so... Ich bin froh, dass du hier bist."
Lächelte ich leicht, selbst mein Lächeln war schwach da ich kaum Kraft hatte.
"Aber egal wie froh ich auch bin dich zu sehen, meine Eltern verbieten mir die Beziehung zu dir."
Flüsterte ich nun traurig.
"Ja... Das haben sie mir auch eben erzählt."
Murmelte er nun bedrückt.

"Ich wollte dich auch nur abholen und dir diese Nachricht persönlich überbringen."
Fügte er dann hinzu.
"Wie hast du das geschafft?"
Fragte ich nun.
"Wir haben diesen Idioten, der übrigens Noah heißt, erpresst. Hätte er mir das Original-Video seines Freundes nicht ausgehändigt, dann wäre er jetzt nicht mehr am Leben. Das war ganz simple, er ist so ein Weichei, deshalb hat er mir sofort das Video gegeben."
Erklärte er, wobei er stolz grinste.
"Und am Ende war alles umsonst. Wie soll ich es schaffen, dich jeden Tag in der Schule zu sehen, ohne dich zu küssen?"
Erwiderte ich.
"Was in der Schule geschieht, werden deine Eltern niemals sehen."
Zwinkerte er, wobei er leise flüsterte.
"Sicher?"
Hakte ich nach.
"Ja, vertrau mir."
Gab er zurück.

Gemeinsam verließen wir das Horrorhaus, ich verabschiedete mich nichteinmal von meinen Eltern.
Nach einer längeren Reise, kamen wir spät abends endlich in Hogwarts an und ich wollte nur noch schlafen.
Meine Energie war komplett weg, ich hatte keine Kraft mehr zu irgendwas.
Dabei schämte ich mich total für mein Aussehen, ich sah aus, als hätte man mich Ewigkeiten in einem Zwinger gehalten.

"Ich möchte gerne Zeit für mich haben... Wir sehen uns morgen."
Murmelte ich, als wir in meinem Zimmer ankamen.
"Nagut, es gibt noch eine letzte Nachricht die dich sicher interessiert."
Grinste er.
"Wir, das Slytherin Quidditch Team, haben uns entschieden dich als Jäger ins Team zu holen. Du hast sicher Talent. Was sagst du dazu?"
Verkündete er freudig.
"Das klingt toll. Danke Mattheo."
Lächelte ich sanft.
Er zog mich an sich heran und gab mir einen langen intensiven Kuss.
"Bis Morgen, meine Schöne."
Verabschiedete er letztendlich.

Müde ging ich in mein Badezimmer und zog mich aus, danach duschte ich endlich nach einer Ewigkeit.
Jedoch beeilte ich mich ziemlich um schnellstmöglich in meinem Bett zu liegen und einfach alles zu vergessen.
Mit nassen Haaren und in Pyjama legte ich mich nun schlafen.
Ein Teil, ganz tief in mir, war glücklich, dass ich nun wieder hier war.
Jedoch zog mich ein viel größerer Teil in mir einfach nur noch hinab, es fühlte sich ein wenig so an, als würde ich ertrinken.

Falling for the wrong boy - Mattheo Riddle ffWo Geschichten leben. Entdecke jetzt