Kyle:
„Schatz, ich will doch nur das du nicht mehr so gestresst bist."
„Bin ich nicht."
„Doch, natürlich. Du solltest dich auch mal etwas entspannen und zurücklehnen."
„Ich werde nicht aufgeben."
„Nein, eine Pause einlegen."
„Vergiss es." kommt es schärfer aus meinem Mund als beabsichtigt.
„Eine Auszeit würde dir guttun."
„Ich werde mein Team nicht im Stich lassen außerdem liebe ich es Fußball zu spielen."
„Niemand sagt, dass du kein Fußball mehr spielen sollst. Nur vielleicht nicht auf diesem Niveau. Geh mit deinen Freunden zum Spaß eine Runde kicken."
„Das ist nicht dasselbe." Müde lasse ich den Kopf in meine Hände fallen.
„Ich merke es dir doch an. Du bist nicht mehr der fröhliche, energiereiche Junge, der du mal warst."
„Das hat so gut wie gar nichts mit dem Fußball zu tun."
„Sondern? Erkläre es mir." Sie würde es nicht verstehen.
„Ich muss los."
„Kyle."
„Nein, Mam. Wir reden ein andermal." Ich wimmle meine Mutter nicht gerne ab, aber ich habe keine Nerven für dieses Gespräch. Ich drücke mich seit Jahren davor und habe nicht vor es amMontagmorgen nach den Ferien zu führen und definitiv nicht nach so einer Nacht. Ich habe wieder kaum schlaf gefunden, nachdem ich um 2 Uhr nachts aufgewacht bin. Da kann ich das jetzt wirklich nicht gebrauchen. Generell, wenn es nach mir gehen würde, würde dieses Gespräch nie stattfinden.
Ich steige in mein Auto ein und schalte sofort die Lautsprecher an. Übertöne meine Gedanken. Aber ich habe nicht lange meinen Frieden, denn zwei Minuten später gesellen sich schon Tay und Evelyn zu mir. Schüchtern nimmt Evelyn auf der Rückbank Platz, während Tay sich sofort auf den Sitz neben mir plumpsen lässt. Über den Rückspiegel hinweg blicke ich Evelyn an. Ich weiß nicht, mein Kopf hat einfach den Drang dazu. Fehler, denn sie sieht verfickt schön aus, wie immer. Mir den offenen, gekämmten Haaren und dem natürlichen Gesicht. Zudem dieser „Mir egal, wie ich aussehe" Look. Es fasziniert mich. Wie kann ein Mensch unabsichtlich jeden Tag aufs Neue, so aussehen?
„Och, ne. Bitte mach diese Musik aus." Nörgelt mein Bruder. Obwohl wir Zwillinge sind, könnte unser Musikgeschmack nicht unterschiedlicher sein. Er mit seinem beschissenen Rap und ich mit meiner geliebten 80/90er Musik.
„Du hörst Nirvana?" Ungläubig blickt Evelyn mich an.
„Ja? Was dagegen?"
„Im Gegenteil." Jetzt bin ich es der überrascht ist. Evelyn hat auch mich nie so gewirkt, als würde sie Nirvana hören.
„Was hörst du noch so?"
„Ehm, Bryan Adams, Radiohead, so Zeugs?"
„Echt jetzt?" Sie klingt fast schon begeistert.
„Ja, mein voller Ernst."
Meine Pflegeschwester fängt an zu grinsen.
„Man, langsam werdet ihr zwei mir zu einem zu guten Duo." Beschwert sich Taylor neben mir. Gott, wenn er wüsste. Er würde mir die Hölle heiß machen, denn ich habe das Gefühl, dass mein Zwillingsbruder Evelyn geschwisterlich schon echt ans Herz geschlossen hat.
„Hey, da ist ja mein Lieblingsgeschwistertrio." begrüßt mein Bester Freund uns sofort. Liam kommt auf uns zu und umarmt mich kurz bevor er dasselbe bei Evelyn macht und mit Taylor einschlägt.
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Ending Loneliness
RomanceSeit sie 4 ist wird Evelyn pausenlos von einer Familie zur nächsten geschoben. Nachdem tragischen Tod ihrer Eltern hat sie niemanden mehr aber was passiert wenn sie ausnahmsweise in eine Pflegefamilie geratet, bei der sie zum ersten Mal das Gefühl h...
