Kapitel 8

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Evelyn:

Wieder mal drehe ich mich. Ich finde einfach keine Bequeme Position, um zu schlafen. Mein Wecker zeigt die Uhrzeit 6:02 Uhr an, was bedeutet, dass ich heute stolze 4 Stunden Schlaf hatte und von jetzt an nicht mehr einschlafen können werde. Generell habe ich die letzten Tage noch weniger als zuvor geschlafen. Seit Kyle diese Erinnerungen in den Kopf beschworen hat schaffe ich es meist nicht Mal mehr einzuschlafen. Danke dafür, großer Bruder.

Mag ja sein das er seine eigenen Dämonen hat, (behauptet zumindest Taylor) aber es ist kein Grund so mit mir umzugehen. Was Kyle sich vor 5 Tagen geleistet hat, war einer zu viel.

Wieder willig verlasse ich mein Bett, weil mir sowieso bewusst ist, dass ich heute nicht mehr zum Schlaf komme. Was bringt es also noch? Da stehe ich lieber auf und versuche von meinen Gedanken zu fliehen.

Verschlafen trotte ich in die Küche, um mir ein Müsli zu richten. Mittlerweile weiß ich sogar, wo das ist. In den letzten zwei Wochen habe ich mich hier wirklich eingelebt. Etwas, was eigentlich nicht so oft vorkommt, weil ich es mir nicht erlaube. Sonst ist das Gefühl, wenn ich wieder gehe, schlimmer. Und ich werde wieder gehen. Es ist jedes Mal dasselbe. Ich bin auch niemandem böse, aber es ist ein Schutzmechanismus, den ich in diesem Haus irgendwie abgelegt habe, ohne es zu merken oder verhindern zu können.

Ich nehme meine Schüssel und laufe zusammen mit einem Löffel in der anderen Hand ins Wohnzimmer. Hoffentlich kommt irgendetwas gutes im Morgenfernsehen, sonst werden es langweilige

Stunden, bis ich zu Mady gehe. Ich kann es immer noch nicht ganz realisieren, dass ich eine Freundin besuche.

Verdutzt stelle ich fest das der Fernseher bereits läuft. Hat ihn gestern jemand nicht ausgeschalten? Ich schalte das Licht an und gehe ums Sofa, um mich zu setzen.

Ich lasse einen Schrei los als ich Kyle auf dem länglichen Teil liegen sehe. Er schläft tief und fest. Außerdem Oberkörperfrei. Verdammt, für einen Fußballspieler hat dieser Arsch aber ganz schön viele Muskeln. Ich versuche wirklich meinen Blick von seinem Oberkörper zu lenken, aber ich bin immer noch wie eingefroren. Was macht er überhaupt hier? Wieso schläft er auf der Couch?

„Fertig mit auschecken?" reißt mich seine müde Stimme aus meinen Gedanken. Ertappt sehe ich in sein Gesicht. Zu meiner Überraschung liegt gar kein Spott darin. Nur derselbe kalte Blick wie immer. Nicht einmal ein Grinsen. Großartig.

„Ich habe dich nicht ausgecheckt." stelle ich klar.

„Was auch immer dich nachts besser schlafen lässt." Wenn er wüsste.

„Was machst du überhaupt hier?" lenke ich das Thema von mir.

„Schlafen. Bis du und dein komischer Pyjama mich geweckt haben." Er deutet auf meine Kleidung.

„Das sind Pinguine."

Er kräuselt seine Nase. „Genau."

„Was hast du bitte gegen Pinguine?"

„Gefallen mir einfach nicht."

„Du hast keinen Geschmack."

„Oh, das sagst du nur weil ich nicht auf dich abfahre." meint er selbstbewusst und kein bisschen ironisch. Seine kalte Miene hält still.

„Es ist eher dein Ego, welches gekränkt ist. Im Gegensatz zu dir brauche ich keine Bestätigung."

„Glaub mir, mein Ego leidet nicht darunter."

„Dann ist ja gut."

„Genau. Also, was machst du hier?" fragt er mich.

„Fernsehen."

Ending LonelinessGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt